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Für Gestaltung und Inhalt dieser Regionalseiten sind ausschließlich die jeweiligen Regionalbotschafter verantwortlich. Die von den Regionalbotschaftern eingegebenen und heraufgeladenen Inhalte unterliegen grundsätzlich weder einer Kontrolle durch Feierabend, noch nimmt Feierabend hierauf Einfluss. Hiervon ausgenommen sind werbliche Einblendungen und Beiträge die von Feierabend direkt eingestellt wurden und als solche gekennzeichnet sind.

Vorsortierung. = von Enrico

Zwei Schlangen gibt es neuerdings
an Petrus´ Himmelspforte. Links,
da stellen alle die sich auf
mit selbstbestimmtem Lebenslauf.
Rechts warten jene, die genau
das machten, was gewollt die Frau.

Links steht nur einer (rechts Legion),
den Petrus fragt in barschem Ton:
"Und du hast niemals das gemacht,
was deine Frau sich ausgedacht?"
"Ja, ja", sagt er, "nur meine Ellen
riet mir, mich hier links anzustellen!"

======================

Da steht er nun der arme Wicht,
tat das was seine Ellen spricht
wie immer schon in seinem Leben
und gleich ging alles schön daneben.
Wär‘ er der Wahrheit treu geblieben
wär‘ er jetzt einer unter Vielen!

==========================
Zusatz von Ernestine

Ach wäre ich ein Schmetterling,
so schillernd bunt und schön,
dann würde alle Blumen
die Köpfe nach mir drehn.

Ich flatterte vergnügt umher,
bewundert und begehrt,
und fühlte einen Sommer lang
mich gänzlich unbeschwert.

Warum bin ich kein Schmetterling,
es wär so schön - jedoch ..
ein Hoffnungsschimmer bleibt: Vielleicht
entpupp´ ich mich ja noch.

von Annabelle

Gentechnik (Sonja Marlin)


Ein Küken geht im Hof spazier´n
und sieht ein Ferkel meditiern´n,
das traurig wirkt und sehr gequält.
Das Küken fragt, was ihm denn fehlt.

"Ich wär so gern, oh, glaube mir,
das Kind von einem andern Tier!"
Das Küken kann das gut versteh´n
und sagt darum:"Ich find´ dich schön."

An Komplimente nicht gewöhnt,
ist nun das Ferkel gleich versöhnt,
und es verspricht im Überschwang
die Ehe ihm ein Leben lang.

Nur: Wer wird Mann und wer wird Frau?
Das wissen beide nicht genau.
Das Ferkel schluckt. Das Küken piept:
"Das findet sich, wenn man sich liebt!

Nein wart´, ich weiß es ganz genau:
Wer Eier legt, das ist die Frau!"
Da sagt das Ferkel ganz bewegt:
"Dann warten wir, wer Eier legt."

Von Annabelle gestiftet

Moritat

Ihr Leut, vernehmt die Moritat,
die einstmals sich ereignet hat,
vor vielen, vielen tausend Jahr.
Sonderbar.
Sonderbar.

In Griechenland, da kann man seh’n
an einem Fluss die Stadt Athen.
Da lebt’ zur Zeit des Perikles
Sokrates.
Sokrates.

Sein Vater Sophroniskus, der
war von Beruf ein Bildhauer.
Schuf Statuen aus Marmorstein.
Wunderfein.
Wunderfein.

Der sprach nun einst: „Mein Sohn fürwahr,
du wirst nun, was dein Vater war.
Denn zum Studieren braucht man Geld.
Und das fehlt.
Und das fehlt.“

Darauf denn nun so wurde er
gleich wie sein Vater Bildhauer.
Schuf Statuen aus Marmorstein.
Superfein.
Superfein.

Bald kam die Zeit zum Heiraten.
Doch in der ganzen Stadt Athen
fand sich kein einzig Mägdelein
ihn zu frei’n,
ihn zu frei’n.

Denn es besaß der Sokrates
durchaus kein schönes Äußeres.
Sein Rücken war ganz buckelig
und hügelig.
Und hügelig.

Und wenn es regnet’ – ohne Spaß –
dann wurde das Gehirn ihm nass.
Denn auf dem Haupte wuchs fürwahr
kein einzig’ Haar.
Kein einzig’ Haar.

Jedoch trotz dieses Hinderniss’
gewann ein Weib der Sokrates.
Aus einem Dorf wohl in der Näh:
Xanthippe.
Xanthippe.

