Neu hier? Werde gleich Mitglied! Lies hier über die Vorteile.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

Bequem mit Facebook einloggen:

facebook login

Für Gestaltung und Inhalt dieser Regionalseiten sind ausschließlich die jeweiligen Regionalbotschafter verantwortlich. Die von den Regionalbotschaftern eingegebenen und heraufgeladenen Inhalte unterliegen grundsätzlich weder einer Kontrolle durch Feierabend, noch nimmt Feierabend hierauf Einfluss. Hiervon ausgenommen sind werbliche Einblendungen und Beiträge die von Feierabend direkt eingestellt wurden und als solche gekennzeichnet sind.

Feierabend-Wanderer im Elsass

Renate (reviera) und Rudi (quurtz) haben gerufen zu einem Wanderausflug auf die Ferme-Auberge „Au Pied du Honecke“ im benachbarten Elsass.
Mit Sack und Pack erscheinen zehn muntere FA-Wanderer um 10.30 Uhr an einem sonnigen Oktobertag am DB-Bahnhof in Riegel und freuen sich auf zwei gemeinsame Wandertage mit Übernachtung auf der Ferme-Auberge.
Nach einer Irrfahrt durch Riegel findet Helga (cuba) auch den DB-Bahnhof.
Gut gelaunt starten Rosi (pavian), Rudi und Hans (papageno) ihre Autos in Richtung Ribeauvillé.
Vorne fährt Rudi mit Renate, die beide ab sofort als unsere Reiseführer fungieren.
Die weiteren Fahrer folgen brav durch alle Rundummelis (Kreisverkehr) ohne den Anschluss zu verpassen nach.

Elsass 1
cuba(Helga) - Rosi(pavian) - Rotraud(tanteklara) - Helga2 - Peter(rere) -Hans(papageno) - Renate(reviera) - Betta(Trudels Schwester) - Rudi(quurtz) und Trudel als Fotografin)

In Ribeauvillé werden die Autos auf einem Parkplatz abgestellt.
Die erwartungsvollen Wanderer werden von Renate durch die gemütliche Kleinstadt mit seinen wunderschönen Fachwerkhäusern geführt.
Sie erzählt von der wechselvollen Geschichte der Stadt und dem Weinanbau.
Durch die Stadt verläuft die Elsässische Weinstrasse.
Die Altstadt von Ribeauvillé zeichnet sich durch zahlreiche Häuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert aus.
Dominierende mittelalterliche Baudenkmäler sind die Pfarrkirche St. Grégoire-le-Grand und der Metzgerturm
Überragt wird der Ort von den drei Burgruinen St. Ulrichsburg, Girsberg und Hohrappoltstein.

Die hübsch dekorierten Schaufenster locken mit köstlichen Angeboten, vor allem Spezialitäten aus dem Elsass.
Zum Einkaufen langt die Zeit leider nicht, denn Renate und Rudi möchten uns auf die St. Ulrichsburg führen.

Wir steigen durch die Weinberge hoch in Richtung St. Ulrichsburg.
Bis zu diesem Zeitpunkt ahnt noch niemand was uns bevor steht.
Auf halbem Weg, nach dem ersten größeren Anstieg erholen wir uns bei einer kurzen Trinkpause in einem einladendenden Aussichtshüttchen und staunen über traumhafte Ausblicke über die Weinberge hoch zur Burgruine.

Elsass 11
der erste Anstieg in den Weinberge
Elsass 12
Erholung in einem Aussichtshüttchen mit schöner Aussicht über die Weinberge auf die Burg
Elsass 13
die Ulrichsburg hoch über uns

Vor Erreichen der Burg im tiefen Wald auf felsigem Weg rauf und runter, verlassen einigen von uns die Kräfte und vor allem die Puste.
Es fehlt an Kondition und auch bei manchen das nötige Schuhwerk für eine felsige Tour.

Elsass 14
ohne Profil unter den Schuhen tut man sich schwer hier im Fels
Elsass 15
Rosi schleicht von hinten um die Bäume rum

Glücklich über die überstandenen Strapazen stehen am Ende alle oben auf der Burgruine.
Die St. Ulrichsburg ist eine Felsenburg mit quadratischem Bergfried im Norden und einem Donjon (Wohnturm und Wehrturm) einer mittelalterlichen Burg.
Beide Türme stehen auf Felsen.
Zwischen ihnen befinden sich die Wohngebäude und eine Kapelle.
Etwas weiter unten entdecken wir den Zwinger und das Herzstück der Burg, den Rittersaal.
In ihm sind noch sieben romanische Zwillingsfenster erhalten.

Elsass 16
Ankunft auf der Burg

Blick von der Ulrichsburg auf den Girsberg

Elsass 19
der Rittersaal mit den Zwillingsfenstern

Ein Vesper und Getränk aus dem Rucksack in der Sonne bringt die Kräfte und die Puste zurück, so dass wir gut „gesattelt“ absteigen können.

Elsass 17
Blick von der Ulrichsburg auf den Girsberg
Elsass 21
Langsam! es geht steil runter von der Burg

Renate zeigt uns von oben den Weg zum Kloster Dusenbach, bei dem sie eine Einkehr geplant hat.

