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Es ist schon Luxus, wenn man so wie wir, nur eine halbe Stunde von der Bergwelt entfernt wohnt; dort wo andere Urlaub machen! Und diesen Luxus nahmen 12 Freiburger FA’ler gerne in Anspruch, als unsere Trudel einlud, 2 Tage oben auf dem Schauinsland (1.120 m hoch ist der Gipfel) zu verbringen. Sie hatte eine Nacht für uns im Unihaus, dem früheren Fachschaftshaus gebucht. In dem ganzen Gebiet um den Schauinsland herum ist Trudel zu Hause und dass sie sich dort auch genauso fühlt, kommt rüber!

Beim Unihaus angekommen, stiefelten wir gleich los – zum Wetter bleibt nur zu vermerken: es gibt kein besseres Wanderwetter! Wir konnten auf den Hügeln viele „Windbuchen“ sehen, die sich dem Westwind aus der Rheinebene in ihrem Wachstum gebeugt haben.

Von jedem Bauern weiß Trudel den Namen und so liefen wir durch die herbstliche Natur vorbei am Haus des „Schindleburs“ nach oben, vorbei am „Ebnebur“ und dem sanften Hügel „Hildastuhl“, wo sie mit ihren Kindern früher Schlitten gefahren ist; heute wird hier Skilaufen mit einem Drachen geübt.

Unihaus
- Brigitte gibt "freien Weg" -

Wir kamen am imposanten Komplex „Haldenhotel“, vorbei. Früher gab es nur den alten Trakt, der Gottlob noch erhalten ist. In diesem Trakt hatte unsere Trudel gewirkt: sie war die frühere Haldenwirtin gewesen! Das frische Quellwasser sprudelt an der Haldenkapelle direkt aus dem Berg in einen Brunnen.

In der gegenüberliegenden Kapelle wurde sie getraut und ihre Kinder getauft. Wir rasteten kurz auf einer Papstbank (sie wurden an vielen Stellen nach seinem Besuch in Freiburg aufgestellt) und liefen über die Straße zum Panoramaweg.

Leider kam es zu einem kleinen Zwischenfall – Christel rutschte ab und zog sich eine ziemlich heftige Schürfwunde zu. Gleich waren Helferinnen zur Stelle: sie würde es genießen, so verwöhnt zu werden, sagte sie, tapfer war sie!

Bei dem vielen Erzählen merkten wir plötzlich, dass eine weitere vertraute Stimme zu hören war: Gisela/Goosi überraschte uns, sie war hier oben unterwegs und hatte uns gefunden. Sie lief natürlich weiter mit uns!

Unihaus
- Blick auf den Feldberg -

Trudel wies uns unterwegs nicht nur auf die Ausblicke hinüber zu den Vogesen, auf den Kaiserstuhl und die Ortschaften unten im Rheintal hin, sondern auch auf viele Dinge, die uns so im Detail nicht bekannt waren.

Zum Beispiel auf die „Stohrenschule“, die höchst gelegene und kleinste Schule Deutschlands! 2010 wurde im Fernsehen über diese Schule berichtet und so war sie beschrieben (aus dem Internet):
Hoch oben auf dem Stohren, auf 1000 Metern im Südschwarzwald, vollzieht sich der Wechsel der Jahreszeiten in atemberaubender Schönheit. Der Winter ist lang und hart, Frühling und Herbst sind voller Farben, der Sommer verglüht schnell. Hier oben gibt es noch eine der letzten Zwergschulen in Baden-Württemberg: vier Schulklassen in einem einzigen Raum, eine ganze Grundschule also.

Rektor Benno Kroschel unterrichtet die Kinder selbst, zusammen mit seiner einzigen Lehrkraft, seiner Frau Renate. Ein ganzes Schuljahr lang begleitet die Dokumentation die Kinder von der Stohrenschule: bei der Weihnachtsfeier, beim Musizieren und Theaterspielen, bei einem Waldgang mit dem Förster, im Schulgarten bei der Ernte, aber auch in der Freizeit, zuhause auf den Höfen, im Stall und auf dem Heuboden. Die Dokumentation erzählt Geschichten vom "Ernst des Lebens", der immer beschworen wird, wenn es um Kinder und Schule geht, aber auch Geschichten von einer unbeschwerten Leichtigkeit und einem Glück, das nur der Kindheit zukommt.

Heute werden hier 10 Kinder unterrichtet, 3 aus Hofsgrund und 7 aus Stohren.

Unihaus
- Dort unten in der Mitte des Bildes, das graue Dach, das ist die Stohrenschule -

Beim „Zähringer Hof“ ging es wieder nach oben. Unterhalb liegt der schöne Hof des „Baschiburs“.

