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„Eine Reise durch die Nacht“


Am helllichten Tage bei hochsommerlichen Temperaturen treffen sich 20 wissensdurstige und reiselustige Feierabendler, dem Rufe Renates (Revieras) folgend, vor dem Planetarium Freiburg. Wohin wird die Reise gehen?

Ein kurzer Hinweis des Vorführers verspricht den Sternhimmel im Frühjahr über Freiburg. Also lassen wir die Sonne erst mal untergehen. Wie bitte? Die Erde dreht sich einmal pro Tag um ihre eigene Achse, so dass die Sonne scheinbar auf- und untergeht. Und wie entstehen die Jahreszeiten? Nun, die Erde dreht sich einmal pro Jahr um die Sonne, und da die Erdachse in einem Winkel von 23,5 Grad geneigt ist, erreichen die Strahlen der Sonne mal mehr die Nordhalbkugel der Erde, mal mehr den Süden. Und genau dazwischen scheint die Sonne exakt auf den Äquator - das ist der Zeitpunkt der Tag- und Nachtgleiche, der Beginn des Frühlings, der aber nicht immer am 20 März ist, sondern auch mal am 21., weil nämlich das Jahr 6 Stunden länger dauert als 365 Tage. Und deshalb wird alle 4 Jahre ein Schaltjahr eingefügt.

Wenn das schon kompliziert genug ist, um wie viel mehr wurde unser Hirn beansprucht durch Dimensionen, die alle Vorstellungskraft übersteigen! Zum Beispiel unser lieber Mond, der sich um die Erde dreht, oder die Planeten, die sich ihrerseits um die Sonne drehen und im Fernrohr als Scheibchen zu sehen sind, wobei unser innerer Nachbarplanet Venus je nach Sonneneinstrahlung wie ein Mond aussieht. Die Planeten borgen sich ihr Licht von der Sonne, sonst würden wir sie gar nicht sehen. Die Sterne hingegen leuchten aus eigener Kraft, es sind glühende Gasbälle.

Um Ordnung in die unzählbare Sternenmenge zu bringen, hat der Mensch schon im Altertum Gruppen von Sternen zu Bildern zusammengefasst. Bekannt ist allgemein der große Wagen, seinerseits ein Teil der Großen Bärin, und der Jäger Orion, und die Bilder des Tierkreises, durch welche der Mond läuft.
Und die Milchstrasse, was ist denn das? Nun, die Griechen nannten diesen Nebel Galaxis, nicht ahnend, dass es sich um lauter unendlich ferne Sterne handelt, was erst Galilei in seinem selbstgebauten Fernrohr sehen konnte. Das ist unsere Heimatgalaxie, und wenn wir sie von außen betrachten könnten (was im Planetarium spielend möglich ist) ist sie spiralig und von der Seite gesehen flächig.

Bei den Entfernungen schwindelt uns. Was ist ein Lichtjahr? Das Licht legt pro Sekunde 300.000 Km zurück. Also kann man sich leicht (!) ausrechnen, wie weit z.B. der Stern Arktur entfernt ist, nämlich 37 Lichtjahre. .Er ist ein orangefarbener Riesenstern, 25mal so groß wie unsere Sonne. An der Farbe kann man Kraft und Größe erkennen. So ist Spica in der Jungfrau bläulich, da 20.000 Grad heiß.

Und in der Jungfrau liegt ein Galaxienhaufen, der 70 Millionen Lichtjahre entfernt ist - da gab´s auf der Erde noch Dinosaurier. Weltraumteleskope ermöglichen die schönsten farbigen Bilder von diesen Galaxien.
Nach dieser Reise ins Weltall ließ der Projektor wieder gnädig die Sonne „aufgehen“, es wurde hell im Saal - und wir torkelten mit angespanntem Nacken aus dem Planetarium, verwundert, dass der unendliche Raum und die unmessbare Zeit unsere Existenz umfangen.

Zum Ausklang trafen wir uns dann noch vor dem Bahnhofscafe´, wo ein von unten blasender Luftstrom im Stile Marilyn Monroes für Heiterkeit sorgte, und der durch die Nachtreise erzeugte Durst gestillt wurde bzw. Eis gegessen wurde.

Reviera ganz großen Dank für dieses kosmische Erlebnis.

Autor: Udo Singer
Fotos: Ibobibo/Ingeborg und Waldy/Waltraud

Autor: Ibobibo

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