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Vogesenwanderung zu "Les Trois Chateaux de Haut-Eguisheim"

In Riegel treffen 12 Feierabend-Wanderer und Lea, die Hündin, pünktlich um 10 Uhr ein, denn Reviera hat gerufen zur zweiten Vogesenwanderung.

Oleander/Anke - Cuba/Helga - Shanai/Käthe - Papageno/Dieter - Reviera/Renate - Helga2
Rere/Peter - Schlamgurki/Franz - Tanteklara/Rotraud - Chici/Marita - Ibifix/Felix – Trudel/Gertrud
Hündin Lea

Fröhlich und laut begrüßen sich die Feierabend-Wanderer in der Vorfreude auf die Elsasstour.
Die Autofahrer: Reviera – Oleander – Schlamgurki und Papageno werden von Reviera über die Fahrstrecke informiert.
Sie hängen über der Kühlerhaube von Revieras schickem Wagen und studieren den Strassenplan.
Über Breisach hängt eine dicke, schwarze Wolke, die sich über uns ergießt als wir die Rheinbrücke nach Frankreich überqueren.
Kaum haben wir das Elsass erreicht, scheint in Vogelsheim schon wieder die Sonne.
Wenn Feierabend /Wanderer reisen……!!

Bei starkem Verkehr verlieren wir die vorderen Fahrer.
Papageno dreht zwei Runden in einem „Rundummeli“ und verlässt sich ab sofort auf sein Navigationsgerät in der Hoffnung, dass es uns sicher nach Eguisheim leitet.
In Eguisheim angekommen finden wir rasch den Weg zu den Vermissten, die kurz vorher angereist sind.
Zur Begrüßung verteilt Reviera leckeren Nusszopf und Sekt für alle.

Von hier aus startet Reviera die Wanderung auf die „Trois Châteaux d'Eguisheim“
(3 Burgen von Haut-Eguisheim), die man auch die „Drei Egsen“ (von Eguisheim) nennt.
Jede dieser drei Burgen hat einen eigenen Namen: Weckmund - Wahlenburg – Dagsberg
Reviera bittet uns gut aufzupassen, als sie die Namen der Burgen erwähnt.
Im Laufe der Wanderung wird sie uns danach abfragen.
Diesen ganz speziellen Trick von Reviera kennen wir schon.

Elsass
Shanai fummelt mit ihren Stöcken rum und alle folgen

Durch einen kühlen, steinigen Wald wandern wir munter bergauf bis zu einem größeren Platz im Wald.
Hier packen wir leicht erschöpft und verschwitzt unsere Getränke aus, um den Durst zu löschen.
Reviera zaubert für jeden ein Stück Traubenzucker aus ihrem Rucksack heraus.
Einige nesteln etwas ungeschickt an der Verpackung des Traubenzuckers herum bis Ibifix murmelnd klar macht:
„Ihr braucht doch nur den Nippel durch die Lasche ziehen!“ Gelächter im Wald.

Weiter geht’s bergauf, begleitet von wunderbarem Vogelgezwitscher bis zum „Damensessel“.
Die Aussicht von hier oben ist fabelhaft.
Die weite Ebene liegt zu unseren Füssen.
Während wir uns auf verschiedenen Felsen niederlassen um das Vesper auszupacken, genießen wir die Stimmung in der Sonne und erholen uns bei belegten Broten, Obst, Schokolade und Getränken.


„Wie heißen die drei Burgen? welche liegt links, welche rechts und welche mittendrin?
möchte Reviera jetzt schon von uns wissen.
Etwas zögernd und stotternd antworten wir ihr.
Ganz zufrieden ist sie mit unseren Antworten noch nicht.

Bald erreichen wir die drei Burgen von Eguisheim.
Sie sind erbaut aus massivem, rosafarbenem Buntsandstein und stehen 60m voneinander entfernt.
Die Ruinen gehören zu einer einzigen ausgedehnten Burganlage der Grafen von Eguisheim-Dagsburg.
Die Burganlage wurde zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert erbaut.
Wir laufen von einer Burgruine zur anderen und fühlen uns ins Mittelalter zurück versetzt.
Zum Glück gibt es hier oben keine Kirche, in die sich Rere hätte verkriechen können.
Wir verlieren ihn nicht auf der Burg.