Die Zeit der roten Ebereschen-Beeren ist schon fast vorüber und zum Teil färbt sich das Gras braun. Dennoch gibt es noch einige Blumen zu sehen und ein Schmuck ist die der Jahreszeit angepasste Farbe der Silberdisteln.

Unihaus
- Für die Insider: dies sind keine Parasol-Pilze! -

Unterwegs entdeckten Angelika und Siggi Parasol-Pilze, die mussten natürlich mit. Im Gasthaus „Giesshübel“ waren Tische für uns reserviert – wir konnten draußen sitzen! Gleich wurden Tische zusammen geschoben, sehr freundlich und gut wurden wir bedient – und das Netteste war: der Wirt briet uns die Pilze! Sie waren unglaublich lecker!

Nun war es nicht mehr weit zum Unihaus, in dem wir uns einrichten konnten. Unsere Gisela verabschiedete sich hier von uns, schön, dass sie uns ein Stück begleitet hatte!

Es gab Kaffee vom Wirt und Kuchen (gebacken von Trudels Schwiegertochter und mir), mit einer Tischdecke und Blümchen sah die Kaffeetafel einladend aus.

Damit die Kalorien nicht gleich zu „Hüftgold“ wurden, führte uns Trudel noch zum ehemaligen „Burggrafenhotel“. Dort war leider das Geld ausgegangen, heruntergekommen lag das an sich schöne große Haus da.

Wir staunten nicht schlecht, als wie aus dem Nichts plötzlich eine Wahrsagerin auftauchte: Madame Chouchou wollte für uns aus den Karten lesen, schon vor dem Abendessen ging das los – und wie sehr alles nachvollziehbar war, was sie sagte – unglaublich! Schon bald war klar, dass es unser Mitglied Schneeeule war, die als eigentliche Schauspielerin auch diesen Bereich würdevoll ausfüllte! Hokus-Pokus-Fidibus-3x“schwarzes-Kartes“, (Mme Chouchou hatte natürlich einen französischen Akzent!) jeder kam dran, musste aber zuvor einen Obolus festlegen und stellte dann Erstaunliches für sich fest. Christel und ich waren verblüfft, wie sehr alles für uns stimmte!

Unihaus
- Madame Chouchou -

Dann war Abendessen angesagt, danach ging es weiter mit dem Wahrsagen!

So denkt z.B. Peter zu viel an Frauen und wird 120 Jahre alt, Angelika schimpft immer mit sich selbst und singt, Anne ist mutig und eine starke Bestimmerin, Hans Peter ist ein weiser und zufriedener Mensch, eine Herrscherin kommt noch, Cuba muss den übernächsten Bericht schreiben, hat ein gutes Schicksal, zu Rotraud kommt noch ein Magier, für Marita wird alles gut, für Brigitte alles neu, sie soll ein Buch schreiben! Trudel ist kreativ, sie soll sich in Mäßigkeit üben - nicht so viele Männer! Siggi ist sehr gerecht, muss aber aufpassen.

Diese Überraschung war Euch gelungen – danke liebe Schneeeule und Trudel!

Die Instrumente fürs Hauskonzert wurden hervorgeholt, Anne, Angelika und Siggi spielten auf der Mundharmonika und ich auf der Gitarre – wir wurden begleitet von allen Sangesfreudigen um uns herum (unser erster „öffentlicher Auftritt“ – wir üben, wenn möglich jede Woche miteinander). Es hat allen großen Spaß gemacht. Nach und nach zogen wir uns später zurück, ein wunderbarer Tag ging zu Ende.

Wieder schien die Sonne am nächsten Morgen! Der liebe Hund Klara hatte bei mir im Bus übernachtet – Hunde sind im Haus nicht erlaubt. Wir beide liefen noch vor Sonnenaufgang nach oben und kamen an, als gerade die Morgenröte den Horizont färbte.

Und gerade als ich sehr bedauerte, keinen Fotoapparat mitgenommen zu haben, bellte Klara einen Mann an, der auf der Straße kniete und diesen Moment fotografierte.

Ich bat ihn um Zusendung eines dieser Fotos und Bernhard Specht, so der Name dieses freundichen früheren Presse- und heutigen Hobbyfotografen hat es mir zugesandt, damit Ihr auch einen Eindruck von der Stimmung dieses Morgens habt:

Unihaus
- Bernhard Specht hat mir freundlicherweise dieses wunderschöne Foto für meinen Bericht zugesandt - herzlichen Dank dafür! -

Wir unterhielten uns noch eine kleine Weile - vielleicht besucht er uns ja mal bei Feierabend!