Die Kühle des friedlichen Waldes tut gut und das Kloster Dusenbach ist bald in Sicht.

Rudi organisiert eine kleine Einkehr bei einem Glas Wein, auf das wir uns riesig freuen. Verdient haben wir es längst nach den Anstrengungen des Aufstieges.

Dort, wo heute die Dusenbacher Kapelle steht soll seit der Jahrtausendwende eine Einsiedelei bestanden haben.
Eremiten, die sich Klause und Kreuzweg errichtet hatten, lebten hier in undurchdringlichen Wäldern, lange bevor die Herren zu Rappoltsstein das Gebiet beherrschten.
Die Pilgerstätte, zentraler Ort der Marienverehrung, war für lange Jahre das geistliche Zentrum Rappoltssteins.

Elsass 22
Kloster Dusenbach in Sicht
Elsass 23
eine Station des Kreuzweges

Nach einem kurzen, behaglichen Hock nehmen wir Abschied vom Kloster Dusenbach und laufen leicht „angeschlappt“ zurück zu den Autos nach Ribeauvillé.
Voller Vorfreude auf die Ferme sausen wir schnurstracks in den fahrbaren Untersätzen hoch über den Col de la Schlucht zur Ferme „Le Pied de Hohneck“.
Endlich fertig mit dem Wandern für heute !!!

Elsass 26
ein Bänkle für die Rast mit guter Aussicht

Philipp, der Wirt der Ferme wartet bereits und begrüßt uns müde Krieger besonders herzlich. Die Zimmereinteilung wurde von Renate vorsorglich organisiert, sodass sich alle zehn Fa-Wanderer sofort auf ihre Kammern begeben können, um die Beine lang zu legen.
Jedes Zimmer hat einen Blumennamen, so dürfen Betta und ich das Zimmer ANNEMONE bewohnen.
Hungrig und durstig trifft man sich wieder im schön gestalteten Restaurant an einem von Philipp gedeckten Tisch.
Philipp setzt sich zu uns und erklärt, aus was das zu erwartende Nachtessen „Melkeressen“ besteht:
Es besteht aus einer Tourte, einer gefüllten Fleischpastete, geräuchertem Schweinefleisch mit „Roigebrageldi“ (mit viel Butter und Speck gegarten Bratkartoffeln), Salat und einem Münsterkäse.

Elsass 30
Philipp der Wirt der Ferme
Elsass 31
Melkeressen, die köstliche Kalorienbombe

Zum Dessert haben wir die Wahl zwischen einem Sahnebaiser oder einem Heidelbeerkuchen. Dass die müden Fa-Wanderer langsam wieder munter werden bei dieser deftigen Kost und einen fröhlichen Abend miteinander verbringen, könnt ihr Euch bestimmt vorstellen.

Am nächsten Morgen erscheinen alle gut gelaunt und bestens ausgeschlafen am Frühstückstisch.

Bei sackdichtem Nebel verlassen wir Philipp auf seiner gemütlichen Ferme, aber bei Erreichen des Col de la Schlucht scheint die Sonne wieder für uns.
Wir fahren bis Munster.

Am Marktplatz bewundern wir 16 Störche in ihren Nestern hoch auf dem Kirchturm und dem alten Rathaus.
„Die Störche überwintern hier, sie fliegen nicht nach Afrika“ erzählt uns Renate.
Von Munster aus führt uns Rudi auf einen Wanderweg nach Turckheim, der an einem Bahnhof enden soll.
So richtig Elan fühlen nur wenige noch zum Wandern, aber tapfer wie wir FA-Wanderer sind folgen wir unserem Rudi artig.
Rudi möchte uns per Eisenbahn an die Autos zurückbringen lassen aber am Bahnhof angekommen stellt er fest, dass der nächste Zug noch lange nicht kommen wird.

Rudi macht sich allein „auf die Socken“ und sprintet an die nächste Bahnstation, um von dort aus per Eisenbahn an sein Auto in Munster zu gelangen.

Bis zu seinem Erscheinen verbringen wir eine Stunde in der Sonne sitzend in dem gottverlassenen Dorf und warten auf Rudi, der mit dem Auto zurückkommen will, um dann Rosi und Hans an ihre Autos nach Münster zu transportieren.

Das klappt perfekt, wie alles was Renate und Rudi in die Hand nehmen.

Am Ende unserer wunderschönen, unvergesslichen Wandertour ins Elsass hocken wir in einem Lokal bei „Tarte flambée“ (in Elsässisch „Flammekueche“) und einem süffigen Glas Riesling.

Im Namen von allen Teilnehmern bedanke ich mich bei Renate und Rudi für die herrliche Elsasstour im „Goldenen Oktober“ bei sonniger Herbststimmung.

Weil das Hochladen der Bilder viel Zeit und Arbeit benötigt
habe ich 130 weitere Bilder in meine Bildergalerie eingefügt.

Hier könnt Ihr sie anschauen:


Trudels Galerie

Autor: trudel

Gertrud Wissler

Artikel Teilen

Per Mail versenden


Artikel bewerten
5 Sterne (30 Bewertungen)

Nutze die Sterne, um eine Bewertung abzugeben:


Artikel kommentieren