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Auf Vorschlag von Waldi66/Waldy besuchten wir am 27.11.12 - zwischen Toten- und erstem Adventsonntag - das Institut für Bestattungen und Trauerbegleitung namens „Horizonte“ in Freiburg.

18 Teilnehmer der Regionalgruppe Freiburg samt Hund Klara (Hunde als Begleiter der Besucher sind erlaubt, denn Hunde sind oft auch trauernde Angehörige) waren daran interessiert, das Angebot von „Horizonte“ kennen zu lernen.

Herr Thomas Dickel, Mitinhaber der Firma „Horizonte“ führte uns durch Gedankenwelt und Räume des Instituts.

Herr Dickel ist Dipl. Hydrologe und hat viele Jahre als Informatiker gearbeitet, gehört aber seit dem Gründungsjahr des Instituts 2002 mit zum Team von Horizonte, seit 2007 als Bestatter.

Im Jahr 2000 war bei den späteren Gründern des Instituts, Frau Jacob und Herrn Raap-Mehl die Idee entstanden, ein Bestattungsinstitut zu gründen, das sich von den meisten der bisherigen mit feststehenden Arbeitsabläufen und häufig rigide gehandhabten Ritualen unterscheidet und den Angehörigen in ihrem Wunsch nach Gestaltung des Abschieds weitest möglich entgegen kommt.

Die Auffassung der Gründer lässt sich in dem noch heute gültigen Leitspruch zusammenfassen: „Wir geben Ihrer Trauer Raum“.

Das Konzept der Räume wurde zusammen mit Künstlern entwickelt. So führt anschließend an den Asphalt der Umgebung ein Holzsteg zum Eingang des Hauses, der dazu anregen soll, die Angehörigen den veränderten Weg auch ihres Lebens bewusst zu gehen. Eine auf einer Holzstele angebrachte Spirale stellt ein Symbol für die Unendlichkeit dar. Im Haus selbst befindliche Übergänge von hellem und dunklem Stein sollen an die Übergänge in jeglichem Leben gemahnen. Kleine Tafeln an den Wänden wurden von früheren Gästen gestaltet.

Beim ersten Kontakt der Angehörigen zu den Mitarbeitern des Instituts wird der Gast in den so genannten Gesprächsraum geleitet. Sowohl die Decken- als auch die Bodengestaltung erinnern an einen Kreis. In diesen Kreis treten sowohl die Angehörigen als auch der Bestatter, um die Gemeinsamkeit der Planung der Trauerfeier erlebbar zu machen. Hier werden die Wünsche der Angehörigen für die Trauerfeier kundgetan und erörtert. Auch können hier die Angehörigen ihre Wünsche zum Ausdruck bringen, wir lange sie z.B. den Verstorbenen zu Hause behalten wollen.

Auf Wunsch der Angehörigen kann dieses Gespräch auch im Hause des Verstorbenen stattfinden. Bei allen üblichen Formen der Bestattung werden die Angehörigen hier unterstützt.

In einem weiteren Raum wird der Verstorbene später gewaschen und angekleidet. Die Angehörigen können bei jedem Schritt der Vorbereitung für die Trauerfeier mit dabei sein. Auch die Waschung und das Einkleiden des Verstorbenen können zu Hause stattfinden.

Schließlich gibt es noch 2 Aufbahrungsräume, in denen die Angehörigen Abschied nehmen können. Im Institut gibt es auch die Möglichkeit für Angehörige während der Aufbahrungszeit hier zu übernachten.

Der größte Raum des Instituts ist der Raum für die Trauerfeier. Auf Wunsch der Angehörigen kann diese Trauerfeier aber auch zu Hause stattfinden.

Im Anschluss an diese Führung ergaben sich lebhafte Redebeiträge der Besucher, vor allem derjenigen, die schon Erfahrungen mit anderen Bestattern gemacht hatten. Herr Dickel hatte ursprünglich für die Führung eine ¾ - 1 Stunde anberaumt, schließlich kamen wegen der regen Diskussionen 1 ½ Stunden zusammen.

Vor Ende der Führung kam die Rede auch darauf, dass „Horizonte“ auch bei formalen Notwendigkeiten hilfreich zur Seite steht, so z.B. bei der Beantragung von Rente etc. Wichtig ist sicher auch der Hinweis, dass jeder die Art seiner Bestattung in einer Vorsorgevollmacht festlegen kann und letztendlich auch das Bestattungsinstitut seiner Wahl dort festlegen kann, eventuell schon mit einer vorherigen Überweisung der Bestattungskosten auf ein Treuhandkonto.

Unser Dank gilt Waldy für die Idee dieser Führung und Herrn Dickel für seinen ausfühlichen Vortrag.

Fotos: Waldi66/Waldy

Bericht: Ibobibo/Ingeborg

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