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Feierabendausflug nach Ihringen ins Naturzentrum Kaiserstuhl am 28. Mai 2013

Was hatten wir für ein Glück! Bei strahlendem Sonnenschein traf sich unsere Gruppe vor dem Naturzentrum in Ihringen.

Das Naturzentrum, ein Informationszentrum über den Kaiserstuhl, besteht seit1998 unter der Trägerschaft des Schwarzwaldvereins. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, Touristen als auch Einheimischen die Geschichte dieser einzigartigen Kulturlandschft, seine geologische Entstehung, seine Flora und Fauna nahezubringen.

Frau Birgit Sütterlin gab uns zunächst einen kleinen Überblick:
Der Kaiserstuhl, ein Stück lebendiger Erdgeschichte

Vor etwa 23 mill. Jahren, als der Rheingraben als Folge des Aufeinandertreffens zweier Bruchlinien entstanden war, konnte Magma in den Spalten emporsteigen. Es kam zu Vulkanbildungen und Lavaustritten. Das erkaltete Lavagestein mit seinen Blasen (Tephrit) und Kalkgestein aus dem früheren Deckgebirge bilden die Grundsubstanz des Kaiserstuhls. Zudem ist er an manchen Stellen mit einer 30 m hohen Löβschicht bedeckt: durch Reibung entstandenes, staubiges Erdsediment (Löss = alemannisch für „locker!) das der Wind aus den Schotterfeldern des Rheins angeweht hat.

Die zum Teil schluchtartigen Löβhohlwege entstanden durch den regelmässigen Fuhrverkehr während der Jahrtausende. Eine erstaunliche Besonderheit: Da das Material so weich ist, dienten Höhlen während der Kriege als Luftschutz!. Heute bieten abertausende von kleinen Löchern Heimat und Unterkunft für viele Insekten. Was wiederum den Bienenfresser, diesen wunderschönen bunten Vogel, hier heimisch werden liess. Ebenso den Wiedehopf, der zu einem weiteren Symbol des Kaiserstuhls geworden ist

Naturzentrum Ihringen
- Der Bienenfresser -

Was die Vogelwelt anbelangt, konnte uns Frau Sütterlin ein besonderes Highlight vorführen: Als Erweiterung zu dem Buch „Was fliegt denn da?“ gibt es nun einen elektronischen Stift, der über das jeweilige Foto geführt, den entsprechenden Vogelruf wiedergibt. Spannend!

Bekanntlich ist der Kaiserstuhl durch sein Vulkangestein und seine geschützte Lage die wärmste Gegend Deutschlands. Davon zeugen zum einen exotische Tiere und Pflanzen, die nur hier zu finden sind. Die glänzend grüne Smaragdeidechse, über 2000 Schmetterlingsarten, sogar die Gottesanbeterin zeigen sich an warmen Sommertagen.

Zum anderen gehören 36 verschiedene Orchideenarten wie z.B. das Purpur-Knabenkraut, die im Mai/Juni ihre Pracht entfalten, zu den botanischen Kostbarkeiten. Eine Wanderung über den Badberg lohnt diesbezüglich die Mühe.

Heiss wie ein Vulkan.

Wer Kaiserstuhl hört, denkt natürlich in erster Linie an den Wein. Die bevorzugte, geschützte Lage und der Wärme speichernde Boden bringen besondere Tropfen hervor. Der südlich exponierte Ihringer Winklerberg, an dem sogar Kakteen wachsen, gehört zu einer der berühmtesten Weinlagen Deutschlands.

Ein kleiner Film über den Kaiserstuhl, in dem auch auf die Besonderheiten des Lilientals eingegangen wurde, rundete die Führung ab.

Ein kurzer Rundgang durch den etwas versteckt liegenden Kräutergarten machte uns allmählich Appetit auf das Mittagessen. Fast alle Sinne wurden dabei angesprochen: Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken.

Arabische Minze, Diptam und Rauke, Dost und Thymian, wer könnte schon all die über 60 Pflanzen benennen?

Naturzentrum Ihringen
- Unser Fotograf Henri -
Naturzentrum Ihringen
- Unserer Gaby/Lavandel verdanken wir diesen Bericht! -

Fotos: Henri, Christkindle, Goosy, Lavandel

Autor: Lavandel

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