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Früher gab es den schönen Beruf des Schriftsetzers. Er setzte kleine Buchstaben aus Blei schön nebeneinander in einen Setzkasten, so dass ein Text entstand. Mit schwarzer Farbe bestrichen wurde dieser dann auf Papier gedrückt. Daher der Name Drucken.

Das ist längst vorbei. Es gibt kein Blei mehr und auch keinen Setzkasten. Wie wird denn heute gedruckt? Das wollten wir wissen und meldeten uns bei der Badischen Zeitung an.

Begrüßt wurden wir von zwei jungen Damen, die uns dann mit Elan und viel Sachverstand durch den Betrieb führten.

Zunächst jedoch wurde uns ein Film vorgeführt: hübsche Fotos aus dem Verbreitungsgebiet der Badischen Zeitung, Naturaufnahmen, Städte, Land und Leute. Auch eine Redaktionssitzung wurde uns im Film gezeigt: die Zeitungsschreiber besprechen die Gestaltung der nächsten Ausgabe.

Schlussaufnahme: die Herren Poppen und Hodeige sitzen beisammen und meinen, dass diese Zeitung doch ganz nett sei.

BZ
Unser Berichtschreiber Aali holt sich Informationen ein.
BZ
- Österliches auch bei der BZ in der Kantine -

Dann aber ging es los. Es wurden Kopfhörer verteilt und wir konnten die Führerin über ihr Mikrofon hören. Über lange Gänge ging’s zur Druckerei. Was der Redakteur am PC schreibt, geht elektronisch an die Laser-Maschine und wird dort auf eine Aluminiumplatte übertragen. Vier solcher Platten übereinander sind nötig, um ein farbiges Bild zu erzeugen. Die fertigen Druckplatten werden dann getrocknet und nach den Lokalausgaben der Zeitung sortiert.

Weiter geht’s zur eigentlichen Druckerei, zur Rotationsmaschine. Hier werden die Druckplatten über eine große Trommel auf Papier gedrückt, die Zeitung zurechtgeschnitten und gefaltet.

Natürlich sahen wir auch die riesigen Papiermengen, die hier gebraucht werden. Aufgewickelt auf riesigen Ballen (1,7 t) und wir staunten darüber, dass die große Lagerhalle alle zwei Tage neu gefüllt werden muss. Und Klärchen nahm sich ein großes Stück Papier mit; sie macht daraus Schnittmusterbogen.

Vielfach kommen noch Einlagen in die Zeitungen und diese werden dann in Paketen verpackt (8000 Pakete täglich).

Was wissen wir noch über Zeitungen? Anzeigen sind wichtig, die bringen Geld. Bilder wecken Interesse; der Bildanteil sollte mindestens 20 % betragen. Und wie steht’s mit der Rechtschreibung?

Noch in der Nacht fahren die Lkws hinaus. Bis 4 Uhr früh müssen 900 Ablegeplätze angefahren werden. Damit wir früh morgens die Zeitung in den Händen halten. Die BZ ist unsere Lokalzeitung, die uns über Dorf- und Zeitgeschehen (hoffentlich gut) informiert.

Noch etwas gibt es zum Schluss: einen Nachdruck der ersten Ausgabe der Badischen Zeitung vom 1. Februar 1946. Sie erschien damals zweimal wöchentlich und kostete 20 Pfennig.

Nochmals Dank an die beiden Damen, die uns geführt haben und bei uns an Margit, die wieder alles so trefflich organisiert hat.

Bericht: Alfred/Aali

Fotos: Gisela/Goosi
Felix/Ibifix

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