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Die Atacama-Wüste

Für den Rest von unserer Reisegruppe – wir waren jetzt nur noch vier – stand ein Besuch im Norden Chiles – in der Atacama-Wüste – auf dem Programm. Spät am Abend kamen wir in Calama an und fielen nach dem Begrüßungstrunk ins Bett. Jedoch am Morgen stand unser Reiseführer wieder auf der Matte und es ging nach San Pedro de Atacama.

Auf dem Weg dahin kamen wir auf nahezu 3.500 m Höhe. EinFotostopp mit Blick in die Salzkordilleren ließ uns ahnen, was wir alles sehen würden.

Jetzt waren wir mitten in der Wüste mit grandiosen Fels- u. Steinformationen. Ein wenig merkte man die Höhe bei der Atmung. Aber es ging wieder bergab und San Pedro lag dann noch ca 2400 m ü.M. Unser Hotel „La Casa de Don Tomás“ war ganz im Stil des Dorfes gebaut.

Die von bis zu 6.000 m hohen Vulkanen überragte und salpeterreiche Hochebene ist eine Stein- und Schuttwüste.

Fast nur das Schmelzwasser der Berge liefert etwas Feuchtigkeit. Lagunen bilden sich, die in der Wüstenhitze gleich verdunsten und riesige Salzseen hinterlassen. Zu dem 3000 qkm großen Salzsee machten wir uns auf – er liegt in 2.300 m Höhe und ist auch das Sammelbecken für das stark mineralhaltige Wasser des Rio Pedro, zu dem noch zahlreiche unterirdische Zuflüsse kommen.

In dieser abflusslosen Senke verdunstet das Wasser sofort und an der Oberfläche setzt sich eine stark salzhaltige Schicht ab, die im Salar de Atacama mit Lehm vermischt ist. Die krustige und körnige Oberfläche ist stellenweise blendend weiß, schimmert manchmal gräulich und changiert an manchen Stellen ins Braun. Die in dem Salar sich befindenden Wasserbecken – kleinere Lagunen – bieten vor allem Flamingos Lebensraum. Die werden bis zu einem Meter groß und sind weiß u. rosa.

Die größte und am leichtesten zugängliche Lagune ist der Lago Chaxa, der gut mit dem Auto zu erreichen ist. Auf der kurzen Wegstrecke bis zu den Flamingos spüren wir die brennende Sonne. Aber man beobachtet mit Hingabe die Flamingos in ihrer Farbenpracht. In der Ferne glitzern die Vulkane, man ist hingerissen von der wilden Schönheit.

Auf dem Rückweg wurde ein Stopp in einem kleinen Städtchen gemacht, das sich Puende Toconao nannte. Es ist ein Dörfchen mit 550 EW, das eine wunderschöne Kolonialkirche hat, die vor 1744 erbaut wurde. Zum Bauen verwendete man in dem Ort viel Vulkansteinziegel aus einem weichen, weißen Vulkangestein, genannt Liparita-Gestein.

Jetzt werden noch Figuren und Andenken daraus gemacht, die zum Verkauf angeboten wurden.

Hinter dem Ort erhebt sich eindrucksvoll die Wüste und die Vulkane. Es ist ein herrlicher Anblick bei dem blauen Himmel. Wir besuchten einen Handwerkerladen, in dem es Decken, Tücher, usw. zu kaufen gab. Wir durften in den Hof und den Webstuhl fotografieren. Man hielt hier auch ein Lama, der guten Wolle wegen.

Nach der Rückkehr ins Hotel legten wir eine kleine Pause ein, um uns dann wieder zur Stadtbesichtigung einschließlich Kirche und zum Museumsbesuch zu treffen.

