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Es war ein wunderschöner Herbsttag, leichte Wölkchen zierten den Himmel und die Temperatur war mit 22° C sehr angenehm als der Großteil der „Feierabendler“ mit dem Zug um 10.20 Uhr in Breisach ankam. Irene, Manfred und Werner erwarteten sie bereits und los ging`s auf den Münsterberg, wo uns unsere Stadtführerin, Frau Inge Gumbert, empfing.

Breisach
- Christkindle -

Neben dem Stephansmünster steht die Skulptur des „Europa-Stiers“, der von dem Breisacher Bildhauer Lutz aus 8 t Marmor geschaffen wurde. Der Stier symbolisiert –in Anlehnung an die griechische Sage- Europa, die vom Stier entführt wird. Breisach nennt sich nämlich „Europa-Stadt“, nachdem im Jahr 1950 in einer Volksabstimmung 96% der Bevölkerung für ein vereintes Europa gestimmt hatten.

Heute hat die Stadt selbst etwa 15 000 Einwohner.

Breisach blickt auf eine sehr wechselvolle Geschichte zurück. Der Breisacher Münsterberg war bereits von den Kelten besiedelt, die Römer nannten den Berg Mons Brisiacus. Er liegt an einer strategisch wichtigen Stelle in der Rheinebene. In Breisach befand sich auch die einzige Brücke über den Rhein zwischen Basel und Straßburg. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Stadt mehrere Male zerstört und wieder aufgebaut.

Im 12 Jhdt. beherrschten die Bischöfe von Basel die Stadt, bevor sie von den Zähringern unter Bertold V. abgelöst wurden. Ab dem 13. Jhdt.waren die Habsburger die Herren der Stadt. Kurzzeitig war auch der Burgunder Herzog Karl der Kühne Stadtherr. Unter dem französischen König Ludwig XIV. gehörte die Stadt zu Frankreich und wurde vom Festungsbaumeister Vauban als Festung ausgebaut. Erst im Jahre 1714 wurde die Stadt wieder kaiserlich und kam 1805 zum Großherzogtum Baden. Die Wappen am Rathaus künden von dieser wechselvollen Geschichte, die uns Frau Gumbert schilderte.

Überragt wird die Stadt vom Münster, dessen Türme schon von weitem sichtbar sind.. Es besteht aus einem romanischen und einem gotischen Teil. Im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, wurde es nach dem Krieg in vielen Jahren wieder aufgebaut.

Nach Betreten des Münsters wirkten auf uns die großen restaurierten Wandgemälde von Martin Schongauer. Diese Gemälde sind die größten, noch erhaltenen nördlich der Alpen. Sie sind Ende des 15.Jhdt. entstanden. Der „Lettner“ trennte seinerzeit den Klerus vom Volk. In einem Silberschrein sind die Reliquien der Stadtheiligen Gervasius und Protasius aufbewahrt. Er steht inmitten des Altars aus Eichenholz, der vom Meister Gutmann aus dem Münstertal geschaffen wurde. Etwas Besonderes ist aber der Hochaltar aus den Jahren 1523-26, der von einem Meister „HL“ (vermutlich Hans Loi) aus Lindenholz geschnitzt wurde. Die Spitze des Hochaltars ist gekrümmt und die Legende besagt, dass der Bildhauer nur dann die von ihm erwählte Bürgerstochter heiraten durfte, wenn er einen Altar schafft, der höher ist als der Innenraum des Münsters.

Nach Verlassen des Münsters bot sich uns ein einmaliger Blick über das Rheintal: Im Westen die Vogesen im Osten der Schwarzwald und davor der Kaiserstuhl. „Eine himmlische Landschaft“, wie René Schickele sie nannte.

Unsere Stadtführerin erzählte uns noch die Geschichte vom Landvogt Peter von Hagenbach, der wegen seines unsittlichen Lebenswandels geköpft worden ist.

Danach begaben wir uns zum Radbrunnen. Dieser Brunnen diente der Wasserversorgung für die Oberstadt. Er ist 42 m tief und mit Hilfe eines Rades, das von den „liederlichen Weibern“ der Stadt zur Strafe getreten werden musste, wurde das Wasser heraufgezogen. Vor diesem Radbrunnen befindet sich ein besonderes Kunstwerk des Breisacher Bildhauers Lutz.

Vom Radbrunnen führte uns Frau Gumbert noch zur früheren Burg, von der nur noch der Burggraben vorhanden ist, nachdem Bertold V. von Zähringen ohne Erben verstorben war, ist die Burg zerfallen. Von dort sieht man auch den sog. „Tulla-Turm“ der zur Erinnerung an die Rheinregulierung durch Tulla gebaut wurde.

Frau Gumbert bot uns eine umfassende Führung, deren Einzelheiten den Umfang dieses Berichtes sprengen würde, aber wir haben viel gelernt.

Es war zwischenzeitlich 13.30 Uhr geworden und wir alle waren hungrig und kehrten im Gasthaus „am Rhein“ ein, wo wir es uns schmecken ließen, bevor wir wieder zum Bahnhof aufbrachen.

Breisach
- Henri fotografiert für unseren Bericht -

- Schöne Fotos liefert uns auch unser Erwin/Zahnrad -

Breisach
- unserem Werner/Bleistift verdanken wir wieder diesen aufschlussreichen und interessanten Bericht -

Es war wiederum ein schöner und vor allem lehrreicher Tag und Irene als Organisatorin, den Fotografen und Margit fürs Einsetzen sei herzlich gedankt.

Autor: Bleistift01

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