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Ein strahlend blauer Himmel wölbte sich über dem Schauinsland, als einige Mitglieder von Feierabend aus dem Bus beim Halde-Hotel stiegen, um zu Fuß die kleine Wanderung zum Parkplatz unterhalb der Bergstation anzutreten.

- Haldenkapelle -
- Haldenkapelle -
Umweltbundesamt
- Weideröschen am Weg -

Dort erwarteten uns nämlich die Rad- und Autofahrer. Es gab wie immer eine herzliche Begrüßung und Trudel erklärte uns einiges Wissenswerte über den Schauinsland, bevor wir auf der Straße zur Messstation des Umweltbundesamtes wanderten.

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- Schauinslandinfo von Trudel -

Unterwegs machte uns Trudel auf die großartige Alpensicht aufmerksam. Der „Schau-ins-Land“ machte seinem Namen alle Ehre. Wir sahen fast die ganze Alpenkette plastisch über die Schwarzwaldberge hinausragen. Eiger, Mönch, Jungfrau, Finsteraarhorn und viele andere bis hin zum Mont Blanc waren zu sehen. Eine solche Fernsicht gibt es in dieser Jahreszeit nur selten. Wir hatten das Glück gerade jetzt dort oben zu sein.

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- Blick zu den Alpen -
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- Blick zum Haldenköpfle mit ALM -

Unter uns im Sonnenschein Hofsgrund dahinter das Wilhelmer-Tal, am Horizont der Feldberg und links der Keidelturm.

Einige Skulpturen säumten den Weg und von weitem sahen wir auch den sog. „Himmelsbohrer“, bevor wir den Blick nach Norden wandten und dort lagen Freiburg und die Rheinebene vor uns.

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- Hofsgrund -
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- St. Wilhelm vor dem Feldberg -
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- Schauinslandturm -
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- der "Himmelsbohrer" -
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- Freiburg im Tal -

Trudel erzählte uns noch eine lustige Geschichte von den Wildschweinen, die sie und ihr Mann dort oben vor vielen Jahren gefüttert haben.

Nun sahen wir aber auch schon die im Freien aufgestellten Messgeräte der Station. Dort empfing uns Herr Meinhardt, der uns viele Erklärungen gab und unsere Fragen beantwortete.

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- Messstelle -
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- Begrüßung von Herrn Meinhardt -

Die Station misst schon seit den 60er Jahren die Luft. Sie gehört seit 1974 zum Umweltbundesamt. Insgesamt gibt es in Deutschland 7 solcher Messstationen, die ihre Messergebnisse an die Messzentrale in Langen bei Frankfurt/Main melden, dort werden sie ausgewertet. Die Messstelle auf dem Schauinsland ist die am längsten bestehende Stelle für Messungen des CO 2 Gehaltes der Luft. Die Einrichtung solcher Messstellen war notwendig, um langfristige Trends, die zur Klimaerwärmung führen, zu erkennen.

Ein unmittelbarer Nachbar der Station ist die Messstelle für Strahlenschutz, die nach dem Reaktor-Unfall in Tschernobyl eingerichtet wurde. Dort wir die Radioaktivität in der Luft gemessen.
Herr Meinhardt führte uns zuerst zu den Geräten, die im Freien aufgestellt waren.

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- Herr Meinhardt -

Es sind dies sog. Regensammler zur Messung der Niederschläge. Deren Deckel öffnet und schließt sich bei Regen automatisch. Er berichtete, dass es auf dem Schauinsland die meisten Niederschläge gibt, da sich der Stau der Wolken aus der Rheinebene auf dem Schauinsland abregnet. Aber auch Luftmessungen werden getätigt, um die Feinstaubbelastung der Luft festzustellen. Diese Messungen werden mittels angesaugter Luft, die durch Filter geleitet wird, vorgenommen. Die Filter werden immer wieder ausgetauscht und untersucht. Er berichtete, dass auch die Vulkanwolke des Vulkan-Ausbruches in Island auf dem Schauinsland gemessen wurde. Auch das Ozon in der Luft wird gemessen. Herr Meinhardt sagte, dass sich die Feinstaubmenge in den letzten Jahren spürbar verringert hat und auch das FCKW-Verbot wirkte sich hinsichtlich des Ozon-Gehaltes der Luft sehr positiv aus. Ferner sei der sog. „saure Regen“ heute kein Thema mehr, da viele Industriebetriebe, aber auch Autos Filter für die Abgase einbauen müssen.

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- großes Interesse bei den Männern -

Im Haus selbst sind viele Geräte aufgestellt, mit denen die Messwerte der im Freien installierten Anlagen ausgewertet werden. Dort sieht man auch Schautafeln auf denen die Messergebnisse dargestellt sind. So z.B. der mittlere Jahresgang von Temperatur und Niederschlagsmenge, den ph-Wert im Niederschlag seit 1982, die monatlichen Tagesgänge des Ozon, das Jahresmittel von Schwefeldioxid seit 1973, der weltweite Kohlendioxid-Ausstoß seit 1955 und vieles andere.

Mit diesen Ergebnissen liefert die Station über das Bundesumweltamt an die Politik Unterlagen für entsprechende Entscheidungen.

Die Station auf dem Schauinsland fungiert auch als Regionalstation im „Global Atmosphere Watch Programm“ der WMO mit dem Schwerpunkt der Messung klimarelevanter Gase, ferner zur Umsetzung von EU-Recht im Bereich Schwermetalle und im European Monitoring and Evaluation Programm (EMEP).

Beschäftigt werden 5 Personen, davon 2 in Teilzeit. Die Beschäftigten gehören alle zum Umweltbundesamt, einer Bundesbehörde.

Nach diesen umfassenden Ausführungen machten wir uns auf den Rückweg, der uns wieder zum Rastplatz (mit Fernsicht) oberhalb des Parkplatzes führte.

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- Klara durfte auch mit -

Von dort wanderten die Unentwegten zur Wirtschaft „Auf der Alm“ am Haldenköpfle, wo wir gemütlich zusammensaßen, bis es hieß „aufbrechen“. Die Wanderer wanderten wieder zurück zum Halde-Hotel und die Autofahrer starteten zur Heimfahrt.

Es war wieder ein erlebnisreicher und lehrreicher Tag zu Ende. Trudel gebührt herzlicher Dank für die Organisation und den Fotografen für die Bilder.

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- Bleistift/Werner -

Bericht von Bleistift01 (Werner)

Bilder: Wibldibl und Trudel

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