Doch ach, schon bald nach kurzer Zeit
zeigt sich die Unzufriedenheit.
Denn dieses böse Weib Xanthipp’
hat ihn nicht lieb.
Hat ihn nicht lieb.

Denn es begann das arge Weib
zu schlagen ihres Mannes Leib.
Es diente ihr zu diesem Ziel
ein Besenstiel.
Ein Besenstiel.

Darauf fing nun der arme Mann
im Wirtshause zu trinken an.
So trank er oft bis früh um vier
Bayrisch Bier.
Bayrisch Bier.

Oft pflegt er auf dem Markt zu steh’n
wo andere vorüber geh’n.
Und predigt’ : „S’ist `ne Frauenwelt!
Doch se fällt!
Doch se fällt!“

Da packt ihn einst bei seinem Arm
der hoch gewicht’ge Stadtgendarm
und führt ihn vor das Kriegsgericht.
Den armen Wicht.
Den armen Wicht.

An einem Pfahl wohl in der Nacht,
da ward ihm der Prozess gemacht.
Und es befahl der Staatsanwalt:
„Macht ihn kalt!
Macht ihn kalt!“

Und im Gefängnis sitzt er nun,
da hat er Zeit, sich auszuruhn.
Was hat ihm denn den Tod verschafft?
Schierlingsaft.
Schierlingsaft.

Und die Moral von der Geschicht:
Heiratet böse Weiber nicht!
Denn sonst geht mancher ohne Not
mausetot.
Mausetot.


Annabelle

Sommerabend

Sommerduft voll Blütenpracht
der Wind legt sich, mild ist die Nacht
und läd't zum Draussen-Sitzen ein
zum Grillen und manch' Gläschen Wein.

Verliebte Pärchen bummeln, flirten,
Hochbetrieb auch bei den Wirten
im Biergarten, wo man sich trifft
zum Abendplausch im Dämmerlicht.

Ein Vogel singt mit viel Gefühl
sein Abendlied, nun wird es kühl.
Auf einmal wird es nun doch dunkel
der Mond geht auf, die Sterne funkeln.

Die Pärchen sind noch nicht zurück,
sie schwelgen noch im Liebesglück
Bei Sternenlicht und Mondenschein
sind Teenies gar nicht gern allein.

Die Alten wissen noch wie's war
als sie noch nicht im grauen Haar
statt dessen blond oder brünett
auch nicht wollten früh zu Bett.



Doch soll sie nicht das Rheuma zwicken
müssen sie sich nun verdrücken
ins warme Bett, und nicht mehr jung
bleibt doch die Erinnerung....

an warme Nächte, Blütenduft,
an Flirts in lauer Sommerluft,
an Liebe, Mondschein, Sternenzelt,
das ist der Reigen dieser Welt.

Und wenn das Glück sie dann bedenkt
und ihnen Enkelkinder schenkt
aus Sommerabend, milder Nacht
hat Gott die Welt schon recht gemacht.

(Elsbeth Jahns)

Die Drossel



Hoch oben wohn ich, mit Balkon,
und Dieses hab' ich nun davon:
An jedem Morgen brav und bieder
lässt sich auf das Geländer nieder.
ne' Drossel, und beguckt die Welt
den Sterz sie mir entgegen hält.
Ich rühr mich nicht und steh' ganz still
weil ich sie recht betrachten will.
Sie guckt nach links, sie guckt nach rechts
dann macht sie ihren Morgenklecks,
natürlich auf meinen Balkon...
ne' ganze Menge hab' ich schon.


Nun putzt sie fleißig ihr Gefieder
singt mir ein Morgenlied, und wieder
beschert sie mir ein Endprodukt
von ihrem Frühstück, und sie guckt
wo ihre Artgenossen sind,
dann macht sie sich davon geschwind.
Zurück lässt sie was sie verdaut'.
Ich hab' ihr fröhlich nachgeschaut.

(Elsbeth Jahns )

Mückenplage

Mückenplage

Im Sommer, das weiß Jedermann
da fängt die Mückenplage an.
Drum spann ich mir, gar nicht so dumm
ein Netz ums ganze Bett herum
Die Plagegeister sollen seh’n
wo sie ihr Abendbrot ersteh’n.

Ich leg‘ mich hin und lächel fein,
kein Störenfried kommt hier herein.
Jedoch, verflixt! Was ist das jetzt?
Ne‘ Mücke ist in meinem Netz!
Sie sirrt um meinen Kopf herum
ich neh‘m mein Bettzeug und zieh‘ um.


