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Das Ziel einer großen Reise war in diesem Jahr die französische Partnergemeinde Saint-Cyr sur Mer von Denzlingen.

Saint-Cyr-sur-Mer ist eine Stadt an der Mittelmeerküste zwischen den Gemeinden Bandol und La Ciotat im Westen des Département Var in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur.

In der Gemeinde, die aus dem Hauptort Saint-Cyr, dem Haupthafen Les Lecques und dem kleinen Hafen La Madrague besteht, leben etwa 11.500 Einwohner (2004) auf 2115 ha.

Wahrzeichen von St.Cyr ist die verkleinerte Kopie der New Yorker Freiheitsstatue, die von dem Colmarer Bildhauer geschaffen wurde.

Ein reicher Geschäftsmann aus St.Cyr schenkte seiner Stadt diese Kopie, die den „Place Portalis“ vor der Kirche schmückt.

Die Partnerschaft Saint-Cyr mit Denzlingen besteht seit 1974, die ganz vielfältig durch die Schulen, die Vereine, die politischen Gemeinden und die vor allen Dingen auch auf privater Ebene mit vielen gegenseitigen Besuchen mit Leben erfüllt wird.

Am Freitag, 11. Sept., früh morgens um 5:00 Uhr waren alle 29 Teilnehmer dieser Reise in Denzlingen in den Bus eingestiegen. Die Fahrt führte über die Autobahn Mulhouse – Bourg-en-.Bresse-Lyon-Aix-en-Provence. Pünktlich um 17:00 Uhr erreichen wir nach einer 860 km langen Fahrt, wie vorgesehen, den Saint- Cyrer Ortsteil Madrague, wo wir in der dortigen Capitainerie ganz herzlich von unseren französischen Gastgebern mit einem Aperitif empfangen werden. Danach geht es in unser kleines, einfaches Hotel „le petit Nice“, das den großen Vorteil hat, nahe am Strand zu liegen. So kann man schnell vor dem Abendessen noch einmal kurz in das noch 22° C warme Wasser springen.

Am Samstag sind wir Zuschauer bei dem großen Festumzug „Festo di Vendemi“, der durch das Zentrum von Saint- Cyr führt. Es ist ein Weinlesefest mit Folklore, Gauklern, geschmückten Pferdewagen und der anschließenden Segnung der Gespanne. Die Teilnehmer in ihren einheimischen farbenfrohen Trachten u.a. einer Tanzgruppe, die einen Bändertanz aufführt, und einer Jazz- Band erfreuen eine große Zuschauermenge. Am Rande ist ein kleiner Markt aufgebaut, an dem sich tradionsgemäss Denzlinger mit 3 gut besuchten Ständen beteiligen, die Schwarzwälder Spezialitäten anbieten. Auch das aus Denzlingen mitgebrachte Bier lief in Strömen. Abends sind wir dann in einem großen Festzelt Gäste der Gemeinde Saint- Cyr, wo wir mit einem 4- Gänge Essen verwöhnt werden.

Sonntag ist großer Markt in Saint- Cyr. Das Angebot beschränkt sich nicht nur auf Lebensmittel, sondern im weit aus größerem Maße werden Haushaltswaren, Kleidung und auch Souvenirs gehandelt. Fast jeder von uns nutzt die Gelegenheit, einen günstigen Kauf zu tätigen. Auch Dirk und ich haben tüchtig zugeschlagen

Unvergessen für jeden von uns wird die Fahrt mit dem Bus auf der Route des Cretes bleiben,

die entlang der Küste über das Bergmassiv zwischen La Ciotat und Cassis führt, ein schmales Sträßchen, das sich in vielen spitzen Kehren am Rande von steilen Abstürzen bis auf eine Höhe von 400 m hinauf windet und dann ebenso bergab mit zuletzt einem 30%igen Gefälle direkt nach Cassis hinein. Unser Fahrer Heiko hat da ein Meisterstück abgeliefert. Grandios der Blick hinab zur Küste, wo sich die Wellen weiß aufschäumend an den Felsen brechen. Die Bergflanken sind mit dem Grün einer kniehohen Macchia überzogen. An steilen Abstürzen tritt der fast weiße Fels mit senkrechten Furchen hervor und bildet langgezogene Wände, die verblüffend an Wallmauern längst verfallener Burgen erinnern. Trotz ihrer scheinbaren Kargheit ist diese Landschaft betörend schön .