Immer dem gelben Punkt folgend geht es jetzt bergab.
Die Kniekranken stützen sich beim Runterlaufen auf ihre Wanderstöcke.
Papageno murmelt vor sich hin: das ist der „so genannte Rentner, oder auch Trainingspfad“!
Wir erreichen Husseren nach einer Weile und stehen vor einem hübschen Brunnen, in dem sich Oleanders Lea tummeln darf.
Früher brachten die Bauern das Vieh zum Tränken an den Brunnen.
Das kleine Dorf Husseren les Châteaux, liegt auf dem höchsten Punkt der Elsässischen Weinstrasse.

Auf dem Weg von Husseren durch die Weinberge nach Eguisheim genießen wir noch einmal den herrlichen Blick auf die drei Exen.
„Wie heißen die 3 Burgruinen? welche steht links, welche in der Mitte, welche rechts?“
Reviera erhält im Nu die richtigen Antworten und verteilt die Note EINS.
In Eguisheim angekommen entdecken wir plötzlich das Auto von Zahnrad mit Storchi, Storchenmann und Oli als Passagiere.

Voller Freude begrüßen wir die Vier aus Freiburg und lassen uns von Reviera durch Eguisheim führen.
Eguisheim liegt an der Elsässischen Weinstraße.
Beim gemütlichen Bummel durch die Straßen entdecken wir zahlreiche Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert, von denen einige den Blick auf wunderschöne Innenhöfe freigeben.
Auf dem größten Platz befindet sich eine Statue von Leo IX., die daran erinnert, dass der elsässische Papst aus diesem Ort stammt.
Am Marktplatz liegt die Kirche von Papst Leo IX, die man ihm zu Ehren gebaut hat.
Mit seinen Kopfsteinpflasterstraßen und seinen alten blumenberankten Häusern ist Eguisheim eines der entzückendsten Dörfer im Elsass.
Seit 1969 ist Hinterzarten im Schwarzwald Partnergemeinde von Eguisheim.
Die Vier Zugereisten entscheiden spontan mit auf die Ferme zu fahren, um das Abendessen mit uns gemeinsam einzunehmen.
Darüber freuen wir uns riesig.
Auf dem Parkplatz bittet Reviera ihre Wanderschäfchen zu sich und übergibt jedem einen Zettel auf dem zu lesen steht, welche Ferme-Kammer für jeden vorgesehen ist.
Auf meinem Zettelchen steht: Trudel – Käthe 2. Tür rechts

Vogesen 72

Angekommen im wunderhübschen Eguisheim
Vogesen 73
rere fotografiert einen ganz besonderen Schmetterling

Reviera fährt zügig vorne weg, 4 Autos folgen ihr auf dem Weg zur Ferme.
Nach einer Stunde Fahrzeit befinden wir uns auf einem abenteuerlichen Waldpfad, der uns an die Ferme bringen soll.
Eine Spitzkehre nach der anderen fahren wir lange Zeit holprig bergab bis uns ein Geisterfahrer begegnet.
Diesen bittet Schlamgurki energisch rückwärts zu fahren, damit wir die abenteuerliche Fahrt fortsetzen können.
FÜNF Autos gegen EINS !!
Wir bezweifeln langsam auf dem richtigen Pfad zu sein, denn ein Schlagloch folgt nach dem anderen.
Tatsächlich landen wir ganz plötzlich mit allen Autos vor der Ferme.
Sie wirkt auf uns wie das Hexenhäuschen aus „Hänsel und Gretel“, tief versteckt im dunklen Wald – geschmückt mit vielen Blumen.
Die "Fermes Auberges" in den Vogesen sind rustikale, urgemütliche Landgasthöfe mit eigener landwirtschaftlicher Produktion.
Als wir aus den Autos aussteigen und uns der Ferme nähern, stehen alle staunend vor einer grandiosen Aussicht.
Der Wirt, Herr Schildknecht kommt raus und begrüßt uns freudig.

Elsass
Ankunft auf der Ferme
Elsass
Der Wirt der Ferme bei der Begrüssung

Wir nehmen Platz auf der Terrasse und warten dort, versorgt mit Getränken bis zum Abendessen.
Als das letzte Bett bezogen ist, bringen wir nacheinander das Gepäck auf die Kammern.
Rere und Felix kommen freudestrahlend zurück und verkünden, dass sich 4 Betten auf ihrer Kammer befinden,
Sie haben die Möglichkeit wechselweise neben, unter oder vor dem Fenstern schlafen können.
„Besuch ist auch willkommen“, meint Ibifix.


Zum Abendessen hat Herr Schildknecht Baeckeofen (Baeckaoffa) zubereitet, das Nationalgericht
des Elsass.
Ein köstlicher Duft aus der Küche erreicht unsere Nasen auf der Terrasse.



