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Mühlenwanderung in Simonswald am 21.April 2015

Der Simonswälder Mühlenwanderweg ist ein bequemer Themenweg, der uns Wanderer, neun an der Zahl, zu sechs Mühlen im Tal der Wilden Gutach sowie entlang der Simonswälder Haslach führt.

Direkt am Ausgangspunkt, dem Sägplatz bzw. dem Festplatz stehen schon die ersten Mühlen, die Kronen- sowie die Schlossmühle. Doch davon später mehr.

Zwischen zwei Gasthäusern führt der asphaltierte Weg an der Kirche St. Sebastian vorbei. Die Kirche wurde um 1741 umgebaut, der Turm stammt von 1522. Nach ca. 150 m erreicht man den Paradiesweg, der in das Haslachtal führt. Eine herrliche Aussicht begleitete uns.

Wir erreichen das Haslachtal und erreichen die Mühle des Vitztinerhofes die unterhalb der asphaltierten Straße liegt. Weiter talaufwärts kommt nach ca. 500 Metern linkshändisch die Schwanenmühle. Weil der Bach viel Wasser führt, dreht sich das Mühlenrad.

Über den Waldweg wird der erste Teil der Tour durch das malerische, offene Haslachtal, das immer wieder einen schönen Ausblick auf Simonswald bietet, beendet.

Weiter talabwärts erreichen wir die Wehrlehofmühle. Die Tür der Mühle steht offen und kann somit besichtigt werden. Viele Utensilien aus der damaligen Zeit, zu der die Mühlen noch in Betrieb waren, sind ausgestellt. An der Mühle finden wir Mühlensteine und Holzbänke vor, die zum Verweilen einladen.

Nach einer Pause gehen wir dem Bachverlauf entlang weiter Richtung Weberloch. Der Weg führt zum Teil ziemlich steilabwärts vorbei an Wiesen, wo allerlei Blumen blühen.

Unser nächstes Ziel war die kulturhistorische Oelmühle und Trotte an der Talstaße, der Durchgangstraße von Simonswald. Die im Jahr 1712 im Stil eines Heidehauses erbaute Mühle steht wie auf einer Insel - umflossen von der Wilden Gutach und dem Mühlenkanal. Sie wurde zuletzt 1955 betrieben. Im Jahr 1974 gelangte die Mühle in Privatbesitz, was ihren Zerfall stoppte und ihre Restaurierung und Erhaltung ermöglichte.

Die Mühle wird durch ein unterschlächtiges Wasserrad angetrieben. Geölt wurden taleigene Früchte, vor allem Raps, Mohn, Walnüsse und Buchenkerne. Die Ölfrüchte durchliefen oft mehrere Pressungen, wie es heute bei Oliven üblich ist. Seit Dezember 2002 wird erstmals wieder Walnussöl in der Ölmühle hergestellt.

Die Durchgangstraße in Simonswald gehört zur Deutschen Uhrenstraße die von Waldkirch bis Rottweil verläuft. Früher waren hier zahlreiche kleinere Uhrenfabricken.

Von der Ölmühle führt unser Weg entlang der wilden Gutach in Richtung Sägplatz, wo die beiden letzten Mühlen unserer Wanderung stehen. Die Schlossmühle zählt zu den ältesten Mühlen im Simonswäldertal. Bereits um 1678 erwähnt, wurde sie im Jahre 1743 neu gebaut und hatte neun Besitzer.

Die Schlossmühle galt als „Kundenmühle“, die auch das Recht zum Weinausschank besaß. Es war damals Sitte, dass die „Kundenmüller“ ihren Kunden auch Wein und Brot reichten.

Um 1970 wurden in der alten Mühle von der örtlichen Feuerwehr und der Trachtenkapelle zünftige Feste abgehalten. Im Jahre 1980 musste die Mühle einem Neubaugebiet weichen und wurde fachgerecht abgebaut. Der Kronenwirt kaufte die Mühle und lagerte das Holz beim Simonshof in Obersimonswald.

2004 begann Mühlenbauer Helmut Tritschler mit dem Wiederaufbau beim Sägplatz. Die Schlossmühle ist nun im Privatbesitz.

Rechts von der Schlossmühle steht die Kronenmühle, sie wurde um 1800 beim Adamhof nahe St. Märgen gebaut und nach dem Gasthof Krone-Post benannt.

Die Technik damals, das Wasser wird aus dem Ettersbach entnommen, läuft durch Eigengefälle durch eine Rohrleitung unter der Wilden Gutach durch zur Mühle. Über einen Holzkähner fließt das Wasser auf das oberschlächtige Mühlrad. Der Antrieb des Mahlwerkes erfolgt über eine Eisenwelle, die das Kammrad und das Mühleisen mit dem schweren Läuferstein zum Drehen bringt.

Vor Ort erfahren wir, dass diese Mühle noch bis in die 1950er Jahre in Betrieb war. Nachdem sie zwischenzeitlich als Stall genutzt wurde und zu verfallen drohte, restaurierte der Zimmermann Helmut Tritschler die Mühle.

Fotos: heros1205/Georg

Autor: heros1205

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