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Im Norden von Griechenland: Pindos- Gebirge und Zagoria- Dörfer


Im Norden von Griechenland liegt die großartige, ja schon gewaltige Gebirgskette des Pindos- Gebirges. Seine Ausläufer ragen hinein bis nach Albanien und Mazedonien. Die Gebirgskette ist fast 250 km lang, und der Gipfel des Samolikas erreicht fast
3000 m. Im Winter ein sicheres Schneegebiet und jetzt zu Ende des Frühjahrs, zu Anfang des Sommers ein wahres Paradies für den Wanderer.
Die Landschaft ist fast unberührt. In unwegsamen Schluchten und über die Berghänge breitet sich ein undurchdringlicher Wald aus, Heimat von Braunbär und Wildkatze.

Auf den Hochflächen überwältigt die Blumenpracht

Inmitten dieser traumhaften Landschaft liegen die Zagoria- Dörfer. 46 Dörfer an der Zahl, erbaut aus dem hellgrauen Stein der Gegend. Alle in einer Meereshöhe um 1000 m und fast alle stehen unter Denkmalschutz. Übrigens: Zagoria ist slawisch und heißt “das Land hinter den Bergen”.

Unsere Reisegruppe von Albanien eingereist (siehe Bericht “Albanien: Vergessenes Land in Europa“), macht Station in Tsepelovo (1050 m), typisch auch für alle anderen Zagoria- Dörfer. Der Dorfplatz liegt im Schatten riesiger Platanen.

Hier kann man vorzüglich speisen,

und am Sonntag, wenn griechische Großfamilien ihren Ausflug machen, kann man auch zu einem Tänzchen aufgefordert werden.

Von Tsepelovo aus führt ein Pfad über Hochalmen

zu dem Aussichtspunkt Belog (1650 m). Oberhalb einer senkrechten Wand kann man hier tief nach unten in die Vikos- Schlucht sehen.

Wir gehen weiter zu dem höchstgelegenen Dorf Vradeto (1450 m).

und dann geht es über eine großartige, an das steile Gelände angepasste Steintreppe hinunter nach Kapesovo.

Im Pindos- Gebirge trifft man immer wieder auf alte Wegebauten, die vor Jahrhunderten für den Warentransport mit Esel und Maultier gebaut wurden. Hierzu gehören sowohl die vielen Treppenwege, als auch die vielen Bogenbrücken, eine malerischer als die andere.

Der Tau liegt noch in den Tälern,

als wir uns von Vitsa aus auf den Weg zur Vikos- Schlucht machen. Wir durchwandern das bekannteste Zagoria- Dorf Monodendri


und treffen am Eingang zur Schlucht auf dieses Schild.

Die Vikos- Schlucht ist 900 m tief und ihre Steilwände stehen nur 1100 m auseinander. Dies hat 1997 zum Eintrag in das Guinessbuch der Weltrekorde geführt.

Der 10 km lange Weg durch die Schlucht ist recht mühsam. Hier einige Impressionen:

Schließlich erreichen wir das Dorf Papigo (950 m),

das am Fuße dreier gewaltiger Felstürme liegt.

Am nächsten Tag brechen wir zu unserer längsten Tour auf. Froh gelaunt versammeln wir uns am frühen Morgen im Hof unseres Hotels in Papigo.


Wir steigen auf und erreichen bald offenes Grasland. Dunkle Wolken ziehen auf,

und es wird empfindlich kalt. Schließlich erreichen wir die Schutzhütte ( 1950 m) am Astraka- Pass

und sind froh, dass wir hier Schutz vor dem Regen finden. Um zu dem Drachensee zu gelangen, müssen wir in eine Mulde hinabsteigen

und diese durchqueren.

Schließlich erreichen wir den Gegenanstieg.


Wir steigen hinauf und blicken auf den Drachensee (2100 m) .

Vor uns liegt eine Bergkuppe. Die möchten wir auch noch ersteigen, um einen Rundblick in diese stille, noch winterliche Landschaft zu erhalten. Wir durchqueren ein Schneefeld.

Nach einem doch recht mühsamen Anstieg erreichen wir den Gipfel.

Fantastisch der Blick in die schneebedeckten Berge und zurück auf den Drachensee, der jetzt weit unter uns liegt.

Zurück zur Schutzhütte kommen uns diese 3 Pferde entgegen, schwer beladen mit allem, was für die Hüttengäste gebraucht wird.

Die Tiere sehen sehr müde aus. Die 1000 m Aufstieg von Papigo aus und dann noch schwer beladen, das geht sicher an die Leistungsgrenze dieser Tiere.

Auf einem recht ungewöhnlichen Weg, nämlich von Albanien aus, sind wir nach Nordgriechenland eingereist. Fast ähnlich ungewöhnlich ist unser Weg für die Ausreise. Mit dem Kleinbus fahren wir nach Igoumenitsa, der kleinen Hafenstadt am Ionischen Meer. Hier verabschieden wir uns von unserem engagierten Wanderführer

und besteigen die “Eleni” für die Überfahrt nach Korfu.

Noch ein Blick zurück auf den kleinen Hafen

und die Berge, durch die wir gewandert sind.

Ein guter Stern hat uns diesen Popen als Mitpassagier zugeführt.

Vielleicht hat er durch sein Gebet erreicht, dass auch wir eine wunderbare Überfahrt auf einer spiegelglatten See genießen durften.

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Ganz sicher kann sich das Pindos- Gebirge mit den Alpen messen, was die Schönheit der Natur und die landschaftliche Vielfalt anbelangt. Nein, nicht nur messen, sondern es übertrifft noch die Alpen, wenn man sich vergegenwärtigt, dass es hier keine hässlichen Schneisen für Skiabfahrten, keine riesigen Parkplätze und nur einige, wenige schmale Straßen gibt. Vielleicht wird der Eine oder Andere den Komfort eines 3 oder 4 Sterne- Hotels vermissen. Wir haben es genossen, dass auch mal nicht alles so perfekt ist, wir haben die Abende genossen bei Wein und einheimischer Küche. Gefallen haben uns die Dörfer, die grauen Steinhäuser, fast alle sehr gepflegt, die Dorfplätze unter riesigen Platanen. Und keine Bausünden, wirklich keine, nicht ein einziger Hotelkomplex, der das Landschaftsbild verschandelt.

Autor: glueckspeltz

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