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Unbekanntes Freiburg
- Herr Schmidt-Albers führt uns durchs unbekannte Freiburg -

Viel Charme hat Margits Idee, von Zeit zu Zeit Stadtführungen durch bekannte und weniger bekannte Viertel der Stadt Freiburg zu veranstalten. Nachdem wir schon vor längerer Zeit unter sachkundiger Führung das Quartier Vauban erkundet hatten, dann den Stadtteil Stühlinger, machte sich am 1. Oktober ein neugieriges Trüppchen von 16 Freiburger Feierabend-Mitgliedern auf, unter Führung durch Herrn Schmidt-Abels, der uns schon durch den Stadtteil Stühlinger geführt hatte, das Institutsviertel und den Stadtteil Brühl - Beurbarung kennen zu lernen.

Unbekanntes Freiburg
- Peter/ReRe kommt per Vélo -

Im heutigen Institutsviertel war im 19. Jahrhundert das erste Klinikum der Universität Freiburg entstanden - die heutige Albertstraße hieß früher Hospitalstraße - das in der Bombennacht des 27. November 1944 zerstört wurde.

In der Nachkriegszeit entstanden hier die vorwiegend naturwissenschaftlichen Institute der Universität.

Unbekanntes Freiburg
- Im Chemie-Hochhaus -

Unser Rundgang begann mit dem Besuch des Chemischen Instituts. Hier fielen uns sehr viele moderne Gemälde auf und wir verweilten länger vor dem bekannten farbenfrohen „Freiburger Bild“ des Künstlers Ernst Wilhelm Nay (1902 - 1969), das 1956 entstanden ist.

Unbekanntes Freiburg
- Ernst Wilhelm Nay 1902 - 1956 -
Das Freiburger Bild
Unbekanntes Freiburg
- Geologisches Institut -

Anschließend besuchten wir den Geologischen Garten des gleichnamigen Instituts, in dem verschiedene Gesteinsarten der Alpen aufgestellt sind, die anmuten wie Menhire in der Bretagne.

Da mittlerweile 1% der Bausumme bei neuen öffentlichen Gebäuden für Kunst am Bau verwendet werden sollen, sind zahlreiche Skulpturen an und vor Institutsgebäuden zu sehen, So die von Otto Herbert Hajek bei der Mensa II. Das Viertel mit seinen großzügigen Grünflächen, durch die sich der Gewerbebach schlängelt, mutet mit den dort aufgestellten Plastiken an wie eine Freiluft - Kunstgalerie. Alte Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, die auch in Institute umgewandelt wurden, spiegeln sich in den Glasfassaden der modernen Gebäude.

In der Nähe der Mensa II und des Gewerbebaches befand sich früher bis zu seiner Zerstörung im Weltkrieg der Botanische Garten der Universität.

Weiter ging es zum Außenbereich der Freiburger Justizvollzugsanstalt in der Hermann- Herder - Straße. Hier hat im Rahmen der Erneuerung der Toranlage in den 80er Jahren der Bildhauer Franz Gutmann aus dem Münstertal zusammen mit Häftlingen Plastiken in Sandstein und Holz erstellt. Auch im Innenbereich der Mauer, der uns nicht zugänglich war, stehen solche Plastiken.

Unbekanntes Freiburg
- Die Wartende -

Weiter ging es zum Gelände des Herder-Verlags. Hier stand in Richtung zur Habsburgerstraße einst ein Gebäude des Klosters Tennenbach. (Noch heute erinnert die Tennenbacher Straße an diese Zeit).

Aus dieser Zeit steht noch ein kleiner romanischer Bau, das „Abtshäuschen“, das heute Gedenkstätte vorwiegend für die im 2. Weltkrieg gefallenen Angehörigen des Verlags ist.

Wir besuchten noch die jetzt zur Forstwissenschaftlichen Fakultät der Universität gehörenden Teile der Verlagsgebäude mit imposantem überdachtem Innenhof, kamen wieder am Verlauf des Gewerbebachs vorbei, der einst vom Herderverlag zur Stromerzeugung genutzt wurde.

Unbekanntes Freiburg
- Kanalsystem in Freiburg -

Wir sahen noch die frühere Wattefabrik Adler, in der sich heute elegante Lofts befinden.

Nun streiften wir das Rotlaubviertel, dessen Namen auf einen alten Gewann - Namen zurückgeht und früher Teil des Mooswaldes war. Hier sind zahlreiche Rotbuchen zu sehen, die vor wunderschön renovierten Häusern aus dem 19. Jahrhundert stehen.

Jetzt ging es zur letzten Etappe unserer Stadtteilerkundung, der Beurbarung: 1790 wurde die Beurbarungs - Gesellschaft gegründet, die von den Zünften getragen wurde. Von dieser Gesellschaft wurde auch die Sparkasse gegründet. 1896 entstanden als erste Aktion sozialen Wohnungsbaus die ersten Wohnhäuser für die ärmere Bevölkerung. Einige der Wohnhäuser sind gekonnt renoviert. Man sieht z.B. auch noch die früheren Waschhäuser. Einige der Straßennamen erinnern noch heute an die Gründer, so z.B. die Zunftstraße und die Ferrandstraße.

In der von Robinien gesäumten Kandelstraße machte uns Herr Schmidt-Abels auf ein Weinlokal mit Namen Weinherbster aufmerksam, ein Weinlokal, in dem sich die Bewohner des Viertels treffen. Während wir neugierig das Schaufenster betrachteten, wurde der Inhaber auf uns aufmerksam und wollte uns allen 1/8 Wein anbieten. Das lehnten wir dankend ab, denn nach dem ausführlichen Rundgang wären wir danach wohl alle berauscht umgefallen.

Der Inhaber lud uns aber ein, die Innenräume zu besichtigen. Dieser Einladung leisteten wir Folge und es gab viel zu lachen anlässlich einer riesigen Sammlung von Weingläsern, Schildern usw.

Zum Schluss schauten wir uns die älteste Betonkirche Deutschlands an, 1929 gebaut von Karl Anton Meckel „St. Elisabeth und Konrad“. Diese Kirche ist der Gotik nachempfunden, auch das Gewölbe im Innern weist gotische Formen auf.

Im Chor befindet sich ein begehbares Labyrinth von ca. 100 Metern Länge, das vor etwa 20 Jahren angelegt wurde.

Im Café Royal ließen wir diesen spannenden Nachmittag ausklingen. Nochmals Dank an Margit für diese tolle Idee. Wir sind schon gespannt auf die nächste Stadtteilführung!!!

Fotos: anmargi

Unbekanntes Freiburg
Unsere Ibo/Ingeborg schrieb diesen ausgezeichneten Bericht für uns - herzlichen Dank!

Autor: Ibobibo

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