Zu dieser frühen Stunde konnte ich die Alpen ausmachen; sie waren später im Dunst leider nicht mehr zu sehen.

Nach dem Frühstück packten wir alles zusammen und fuhren nach oben zur Bergstation. Von hier aus liefen wir zum Engländerdenkmal.

Aus Wikipedia:

„Am 17. April 1936 wanderte eine Gruppe englischer Schüler mit ihrem Lehrer Kenneth Keast auf den Schauinsland. Kurz unterhalb des Gipfels gerieten sie in einen Schneesturm, wodurch sie die Orientierung verloren. Erst nach mehreren Stunden erreichte ein Teil der Gruppe dann Hofsgrund, von wo aus eine Suchaktion gestartet wurde. Fünf Schüler aber waren bereits erfroren. Zu deren Gedenken wurde 1938 nach Plänen des Architekten Hermann Alker aus Karlsruhe das Engländerdenkmal errichtet. Maßgeblich beteiligt an dieser Initiative war die Hitler-Jugend, die das Denkmal für Propagandazwecke einsetzte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Inschrift Die Jugend Adolf Hitlers durch Die Jugend Deutschlands ersetzt sowie Reichsadler und Hakenkreuz von der Stirnseite entfernt.“

Ein Stück weiter entfernt ist ein weiteres Kreuz für einen Jungen zu finden, der später hier erfroren gefunden wurde.

Wir hatten wunderbare Aussichten auf das Wilhelmer Tal, den Feldberg, Belchen und Blauen. Leider nicht weiter, es war zu dunstig.

Unihaus
- Vom Schauinsland zum Feldberg mit Dobelsee -

Nach einem Waldstück kamen wir zu einer Buche, in deren Baumhöhle war ein Spatenstil zu sehen war. Trudel erzählte, dass dieser Bereich das Jagdrevier ihres Mannes gewesen war. Unter dieser Buche war eines Morgens der Boden aufgewühlt gewesen: Wildschweine! Schnell wurden sie hier ein wenig angefüttert – es gab gut zu essen in der Halde!

unihaus
- "Halde" steht noch auf dem Spatenstil! -

Vorbei an der Wetterstation gekommen (hier hatte Trudel vor kurzem eine Führung organisiert), ruhten wir uns ein wenig auf einem Baumstamm aus, um den Anstieg zum Turm zu bewältigen! War aber überhaupt kein Problem. Wir liefen vorbei an den geschnitzten Baumkunstwerken von Thomas Rees, so zum Beispiel dem Himmelsgucker und dem drehbaren Sitz., der gleich ausprobiert werden musste, ist ja klar!

Den Turm bezwangen auch fast alle, oben gab es einen Sekt mit O-Saft! Wenn das mal kein Service ist! Viele äußerten das auch in einer kleinen Rede, was uns natürlich besonders freute.

Zum Turm (aus Wikipdia)

„Der nach dem ehemaligen Freiburger Oberbürgermeister Eugen Keidel benannte und 1981 errichtete Aussichtsturm auf dem Schauinslandgipfel ist Ausgangspunkt für viele Wanderziele der Bergregion. Von seiner Aussichtsplattform in etwa 20 m Höhe ist bei klarer Sicht auch der Mont Blanc sichtbar, was vom Fuß des Turmes aus wegen des vorgelagerten Haldenköpfles nicht möglich ist“.

Zum Abschied kehrten wir in der Bergstation ein – auch hier wieder hatte „Trudel, die ehemalige Haldenwirtin“, ihre Drähte gespannt – wir bekamen einen Fensterplatz und wurden sehr gut und bevorzugt bedient.

Beim Verlassen des Gasthauses Bergstation sahen wir zufällig unsere Christel, noch eine Überraschung – FA ist einfach überall und gut vertreten!

Der Abschied – wie immer – sehr herzlich, viel zu kurz waren diese beiden schönen Tage! Es war eine fröhliche, harmonische Zeit, angefüllt mit schönen Gesprächen, mit guter Stimmung, Musik und guter Laune.

Danke für Deine perfekte Organisation, liebe Trudel – ich habe Dir gerne dabei geholfen, hat großen Spaß gemacht!

Und - danke an alle und – gerne wieder im nächsten Jahr!


Viele Fotos, ich weiß, aber ich habe noch viel, viel mehr, lass' es aber jetzt!



Fotos:
Bernhard Specht
Trudel
Peter/ReRe
Christel
Margit

Autor: Anmargi

Margit Anhut

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