Das Rezept für Baeckeofen

Als es uns zu kühl wird im Freien, dürfen wir Platz nehmen in der heimeligen Stube.
Wir sind erstaunt wie liebevoll diese Stube hergerichtet ist und freuen uns riesig auf einige gemütliche Stunden bei köstlichem Essen und gutem Wein.
Wir nehmen Platz an hübsch gedeckten Tischen.
Auf jedem Tisch brennen Kerzen und stehen frische Blumen.
Cuba und Schlamgurki fehlen noch in der Runde. Wo sind die beiden?
Als Schlamgurki endlich den Raum betritt, wird er sofort ausgefragt was er mit Cuba angestellt hat.
„Ich habe ihr doch nur die Tür zur Dusche aufgehalten“ entschuldigt er sich erschrocken.
Kurz darauf erscheint munter und frisch geduscht Cuba – das Abendessen kann beginnen.


Herr Schildknecht stellt auf jeden Tisch eine große, feuerfeste Terrine aus der es so fein duftet, dass uns allen das Wasser im Munde zusammen läuft.
Die Vier zugereisten Freiburger sind glücklich, gemütliche Stunden mit uns verbringen zu können.
Wir freuen uns, dass sie da sind.
Als sich am späten Abend Storchi, Storchenmann und Zahnrad und Oli verabschieden um heimzufahren wünschen wir „Gute Reise“ und hoffen, dass sie heil in Freiburg landen.
Müde vom Wandern ziehen wir uns langsam in unsere Kammern zurück, um am nächsten Morgen ausgeschlafen und fit in den Tag starten zu können.

Ab 7 Uhr in der Frühe ist Schlangestehen angesagt vor dem Duschraum und Toilette.
Es ist lustig, den Feierabendwanderern in Nachtgewändern zu begegnen.
So kennt man sich noch nicht.
Alle haben gut geschlafen.
Beim Frühstück setzt sich Herr Schildknecht eine Weile zu uns, damit wir ihn nach der Ferme und seiner Arbeit befragen können.
Sehr interessant erzählt er von seinem und seiner Frau Leben auf der Ferme.
Seit 27 Jahren leben sie in dieser Einsamkeit und sind glücklich dabei.
Nach dem Frühstück wird das Gepäck in die Autos gepackt.
Wir verabschieden uns von unserem freundlichen Gastgeber.

Kurz bevor wir die Hauptrasse in Richtung Gunsbach erreichen schimpft Papageno:
die letzten 200 Meter müsste er wirklich mal die Schlaglöcher zuschütten.
Wir fahren nach Gunsbach.
Hier hat Albert Schweitzer die Dorfschule besucht.
Wenn er nicht in Afrika oder sonst wo unterwegs war, lebte er in Gunsbach.
Auf dem Friedhof findet man das Grab seiner Eltern.
Reviera führt uns auf den Albert Schweitzer-Weg.
Der Albert-Schweitzer-Weg begleitet uns mit 16 Tafeln auf den Spuren Albert Schweitzers durch das Dorf Gunsbach und geht hinauf zum Denkmal auf dem Kanzrain, auf dem zu lesen steht:

«Hier oben möge ich, in Stein gehauen, meine Freunde empfangen; hier mögen sie meiner gedenken und das Rauschen des Flusses hören, das den Flug meiner Gedanken so oft begleitet hat. Hier ist meine «Kulturphilosophie» entstanden, hier verstand ich Jesus in seiner Zeit.
Hier fühlte ich mich ganz zu Hause.»

Wir sind fast am Ende unseres Ausflugs. Es fehlt noch das Abschlußessen.
Reviera erzählt uns, wie der Flammenkuchen entstanden ist. Wir beschließen nach Türckheim zu fahren, um dort Flammenkuchen zu essen.
Reviera zeigt uns das bezaubernde Städtchen.
Wir genießen, in der Sonne sitzend bei wohlschmeckendem Flammenkuchen den Abschluss unserer zwei Tage im Elsass.
Helga2 verschwindet kurz, um sich ein T-Shirt zu kaufen, denn ein Vogel hat ihr voll auf die rechte Schulter gesch….!
So ein Abschied bringt uns allen Glück, liebe Helga.

Liebe Reviera!
Wir danken Dir für zwei unvergessliche, interessante und vor allem harmonische Tage im Elsass.


Weitere Bilder findet Ihr in meiner FA-Galerie

Autor: trudel

Gertrud Wissler

Liebe Storchi (Anneli),
♥ - lichen Dank für das zeitaufwändige Einstellen
meines Berichtes!

Ein dickes Rundummeli für Dich!

Hier findest Du Shanais Bericht über die Wanderung

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