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Flucht vor einem Unwetter

Trudel und Johanne auf der Flucht vor einem Unwetter!

Wer von uns Feierabend-Senioren hat nicht schon erfahren, wie rührend sich unsere Regionalbotschafterinnen Anneli und Trudel um jedes einzelne Mitglied kümmern? Ihnen ist bekannt, dass ich an Tageswanderungen nicht teilnehmen kann, und so hat mich Trudel zu einer Nachmittags-Wanderung ab „Halde“, Schauinsland, eingeladen, wo am Nachmittag, genau 14.35 Uhr (!), gegenüber von der Kapelle, unser Ausgangspunkt sein soll. Trudel will dort mit dem Bus von Hofsgrund kommend eintreffen.
Per Mail kommt die Tourenbeschreibung (von der „Halde“ durch das Langenbachtal nach Muggenbrunn, 2 Stunden stramme Wanderung, Vesper im „Adler“, Rückfahrt mit Bus zur „Halde“), und es werden per Mail die Mitbringsel vorgeschlagen (Stöcke, Apfel, Getränk und- und- und ).
Vor lauter Respekt vor unserer Chef-Organisatorin für Wanderungen kaufe ich mir noch einen größeren Rucksack, um zünftig mithalten zu können. So schnüre ich mein Ränzlein, besser gesagt meinen neuen „Camel active“, denn dafür gehen auch andere „meilenweit“!
Ich starte in Herdern um 13.30 Uhr bei etwas wolkigem, aber sonnenhellem Himmel und erreiche auf dem Weg über Oberried viel zu früh Hofsgrund, wo mich ganz vereinzelt ein paar Regentropfen begrüßen. Während ich im Café Lorenz in Hofsgrund noch schnell einen Kaffee trinke und nach Trudel Ausschau halte, wird der Regen schnell stärker, ich fahre langsam Richtung „Halde“ und treffe Trudel noch - total feldmarschmäßig ausgerüstet - im Schutzhäuschen an der Bus-Haltestelle Hofsgrund an. Während wir uns stürmisch begrüßen, setzt ebenso stürmisch und in Sekundenschnelle ein Wolkenbruch ein

Was tun? Entweder trotzdem wandern (der eisernen Trudel macht das natürlich nichts aus!) oder das Unwetter an der Kuchentheke der „Halde“ abwarten? Spontan entschließen wir uns zur Flucht und fahren in die Richtung, wo in den dunklen Regenwolken noch eine helle Lücke blitzt. Und, oh Wunder, wir treffen auf der regenfreien Strecke über Muggenbrunn, Todtnau und Gschwend das schönste Sonnenwetter in Bernau an.

Herrlich ist diese Fahrt - vorbei an blühenden Wiesen und Hängen voller Ginster und Lupinen.

Bernau gilt als das „schönste Hochtal im Naturpark Südschwarzwald“ , erhielt die Goldmedaille „Unser Dorf soll schöner werden“ und ist der Geburtsort des berühmten Malers Hans Thoma, siehe:

hhtp:// www.hans-thoma-museum.de

Zur Zeit (bis 29. Juli 2007) findet dort eine Sonderausstellung von Gemälden des Schwarzwaldmalers Karl Hauptmann statt.

Zunächst besuchen wir die schöne kleine Kirche in Bernau-Innerlehen, in der vor dem Chorraum zwei große Hans-Thoma-Gemälde zu sehen sind.

Besonders schön ist das Gemälde mit der über der Bernauer Landschaft auf Wolken schwebenden Madonna.

Die Tourist-Information empfiehlt uns Wanderwege, auf denen wir dann zwei Stunden lang die reichhaltige Wiesenflora und die weite, herrliche Aussicht auf die einzelnen Bernauer Ortsteile genießen.

Trudel schwelgt in Fotomotiven, sie robbt auf den Knien umher, um Makrobilder einzufangen, ist begeistert vom Farbenspiel rundum und der Wolkenbildung, die über der weit offenen Bernauer Landschaft natürlich besonders eindrucksvoll ist

Im Kurpark-Teich, am Ende unseres Wegs, schwabbeln Riesenforellen.
„Johanne, gib ihnen ein paar Brotstückchen – ich will sie fotografieren!“

Ich denke:
„Das geht doch zu weit! Mein gutes Speckbrot zu opfern für diese fetten Biester!“
Na ja, ich tue es dann doch – und Trudel ist glücklich, dass sie die Fische nun schnappenderweise „einfangen“ kann. Das restliche Speckbrot schmeckt auch uns dann noch gut!

Bei immer noch strahlendem Sonnenschein fahren wir wieder in der blühenden Landschaft des Hochschwarzwalds über Menzenschwand, Altglashütten, über den Feldberg und Todtnau zurück

nach Muggenbrunn, um nun doch ein Vesper im „Adler“ einzunehmen!

Die Senior-Wirtin des „Adler“, Frau Wunderle, empfängt uns in gewohnter Herzlichkeit und sogleich tauschen sie und Trudel, die langjährige Wirtin auf der benachbarten „Halde“, alte Erinnerungen aus


Da, wo ich Trudel nachmittags in Hofsgrund angetroffen habe, setze ich sie wieder ab. Nach uns soll es während des Unwetters über Hofsgrund sogar noch einen Hagelschlag gegeben haben. Also eine gelungene, glückliche Flucht!

Ich bin rechtzeitig um 20 Uhr zurück in Herdern.
Es war ein ganz herrlicher Wander- und Erlebnis-Nachmittag mit Trudel. Der schöne Tag klingt noch nach, und ich bin heute froh, dass mir die Trudel nicht noch in den Ameisenhaufen hineingerobbt oder in den Forellenteich kopfüber gestürzt ist! In mehrfacher Weise ist also der Nachmittag mit Trudel keineswegs „ins Wasser gefallen“!

Johanne.

Autor: marijo

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