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Besuch bei einer Feierabend-Kollegin

Der Besuch bei einer Feierabendkollegin in Spanien im Januar


Wenn man am Wintersport nicht mehr interessiert ist und ohnehin keine Meisterin im Skifahren war, da erschien es mir angebracht, sich die wärmende Sonne des Südens zu Nutzen zu machen. Glücklicherweise habe ich die Gelegenheit an meinen warmen Urlaubsort an die Costa Dorada auszuweichen.

Dort finde ich bereits im Januar eine Temperatur, die der unseren im Mai entspricht. Herrlich das Frühstück mit einer Tasse Milchkaffee, und in der Hand ein Croissant oder eine Ensaimada, eine mallorquinische Spezialität aus Hefeteig, dick bestreut mit Puderzucker, dazu der Blick auf das Meer.

Wenn das Meer zum schwimmen noch zu kalt ist, plane ich ab und zu kleine Ausflüge in die Umgebung, entweder die Richtung Tarragona oder entgegengesetzt Richtung Valencia. Der kleine Bahnhof am Ort ermöglicht es mir.

Ich habe für meinen Besuch nur zwei Stationen zu fahren, Richtung Tarragona. Es gibt nur zwei Gleise. Die werden oftmals von Einheimischen per Fuß überquert, da überkommt mich immer ein Schauer, wenn ich es beobachte. Oftmals erschrecke ich schon gewaltig, wenn ein Schnellzug vorbeifährt, der nicht hält, jedoch von tosendem Lärm begleitet ist. Ich muß mich relativ früh um den Fahrschein kümmern, denn aus Erfahrung weiß ich, daß die an der Theke und an den kleinen Tischen versammelten Kunden den Vorrang genießen, weil sie auf ihre Bewirtung warten. Zwei Drittel des Raums wird als Cafeteria benutzt, ein winziger Schalter dient den Reisenden. Aber ich habe ja Zeit, nur nicht „ huddeln“, ist die Devise.

Gerademal mit einer leichten Kostümjacke begleitet, trete ich meinen Besuch bei einer Feierabendfreundin an, die ich über die Regionalseite „Spanien“ kennen gelernt habe.
Zuerst habe ich sie angeschrieben und war sehr erfreut, daß ich noch am selben Tag eine Rückantwort bekam. Wir stellten während unserer Korrespondenz fest, daß wir viele Gemeinsamkeiten haben. Sie ist jünger als ich und ich musste ihre Leistungsfähigkeit bewundern, schon als sie mich am Bahnhof abholte. Sie steuerte ihren langen Mercedes so behändig, wie ich nicht einmal meinen Smart um die Ecke bringe. Nach 15 Minuten Fahrt, wie man es dort nennt „in die Berge“, erreichten wir die Zufahrt zu ihrem Heim, einem Landhaus, das mit soviel Liebe erweitert und verschönert wurde, daß ich aus dem staunen nicht mehr herauskam.
An der Zufahrt zum Haus konnte ich zunächst nicht erkennen, was sich da meinem Auge bieten wird, denn ein holpriger Weg mit Schlaglöchern ließ es nicht vermuten.

Beim Aussteigen wurde ich zunächst von den drei Wächtern des Hauses begrüßt, namens Branco, Tschicki und Pina, wobei mir der schwarze Branco gleich ein wenig Furcht einflößte, allein schon von seiner Größe. Wie sich später herausstellte, war die unbegründet, denn die drei haben sofort gespürt, daß ich eine große Tierliebhaberin bin. Alle drei waren Tiere, die zuvor als Vagabunden lebten, hätten sie nicht von Sigrid und Rudi ein Heim geboten bekommen. Nachts, werden sie – so erzählte mir ihre „Hundemutter“ sogar mit ihrer jeweiligen Decke zugedeckt, falls die nachts verrutscht. Darauf bestehen sie. Der Beagle, die freche Pina, wurde eines Tages, halbverhungert, von dem großen schwarzen Branco angeschleppt, wohl wissend, daß auch ihr Fürsorge zu Teil werden wird.

