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Burkheim

Lisa und Dirk führen Touren für den Schwarzwaldverein und haben einen neuen Rundweg erkundet, den sie für das Wanderprogramm 2010 vorsehen wollen.

Wir laufen hinunter und betreten die Altstadt durch das barocke Stadttor, das im 18. Jh. erneuert wurde.

Über altes Steinkopfpflaster gehen wir die Hauptstrasse entlang, links und rechts die blumengeschmückten alten Häuser.

An der Schlossruine vorbei gehen wir in die Unterstadt, dann vorbei an dem bekannten Burkheimer Kräuterhof. Hier finden wir den Wegweiser nach Breisach und laufen auf dem asphaltierten Radwanderweg Rheintal unter Wallnussbäumen nach Süden, bis uns das Wanderschild „gelbe Raute“ den Weg nach rechts in den Wald weist. Bald erreichen wir den breiten Forstweg, der hier „Hartwaldweg“ heißt, und der sich später ein wenig versetzt fortsetzt mit dem Namen „Streitkopfweg“.

Auf der linken Seite, versteckt im Wald finden wir einen idyllischen Weiher.

Dann überqueren wir auf einer Brücke die Waldschlut.

Kurz hinter der Waldschlut weist das Wanderschild nach rechts. Wir aber gehen den Weg weiter geradeaus bis wir auf einen Querweg stoßen, der parallel zum Rhein verläuft. Wir wenden uns auf diesem Weg nach Norden

bis wir nach etwa 1,2 km rechts auf einen schmalen Pfad stoßen, der uns über eine Brücke direkt an den Rhein führt. Wir ersteigen den Deich. Auf dem Deich wandern wir weiter gen Norden,

rechts verläuft der Rhein und links hinter einer Birkenreihe der Altarm, der im Niveau deutlich tiefer als der Rhein liegt. Einige Frachtkähne kommen uns entgegen.

Schließlich erreichen wir das Sand- und Kieswerk

und finden kurz danach ein Brückchen, das uns über den Altarm an den Burkheimer Badesee führt.

Wir laufen am Ufer des Badesees entlang, überqueren eine Brücke und stoßen kurz danach auf der linken Seite auf einen schmalen Pfad, der ins in das Naturschutzgebiet Rappennestgießen führt. Auf einem schmalen Pfad durchwandern wir dieses kleine Gebiet, fasziniert von der Urtümlichkeit dieser Landschaft, den vielen Weihern und der beginnenden herbstlichen Laubverfärbung.

Nachdem wir das Naturschutzgebiet durchwandert haben, halten wir uns an die Wegrichtung „Sponeck“ und kommen an das Klärwerk. Hier sammelt einer Altmaterialien, stellt daraus Skulpturen her und hat in den Wald einen ganzen Skulpturenpark gestellt.

Am Schweißgraben, vorbei an dem Burkheimer Rheinstadion,

geht es weiter in Richtung „Sponeck“. Wir stoßen auf die Hütte des Anglervereins, die in einer parkähnlichen Landschaft an den Ufern dreier Seen liegt.


Ein herrlicher Platz für eine Mittagspause. Wir packen unser Vesper aus und genießen die frühherbstliche Sonne, die jetzt zu Mittagszeit noch recht stark ist und uns wohlig durchwärmt.

Auf einer Brücke

verlassen wir unseren Pausenplatz und erreichen auf einem breiten Forstweg, der parallel zum Blauwasser verläuft,

bald die Burg Sponeck,

heute eine Ruine. Erbaut wurde die Burg 1265 von Rudolf von Habsburg.

Nun folgen wir dem Weg Richtung Rhein und gehen den Rhein entlang bis zu einer Staustufe, die hier Kulturwehr heißt. Wir wandern jetzt im Rhein- Überschwemmungsgebiet und stellen fest, dass der Rheindeich verschwunden ist, und Rhein und das Altarmgebiet jetzt das gleiche Niveau haben.

Wir folgen jetzt dem Wegweiser „Jechtingen“ und queren ein letztes Mal die Altwasser des Rheins.

Kurz bevor wir die ersten Häuser von Jechtingen erreichen, treffen wir auf den Wegweiser Richtung „Haberberg“. Nun geht es durch das Weinanbaugebiet sehr mäßig steil hinauf zum Haderberg. Der Spätburgunder holt sich seine letzten Oechsle- Grade in der warmen Herbstsonne.

Kurz bevor der Wald beginnt, haben wir noch einen prächtigen Blick in den Norden.

Wir sehen den Limberg, an dessen Fuß der Rhein verläuft, den Auenwald sowohl auf der französischen als auch auf der deutschen Seite, den Weinanbau, der sich zu unseren Füßen von Jechtingen aus bis zu uns hinauf erstreckt, und bergab geht es dann nach Burkheim zurück. Wir nehmen einen ganz lauschigen, ursprünglichen Weg durch das Weinanbaugebiet,die Vogesen.

kommen an einem Wegkreuz vorbei,


wie es so häufig in den Weinbergen anzutreffen ist, und sehen ein letztes Mal auf die mächtigen Lößschichten, die im Kaiserstuhl so häufig anzutreffen sind.

Dann kommt Burkheim in Sicht.

Diesmal gehen wir an der Pfarrkirche vorbei,

entdecken das Schild „Jörg-Wickram-Gasse“

und lassen uns in der Altstadt bei Flammkuchen und einem Glas Spätburgunder nieder.

18 km sind wir gelaufen durch eine so abwechslungsreiche Landschaft, wie wir sie woanders vergleichbar nicht erleben können. Der Herbst mit seiner noch wärmenden Sonne hat uns ein wunderbares Wanderwetter beschert. Alles dies zusammen mit der beginnenden Laubverfärbung und den kurz vor der Lese stehenden, reifen Trauben , die einen schweren Duft über die Reben legen, haben unsere Sinne in unvergleichlicher Weise betört.

Jetzt, wo wir ein wenig erschöpft aber mit großem Glücksgefühl unseren Flammkuchen und Spätburgunder genießen, denken wir zurück an Jörg Wickram, der in Burkheim ab 1555 Stadtschreiber in Burkheim gewesen ist. Wickram, ein Renaissance- Dichter, der hier im Südwesten zwischen Basel und Straßburg zusammen mit anderen ( Sebastian Brandt, Ulrich von Hutten) als erster hochdeutsche Literatur geschrieben hat. Und wir überlegen uns, ob wir noch etwas für zu Hause mitbringen können. Da ist neben uns der Laden, der Windfiguren für den Balkon bzw. Garten verkauft, da ist der Kräuterhof mit einem riesigen Angebot an Kräutern und Gewürzen und da ist auch die Winzergenossenschaft, die einige ihrer Weine mit dem schönen Nachtwächter- Etikett anbietet.

Ja, und der Nachtwächter soll hier an Wochenenden noch seine Runden ziehen. Wäre das nicht ein willkommener Anlass für ein Wiedersehen mit Burkheim?

Autor: harzerroller

Lisa Peltz

Autor: glueckspeltz

Dirk Glembin

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