Auf’s Sofa, das ist eine Qual,
zum Umdreh’n ist es viel zu schmal
die Rückenlehne ist im Weg
und meine Decke rutscht auch weg.
So schlafe ich halt auf dem Rücken
doch dieses will erst recht nicht glücken.

Denn kaum träum‘ ich mich selig ein
da sirrt es wieder!.... ,kann das sein?
Nun hab‘ ich doch den Kampf verloren,
die Mücke ist mit umgezogen!
Sie quälte mich die ganze Nacht.
Doch heute wird sie umgebracht

von Ernestine

Jedes Jahr dasselbe, heute Nacht
hat’s mich wieder erwischt.

Kinderlogik

Ein Wurm in seiner Erdenhöhle
kriegt Wasser in die Speiseröhre
weil’s regnet ohne Unterlass,
der Wurm kriecht raus, jetzt wird er nass.
So richtig wohl fühlt er sich nicht
ihn quält das helle Tageslicht.
Er windet sich und wird ganz bleich,
bald sieht er aus wie eine Leich‘.
Ne‘ Amsel die schon Junge hat
denkt: von dem wird die Brut wohl satt.
Sie lässt sich nicht erst lange bitten,
schnappt zu!....., der Wurm hat ausgelitten.


Kinder Logik

Aus Butterblumen wird Butter gemacht
so habe ich als Kind gedacht.
Nein, sagte man mir, die frisst die Kuh,
nun, dieser Umweg gehört wohl dazu.
Aus Gras und Blumen die Milch entsteht
und wie die Sache nun weitergeht?
Aus der Sahne der Milch wird die Butter gemacht,
doch die Farbe hat dennoch die Blume gebracht!

( Elsbeth Jahns )

Reisegepäck


Nicht ständig, aber immer wieder
lüpft fast ein jeder sein Gefieder,
um abseits von gewohnten Gleisen
in fremde Länder zu verreisen,
wohl überlegt und auch spontan
zu Fuß, per Auto oder Bahn,
im Flugzeug oder per Rakete,
damit er fremdes Land betrete,
ganz ausnahmsweise gar den Mond.

Doch an verschiedenes gewohnt,
was ihm sein Leben Tag und Nacht
erträglich und vergnüglich macht,
belastet er sich zu dem Zweck
zumeist mit reichlichem Gepäck:
Pass, Unterhosen, Briefpapier,
Zahnpasta, Handy, Brötchen, Bier,
Sandalen, Fernrohr, Schmuck, BH´s,
Besteck und Zentimetermaß


Die allerwichtigste Entscheidung
kreist häufig um das Thema Kleidung.
Wird´s kalt, wird´s warm, vielleicht gar heiß?
Dazu der übliche Verschleiß
durch die alltäglichen Geschäfte
und unerwünschte Körpersäfte,
die jedes Kleidungsstück beschmutzen,
sobald die Menschen es benutzen,
besonders, wenn sie sich besabbern,
sobald sie Eis und Rotwein schlabbern.
Auch will sich jeder vorbereiten
auf solcherlei Gelegenheiten
wie Freizeit, Sportbetätigungen,
Theater, Bad und Wanderungen.


Schnell häufen sich die Dinge dann
zu hohen, schweren Bergen an,
so dass die Koffer kaum genügen,
um all den Kram hineinzukriegen.
Deswegen sucht er zu erhaschen
noch weit´re Beutel oder Taschen,
um all die Dinge zu verstauchen,
die Reisende anscheinend brauchen:
Heftpflaster, Kriminalroman,
Parfüm, Reservewasserhahn;
Gebiss, Hörapparat und Brillen,
Abführtabletten Aufputschpillen;
Adressenliste von all denen,
die sich nach Kartengrüßen sehnen.


O Mensch, bist Du schon selbst gereist?
Dann weiß ich, dass auch Du jetzt weißt,
dass ich kein bisschen übertreibe
und haarscharf bei der Wahrheit bleibe:
Du packst im langen Lebenslauf
Dir viel zu schwere Lasten auf,
nicht mitgerechnet das Paket,
das auf des Schicksals Konto steht
und das du einfach tragen musst,
fehlt dir dazu auch jede Lust.


Ich wünsche Dir Erfolg und Glück,
komm heil und gut erholt zurück.
Belaste Dich nicht allzu sehr,
denn weniger ist manchmal mehr.


Christoph Hartlieb (Tacitus)


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