Am Montag wandern wir mit unseren französischen Gastgebern nördlich von Saint- Cyr aus hinauf zu den Revers de Boquie. Anfänglich führt der Weg durch lichten Wald mit niedrig wachsenden Aleppo- Kiefern, deren Nadeln trotz der heißen und trockenen Sommerzeit ein unwahrscheinliches, frisches Grün aufweisen. Später wird der Weg steiler, der Wald wird üppiger und hohe Weißkiefern spenden ein wenig Schatten. Wir erreichen eine Meereshöhe von über 400 m und halten unsere Mittagspause im Schatten hoher Bäume. Danach geht es weiter zu dem Aussichtspunkt „le Telegraphe“ mit einem schönen Rundblick auf den umliegenden Bergwald .

In der Nacht zum Diensttag beginnt es zu regen. Der erste Regen seit April! Am Morgen tröpfelt es dann nur noch und wir beginnen unsere botanische Exkursion mit Professor Paul Moutte. Der Professor berichtet von der „wasserlosen“ Vegetationspause im Sommer, die der Winter- Vegetationspause in unseren Breiten in etwa entspricht. Am Beispiel der Zistrose, der Heide und des Rosmarins wird uns gezeigt, mit welch unterschiedlichen Strategien die Pflanzen an der Mittelmeerküste die heiße, niederschlagslose Zeit des Sommers überstehen. Margit Schostok ist eine großartige Übersetzerin. Mitten in den spannenden Ausführungen öffnet der Himmel seine Schleusen und übergießt uns mit einer Wasserflut. Daher müssen wir leider die Exkursion abrupt abbrechen und flüchten uns durchnässt in unseren Bus.

Am Mittwochmorgen hört dann der Regen auf. Die Mehrzahl von uns bricht nach Aix En Provence zu einer Stadtbesichtigung auf. Die kleinere Gruppe wandert bei bedecktem Himmel auf dem Küstenweg, dem 12 km langen Sentier Littoral, von Saint- Cyr nach Bandol, ein idealer Ausgangspunkt, um die Region zu erforschen.

Ein wunderbarer Weg, teilweise unter hohen Bäumen, dann wieder über blanken Fels, immer auf und ab, aber gut ausgebaut mit teilweise angelegten Treppenstufen und überhaupt nicht rutschig, obgleich es über 24 Stunden anhaltend geregnet hat. Die Felsenküste, der Brandungssaum, die vielen kleinen Buchten, Wasser umspülte Felsbrocken und in das Meer hineinragende, mit Macchia oder Bäumen bedeckte Landzungen hinterlassen einen unvergesslichen Eindruck. Gern hätten wir mehr Zeit gehabt, wären den Weg bei Sonnenschein gegangen und hätten in der einen oder anderen Bucht ein Bad in dem klaren Wasser genommen.

Am Abend sind wir dann noch einmal in der Capitainerie von Madrague zu Gast bei unseren französischen Gastgebern. Durch die hohen Fenster haben wir eine Panoramablick auf den Yacht- und Motorboothafen und sehen hinüber auf die am anderen Ende der Bucht liegen Felsen von Bec de l’Aigle und die Ile Verte und werden Zeugen eines Sonnenunterganges, der den Himmel in ein leuchtendes Orange taucht. Ein schönes und gleichzeitig wehmütig stimmendes Abschiedsbild, denn schon am nächsten Tag geht es auf die lange Heimreise.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Verantwortlichen der beiden Komitees und den Wanderführern des Schwarzwaldvereins, die mit viel Einsatz die Reise vorbereitet und durchgeführt haben.

Autor: harzerroller

Lisa Peltz

Autor: glueckspeltz

Dirk Glembin

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