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Für Gestaltung und Inhalt dieser Regionalseiten sind ausschließlich die jeweiligen Regionalbotschafter verantwortlich. Die von den Regionalbotschaftern eingegebenen und heraufgeladenen Inhalte unterliegen grundsätzlich weder einer Kontrolle durch Feierabend, noch nimmt Feierabend hierauf Einfluss. Hiervon ausgenommen sind werbliche Einblendungen und Beiträge die von Feierabend direkt eingestellt wurden und als solche gekennzeichnet sind.

Pünktlich um 10 Uhr treffen wir wie verabredet in Kappel-Grafenhausen an der Tankstelle ein.
Reviera (Renate) wartet bereits auf uns und freut sich, alle wohlbehalten in Empfang nehmen zu können.
Rere (Peter), der an einer starken Erkältung erkrankt ist, kann leider nicht mit von der Partie sein, was wir sehr bedauern.
Die Stimmung ist frohgemut in der Vorfreude auf zwei interessante, unterhaltsame Wandertage.

Gruppenbild
tanteklara (Rotraud) – papageno (Dieter) – cuba(Helga) – Helga2 – Ibifix (Felix)
trudel (Gertrud) – chici (Marita) – shanai(Käthe) – reviera (Renate)

Nachdem die Teilnehmer auf 3 Autos verteilt sind startet die gemeinsame Tour ins Elsass.
In Kappel schippert uns die Fähre über den Rhein nach Frankreich (Elsass).

Renate fährt voraus mit Shanai (Käthe) als Navigator an der Seite.
Wir fahren durch viele kleine, mittelalterliche Dörfer bis Barr.
Barr ist eines der attraktivsten Dörfer im Elsass mit seinen blumengeschmückten, verwinkelten Gassen.
In der Ferne entdecken wir den lang gestreckten Bergrücken des „Mont Saint Odile“ mit dem Kloster. (763m)
Von hier aus geht es auf einer kurvenreichen Strecke durch den herbstlich gefärbten Wald aufwärts.
Golden glänzen die bunten Blätter in der warmen Herbstsonne.
Bei starkem Wind erreichen wir „Le Mont Sainte Odile“ (Odilienberg) und stellen fest, dass wir nicht allein hier oben sind.
Die Parkplätze sind schon zugeparkt.
Eine große Anzahl von Menschen bewegt sich in Richtung Innenhof des Klosters Saint Odile.
Wir steigen aus, versammeln uns um das Auto von Renate, die allen etwas Wichtiges zu berichten hat.
„ Wir werden hier im Kloster in Klosterzellen übernachten und nicht auf einer Ferme wie erwartet.
Bedingung für die Übernachtung ist aber, dass wir vorher die Beichte ablegen und für unsere Sünden büssen“!
Sie bittet uns zu überlegen, welche Sünden wir in den letzten 14 Tagen begangen haben.
Felix fragt „…..und wenn wir nicht gesündigt haben?“
Renate: „das gibt es nicht!!“
Mit frisch gebackenem Mohnstrudel und einem Glas Sekt, das Renate aus dem Kofferraum zaubert, stoßen wir auf unsere Tour und den Mont Saint Odile an.

Im schönen Innenhof beginnen die Glocken des Klosters zu läuten.
Eine geheimnisvolle Stimmung überfällt uns in dem Moment.
Nach dem Einchecken im Kloster verschwindet jeder in seine Kammer, um sich für die Wanderung „Rund um den Mont Ste-Odile“ zu richten.

Bevor wir starten erzählt uns Renate die Legende von der Hl. Odilie.

