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„Es gibt drei Arten von Wetter: Das Wetter, das man sich wünscht, das Wetter, das man hat und das Wetter, das der Wetterbericht vorhersagt.“ Wir hatten das Wetter das man sich wünscht, Sonne, wolkenlosen Himmel. 22°C im Schatten. Nur Petrus schien noch nicht so ganz zufrieden zu sein. Er öffnete nochmal seinen Malkasten, rührte etwas Deckweiß an und tupfte mit einem kleinen Pinsel einige zarte, federleichte, schneeweiße Wölkchen an den Himmel.

Holzer Kreuz
- Ankunft beim Parkplatz -

Theodor Heuss philosophierte:“ Der Sinn des Reisens ist an einem Ziel anzukommen, der Sinn des Wanderns ist unterwegs zu sein.“ Also sind wir wieder unterwegs.

Holzer Kreuz
- Holzer Kreuz von Oben -

Der mäßig steigende Weg lässt zunächst weite Blicke zu, bis hinüber in den Sundgau reichen sie. Die Rheinebene versteckt sich im Schönwetterdunst. Wald nahm uns an. Die Gruppe, es mögen etwa siebzehn Leute gewesen sein, ich zählte sie nicht, zog sich weit auseinander, folgte aber der Führergruppe, der sich auch Lea und Gina, zwei Hundedamen anschlossen, die sich nach dem Beschnuppern gewisser Körperteile danach völlig gleichgültig waren.

Im Süden des Hochschwarzwaldes gibt es glücklicherweise wenige Monokulturen. Es herrscht eher ein Mischwald vor, der sich harmonisch aus Laubwald und Nadelwald zusammensetzt. Nach einiger Zeit erreichten wir aber doch einen reinen Buchenwald, die metallisch grau glänzenden Stämme stemmten sich vehement gegen den steilen Hang der sie barg.

Mit dem Höhersteigen, etwa auf den 900 m N.N. Horizont, gerieten wir in die subalpine Zone. Üppige Wiesen machten kargen Matten Platz, Steinhalden mischten sich ein in denen herabgestürzte tote Bäume, ohne jedes Leben, in der Sonne silbrig glänzten.

Kurz vor Herrenschwand stieg der Weg merklich an, wir erreichten den Scheitelpunkt unserer Wanderung.

Holzer Kreuz
- Blick auf Herrenschwand -

Herrenschwand, ein kleines Dorf mit tiefgeduckten Häusern die sich in den Schmiegen der buckligen Landschaft versteckten. Wir ließen das Dorf links liegen und sammelten uns an dem geodätischen Punkt: 1025 m N.N. zur wohlverdienten Rast.

Anke erklärte uns, dass nun nur noch ein Aufstieg auf 1040 m N.N. vor uns läge, danach ginge es nur noch bergab.

An der Wegteilung mussten wir uns entscheiden: Kurz und schnell über die „Direttisima“ zum Holzer Kreuz, oder über den ausholenden Panoramaweg Nr. 1 mit Aussicht auf visuellen Genuss, zum Holzer Kreuz.

Wir entschieden uns für das Panorama. Zunächst wurden wir aber enttäuscht, denn der Panoramaweg erwies sich als ein Weg der sich endlos Zeit ließ bis er ins Tal fiel.

Aber dann nach einer Kurve bot sich jenes Panorama, das der Weg versprochen hatte. Weite Blicke in die Rheinebene, etwas gedämpft durch den verwischten Himmel darüber. Nochmal ein Blick in den Sundgau, tief gestaffelte Horizonte.

Im Nahbereich, direkt unter uns das Städtchen Schönau.

im Hintergrund baute sich die Südflanke des Belchens auf, seine baumlose Kappe in den Himmel streckend.
Der Rest ist schnell erzählt. Wir trabten auf dem 850 m Horizont in Richtung Holzer Kreuz

es tauchte rechts unterhalb des Weges auf, freistehendes nacktes Holz ohne eine Figur des Gekreuzigten. Gleichwohl unübersehbar. Nun besuchten wir das einzige Gasthaus dieses Weilers, oder war es schon ein Dörfchen?

Im Innern der Stube konnte Peter, als der größte Teilnehmer der Gruppe, gerade noch stehen, so tief senkte sich die Decke der Bauernstube über uns herab.

Nun konnte nach der körperlichen Anstrengung ausgiebig gevespert werden, zumal die Wirtin alles aufbot was man im Schwarzwald zum „Vieri“ in der Regel serviert bekommt. Und überraschenderweise zu moderaten Preisen. Aber nicht genug: Nachdem die „fleischlichen Bedürfnisse“ befriedigt waren, orderte man noch Kaffee und Heidelbeerkuchen. Um sich dann seufzend zurückzulehnen, mit der Erkenntnis: “ Man gönnt sich ja sonst nichts!“
Später, draußen vor dem Gasthaus unter einem Spätnachmittäglichen verblassenden Himmel, versprachen wir uns, gerne mal wieder an einer solch gelungenen Tour teilzunehmen.
Wäre ich von der Gruppe Basel, würde ich mich so verabschieden: „Anke, es isch e glatti Sach gsi!“

Holzer Kreuz
- Pitt, der Berichtschreiber -

Fotos: Anke/Oleander

Autor: Pitt70

Helmut Buechler

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