Im Laufe des Tages boten mir die drei Hunde bei ihrem Spiel noch Gelegenheit Fotoschnappschüsse zu machen, selbst die älteste, Tschicki, beteiligte sich dabei, außer beim spazieren gehen, da blieb sie lieber gemütlich zu Hause.

Was mir am meisten gefiel war, wie schön das Ehepaar die Anlage um ihr Haus gestaltet hatten. Dabei wurde nichts Künstliches geschaffen, sondern so wie die Natur in dieser Gegend Pflanzen und Gewächs hervorbringt, hatten sie dieses Bild in die Nähe ihres Hauses gerückt.


Überrascht war ich, als ich sah, wie sie auch noch eine zweite Küche im Freien errichtet hatten, in der kein Komfort fehlte, es waren sogar Kühlschrank und Geschirrspülmaschine vorhanden.
Das Glanzstück des Hausherrn bestand jedoch aus dem Backofen, denn seine Aufgabe war es,
deutsches Brot zu backen, Mangelware in diesem Teil von Spanien. Es fehlte also an nichts.
Der Außengrill sorgte dafür, daß köstliche Schweinesteaks gebraten werden konnten, der Duft verbreitete sich in alle Richtungen. Es wohnten zwar Nachbarn in der Nähe, gesehen habe ich sie jedoch nicht, nur ihren üppigen Zitronenbaum.

Wie am folgenden Foto zu erkennen ist, wurde mit viel Eigenleistung und Begabung die Außenanlage geschaffen und der hölzerne Tisch mit der Bank, weist darauf hin, daß Familie und Gäste sich zum speisen gleich neben der Freiluftküche niederlassen können.

Noch war es jedoch zu kalt um draußen zu sitzen, denn im Haus wärmte uns der gemütliche Kamin des Ehepaars.

Während Sigrid in ihrer gut eingerichteten Küche das Mittagessen vorbereitete, grillte ihr Mann draußen das Fleisch und wir genossen ein leckeres Mahl mit einem Glas guten spanischen Weins.

Vom Esstisch aus blickte ich in den Wintergarten, der ebenfalls mit viel Liebe ausgestattet war, an Räumlichkeiten fehlte es nicht.

Vor dem Spaziergang in die Umgebung ließ ich mich noch am Mimosenbaum fotografieren, der in voller Blüte stand.

Dann bot sich meinem Auge ein Bild, das festgehalten werden musste, Mandelbäume soweit das Auge reichte. Ich nahm ein Foto von Sigrid auf.

Während des Spaziergangs pflückte ich noch Sträußchen von Rosmarin und Thymian, die uns in Hülle und Fülle umgaben. Welcher Duft später im Koffer!

Gelegentlich sahen wir auf unserem Spaziergang versteckt ein Haus, so wie hier auf dem
Foto.

Langsam wurde es wieder Zeit an die Heimfahrt zu denken und vor der Türe stand der Mercedes bereit, er braucht auf Grund der Witterung keine Garage.

Ihm gegenüber steht noch ein anderes Fahrzeug auf dem Terrain,. der Bulldog von Rudi mit dessen Einsatz er viel gearbeitet hatte.

Bevor ich mich von meinen Freunden verabschiedete, nahm ich noch einen Fotoeindruck von
der unberührten Natur ihrer Umgebung auf.

Der Shootingstar „ Pina „ wollte mit aufs Bild.

Zu meiner Fotoserie gehört noch eine Detailaufnahme, die mir besonders gefällt und deren Komposition ich nachahmungswert finde.. Ich freute mich ein paar Ableger der Bepflanzung davon mitzunehmen.

Damit schließe ich meine kurze Beschreibung eines wunderschönen Ausflugs und einer neuen sympathischen Begegnung ab, und hoffe, daß wir drei uns beim nächsten Mal wieder gesund und munter treffen können. An dieser Stelle schicke ich meine Grüsse an Sigrid und Rudi, die ich - dank Feierabend – zu meinen Freunden zählen darf und auch an die lieben Hunde.
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Autor: Vamp

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