Auf den Ruinen des alten römischen Kastells von Altitona lässt Adalrich, Herzog des Elsass ein Schloss bauen.
Seine Frau erwartet das erste Kind.
Sie bringt statt eines Sohnes wie er es sich wünschte ein blindes Mädchen zur Welt.
Aus Angst vor dem Ehemann, der seine Tochter töten will, bringt die Mutter das Kind zu einer Amme.
Die Amme gibt es ein Jahr später im Kloster von Palma in Baumes-les-Dames ab.
Der Bischof von Regensburg tauft das Kind mit 12 Jahren.
Nach der Taufe wird das Mädchen sehend.
Odilie hat den Wunsch, ihre Eltern kennen zu lernen.
Der jüngere Bruder Hugo sorgt für die Heimkehr von Odilia.
Aus Wut versetzt der Vater seinem Sohn einen tödlichen Schlag.
Er empfängt Odilia im Schloss und will sie mit einem jungen Prinzen seiner Wahl verheiraten.
Odilia flieht - der Himmel kommt ihr zu Hilfe.
Es öffnet sich ein Felsen, im dem sie Unterschlupf findet.
Der Vater erkennt den Fingerzeig Gottes und vermacht unter Einfluss des Bischofs von Autun seiner Tochter den Besitz Hohenburg.
Hier, auf dieser Höhe, gründet Odilia, die Herzogstochter im Jahre 700 ein Kloster, in dem sie als Äbtissin Vorstand ist bis zu ihrem Tod im Jahr 720.

Die Kranken kommen zu ihrem Grab, besonders die Augenkranken.
Dieser Ort ist heute eine viel besuchte Wallfahrtsstätte.
Odilia wird als Patronin des Elsass verehrt. Ihr Grab befindet sich in einer kleinen gotischen Kapelle.


Wir laufen steil hinunter an die als Augenquelle bekannte Odilienquelle ((Source Ste - Odile)

Hier begegnete der Heiligen Odilia einst ein Blinder.
Odilia klopfte an den Felsen aus dem Wasser entsprang.
Der Blinde benetzte seine Augen mit dem Wasser und konnte wieder sehen. Pilger, besonders Augenkranke, die diesen Ort heute besuchen, nehmen sich eine Flasche Wasser mit von der Quelle.
Auf einem schmalen Pfad geht es weiter abwärts zur romanischen „Chapelle St- Jaques“.

Hier erfreuen wir uns an einem besonders schönen Blick auf den Odilienberg.
Vom Laufen wird uns warm in der Mittagssonne.

Nach einem etwas beschwerlicheren Weg mal rauf mal runter, gelangen wir zum „Chateau Landsberg. Vogelgezwitscher begleitet uns.

Wir suchen uns ein Plätzchen mit schöner, weiter Aussicht und vespern aus dem Rucksack.

Im dreißigjährigen Krieg wurde die Burg zerstört.
In der beschaulichen Kulisse fühlen wir uns wohl.

Die Sonne scheint und wärmt die vespernden Feierabend-Wanderer.
Gut gestärkt führen wir den Weg weiter fort.
Die Schutzhütte „Kiosque Jadelot“ (730m) erreichen wir nach kurzer Zeit.

Die Landschaft, die auf den ersten Blick grau erscheint, präsentiert sich uns in den schönsten Herbstfarben.
Hier genießen wir die traumhafte Aussicht auf die gegenüberliegende Spesburg und ruhen einen Moment aus.

Es ist etwas kühler geworden, wir spüren vereinzelte Regentropfen auf der Haut.
Nach 15 Minuten Aufstieg landen wir am 10m hohen Wachtturm, der den Kelten als Beobachtungsposten diente.

Käthe kramt unruhig in ihrem Rucksack herum und stellt fest, dass ihre Kamera fehlt.
Felix, der Kavalier, begleitet Käthe auf dem Weg zurück zum Kiosque Jadelot in der Hoffnung, die Kamera wieder zu finden.
Wir warten etwas fröstelnd am Wachtturm und schauen uns den Turm genauer an.
Dieser Wachtturm ist Teil der Heidenmauer.

Der Verteidigungswall aus vorchristlicher Zeit hat eine Länge von 10,5km und besteht aus 300 000 Sandsteinblöcken.