Verlaufen kann man sich hier nicht, kein wichtiger Punkt ist weiter als 250 m von der Plaza entfernt. Wir gingen am ältesten Gebäude der Stadt vorbei Casa Incaica, das wohl vor 1540 gebaut worden ist, aber nicht zu besichtigen war. Auf der anderen Seite der Plaza steht die Kathedrale, die 1744 erbaut wurde. Es ist ein einschiffiger Bau, an den später ein großer, gestufter Glockenturm angebaut worden ist. Umgeben ist der ganze Komplex von einer Mauer in der ganz typischen Bauart. Die Kathedrale ist aus luftgetrockneten Lehmziegeln erbaut, die blenden weiß gestrichen sind.

Das Innere ist sehr schlicht gehalten, der Raum kaum ausgeschmückt. Interessant ist die Dachkonstruktion aus Kakteenholz, das mit Lederriemen anstelle von Nägeln zusammengehalten wird.Auch viele der andern Häuser sind noch mit Kakteenholz gedeckt. Außen wurde das Kaktusholz mit einer Lehmschlemmschicht abgedichtet. Das Dach ist wirklich noch aus den Anfängen der Erstellung und es soll noch nie reingeregnet haben.

Der Ort ist der bekannteste Wüstenort Chiles mit 2000 EW. Er hat wohl eines der besten archäologischen Museen Chiles,

das von Padre Gustavo Le Paige 1955 gegründet wurde. Der Pater grub in der Atacama-Wüste und entdeckte Gräber, Wohnhäuser der früheren Bewohner, fand Werkzeuge, Mumien, Stoffe, Spielzeug, Schmuckstücke, Rauschmittel-Geräte usw.. Bis zu seinem Tod 1980 trug der Pater seine viele tausend Fundstücke zusammen. Sie dokumentieren die Lebensweise der früheren Atacama- Bewohner, die unterschiedlichen Kulturen und auch den Lebensraum Wüste. Da in dem trockenen Wüstenklima nichts zerfiel, ist alles perfekt erhalten. Es sollen 380.000 Exponate vorhanden sein. Das Museum ist sehr beeindruckend.


Der Ort selbst liegt zu Füßen einer berauschend schönen Vulkanlandschaft, der Vulkan Licancabur (5916 m) ist der auffälligste und man sieht ihn fast von überallher.

Mir haben aber auch die Einfassungsmauern um die Häuser und Grundstücke aus Lehmziegeln - immer anders gestaltet - sehr gut gefallen. In einem typischen chilenischen Restaurant haben wir dann einmal die chilenische Küche mit Maisbrei in Maisblättern gegart und Cazuella, einen Suppeneintopf mit Gemüse, Kartoffeln und Fleisch probiert. Es hat uns gut zusammen mit dem köstlichen chilenischen Wein gemundet. Zum Sonnenuntergang fuhren wir dann noch ins Valle de la Luna, das Mondtal. Die imposante Cordillera de la Sal türmt sich zu beiden Seiten der Straße in tausenderlei beeindruckenden Formationen auf, um sich dann im Valle de la Luna zu öffnen. Großartig!!!

Man geht gern zum Sonnenuntergang ins Tal, noch großartiger ist es wohl, wenn gleichzeitig der Vollmond im Tal steht.

Aber auch so konnten wir das Farbenspiel von der großen Sanddüne aus - die wir erst hinaufsteigen mussten - bestaunen. Das schwächer werdende Licht bringt die Felsen in allen Farbnuancen zum Leuchten -

zuerst gelb-orange, dann tiefrot, später fast violett und am Ende dunkelblau . Wenn die Sonne weg ist, wird es aber auch gleich kalt und man geht gerne ans Auto zurück.

Am 3.1. brechen wir morgens um 5°° Uhr auf, um zum Sonnenaufgang bei den Tatio - Geysiren zu sein,

die auf einer Höhe von nahezu 4.500 m liegen, sie sollen die höchstgelegenen Geysire der Welt sein.

die auf einer Höhe von nahezu 4.500 m liegen, sie sollen die höchstgelegenen Geysire der Welt sein.