In der Ferne sehen wir Käthe und Felix zurückkommen.
Die Kamera ist wieder da HURRAHH!
Auf dem weiteren Weg gehen wir entlang der Heidenmauer, laufen teilweise darauf und gelangen schließlich zur Grotte des Druides (Druidengrotte)

Die Druidengrotte besteht aus aufeinander geschichteten Tafelfelsen.
„Wer weiß was ein Druide ist“? Fragt uns Renate
Betroffenes Schweigen!
„Ein Druide ist ein Priester aus keltischer Zeit klärt sie uns auf.
In den Druidengrotten liegen sie begraben.
Sie führt uns an einen riesigen, beeindruckenden Megalith.

Die Ehrfurcht ergreift uns beim Anblick dieses Jahrtausend alten Felsen.
Pünktlich um 17 Uhr verlassen wir den Wald und setzen den Fuß wieder auf die Strasse vor dem Kloster.
Ein Auto mit Freiburger Nummer schreckt uns auf mit lautem Hupen.
Es stoppt neben uns, aus dem Fenster lachen uns Storchenmann (Hans) und Zahnrad (Erwin) entgegen. Die Überraschung ist gelungen!!
Die Freiburger sind da!

Renate führt uns vor dem Abendessen bei leichtem Nieselregen durch das Kloster mit seinen Kapellen und Felsengräbern. Den Kreuzweg bewahren wir uns für den nächsten Morgen auf.

Über dem Eingangstor entdecken wir die lateinische Inschrift:

„Hier blühte einst die heilige Äbtissin Odilia,
hier waltet Sie immerfort als Mutter des Elsass“

Im großen Hof des Klosters befindet sich erhöht auf einer Esplanade ein Brunnenbecken aus rosa Sandstein.
Von hier aus gibt es bei guter Sicht einen fantastischen Blick über die Weite der Rheinebene bis hin zum Schwarzwald.
Bis zu 100 Dörfer kann man erkennen.
Bei Nieselregen fällt uns das Zählen etwas schwer!
Der Hof mündet auf den Pilgersaal und auf die Klosterkirche.
In der Odilienkapelle befindet sich das Grab der heiligen Odilie.

Zum Abendessen nehmen wir mit anderen Gästen und Pilgern Platz im großen Restaurant des Klosters.
Nach dem Dessert steht Renate auf und teilt uns mit, dass sie eine Überraschung hat.
Sie ehrt die FA-Wanderer, die an drei Vogesenwanderungen erfolgreich teilgenommen haben, mit einer schönen Urkunde.

Das sind Trudel Wissler, Rotraud Diebold, Helga Westhäuser, Helga Lemke, Dieter Lay.
Herzlichen Glückwunsch.

Leider müssen sich Hans und Erwin bald wieder auf den Heimweg machen.
Über den Besuch haben wir uns besonders gefreut und wünschen eine gute Heimfahrt in den Schwarzwald.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen durchlaufen wir den unbeschreiblich schön und geheimnisvoll gelegenen Kreuzweg entlang..
Die Stationenbilder präsentieren sich uns in farbiger Keramik.

Hier endet unsere Wanderung „Rund um den Odilienberg“ unter dem Schutz und Schirm der Hl. Odilia.
Wir kehren zurück in das Kloster, holen unser Gepäck und machen uns auf den Weg nach Obernay.
Renate führt uns durch das historisch bedeutsame Städtchen, bevor wir uns in der Sonne auf der Terrasse eines elsässischen Restaurants für die Heimfahrt stärken.

Um den Abschied noch hinaus zu zögern, fahren wir schnurstracks nach Rust.
Wir steigen auf das Colosseum, und lassen es uns dort oben gut gehen, bevor sich unsere Wege trennen.

Im Namen aller Teilnehmer bedanke ich mich bei Dir, liebe Renate für zwei schöne, interessante, harmonische und vor allem lehrreiche Tage in den Vogesen.

Wer interessiert ist an der Geschichte des Klosters St. Odile, hat die Möglichkeit
sich unter folgendem Link Informationen zu holen.
mont-sainte-odile

Weitere Bilder über die Wanderung findet Ihr in meiner Feierabendgalerie unter:
„Wanderung um den "Mont Ste. Odile"

Bericht und Bilder: Trudel Wissler

Eingegeben von: anmargi - Margit Anhut

Autor: trudel

Gertrud Wissler

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