Auf der Fahrt dorthin grüßten uns beinahe in Augenhöhe die schneebedeckten Grenzberge zu Bolivien mit ihren 5 – 6000 m Höhe.


Man kam sich schon vor wie in einer anderen Welt! Auch die Atmung wurde schwieriger, aber wir bewegten uns auf dem Hochtal der Geysire schön langsam und vorsichtig. An allen Ecken und überall dampft und sprudelt heißes Wasser, manchmal schießen auch Fontänen in die Luft.

Hier wird einem bewusst,dass die Anden ein junges, vulkanisches Gebirge sind, das noch nicht zur Ruhe gekommen ist. Am frühen Morgen ist das Schauspiel des aus den Fumarolen austretenden Dampfes vor dem blauen Himmel ein Erlebnis, das man wohl nie vergisst. Unvorsichtig - wie ich nun mal bin - wollte ich mir in dem heißen Wasser die Hände wärmen, weil sie so kalt geworden waren, dass ich kaum den Foto halten konnte, zog sie aber blitzschnell zurück, denn bei 85 - 90° Wassertemperatur war das gar nicht lustig. Aber immerhin konnte unser Reiseleiter die Milch fürs Frühstück in dem dampfenden Wasser gut heiß machen.

Es gab auch einen Pool, aber wir hatten keinen Badeanzug mit, und die Luft lud auch nicht gerade zum Ausziehen ein. Wir wanderten vorsichtig über die Fläche, man muss überall gewärtig sein, dass der Boden unter einem bricht. Eigentlich wollte man sich auch gar nicht trennen von diesem gewaltigen Schauspiel. Aber es ging noch weiter, an der Cuesta del Diablo (der Teufelsschlucht)

- Ronald nannte es das "Teufelseck" nahmen wir Einblick in die Schlunde der brodelnden Vulkane. Ein schaurig-schönes Erlebnis.

Ein wunderschöner blauer See liegt weiter unten umgeben von den Vulkanen, aus denen es kocht, brodelt und spuckt. Nicht weit davon entfernt sendet der Vulkan Putana seine Dampfwölkchen in den Himmel. Die Hänge sind mit goldgelb schimmernden Graspolstern bedeckt, ein wunderschöner Anblick

Zurück fahren wir über die faszinierend karge Landschaft des Tales Valle de la Muerte .

Wir sehen Vinkunas (Verwandte der Lamas (ihre Wolle ist kostbarer als Seide!) - auch ihre Toiletten!), Strauße, die hier kleiner sind und Surire heißen , Flamingos, sogar ein paar verirrte Möven und Wildgänse. Immer wieder machen wir Stopps für grandiose Ausblicke und Fotos. Gut, dass es bei der Fahrt hinauf dunkel war und man so die vielen Kurven nicht sehen konnte,

es ist schon eine abenteuerliche Fahrt. Einen Stopp bauten wir noch ein, als wir zu den vielen Säulenkakteen kamen.

Ihr Holz wird, außer für die Dachdeckung, auch gerne die die Herstellung von Gebrauchsgegenständen – wie Schalen, Tabletts und so etwas verwendet. Dann aber geht es zurück ins Hotel. Nach einer Ruhepause erkunden Christa und ich nochmals den Ort und erfreuen uns an der schönen Landschaft.

Abends verabreden wir uns wieder mit Sabine und Gerd, um chilenisch zu essen. Am andern Morgen geht es zurück nach Calama, von dort mit dem Flieger nach Santiago de Chile.

Die für den Rückflug vorgesehene Maschine musste ausgetauscht werden, weil sie einen Maschinenschaden hatte, aber lieber dort am Flughafen ein wenig warten als irgendwo notlanden zu müssen. So kamen wir dann endlich am 6. Januar nach langer Flugreise und Zwischenstopp in Madrid - Bahn nach Freiburg bzw. Hamburg wieder daheim an. Voller schöner Erlebnisse von einer
wunderbaren Traumreise!!!

Autor: tanteklara

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