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Angesagt war der Sardanatanz am Hafen meines Ferienorts an einem Samstag, Mitte September. Die Stühle auf dem ausreichend großen Platz, in zwei Reihen aufgestellt, luden zum Sitzen ein, wer sich so früh wie ich einfand, konnte die erste Reihe wählen, mit Blick auf die Musikbühne und die Tanzfläche vor mir.

Während der Wartezeit beobachtete ich die ankommenden Enten, die anschwammen, an Land stiegen und offenbar ahnten, dass man für sie an diesem besonderen Tag reichlich Getreidekörner ausgestreut hatte.

Allmählich begann das Sardana Orchester seine Sitzstellung einzunehmen, die Mehrzahl Männer, aber es waren auch zwei Frauen dabei, sie hatten sich in ihrer Kleidung für türkisfarbene Tops entschieden, es war ja immer noch sehr warm.

Die einleitende Coplamusik gefiel drei Kleinkindern so gut, dass sie sich vor dem Podium niederließen und während der ganzen Vorstellung still sitzenblieben.

In den traditionellen Farben rot und weiß, trat die erste Tanzgruppe auf, einheitlich in weißen Leinenschuhen, bei den Tänzerinnen versehen mit Bändern, die um die Fesseln geschnürt waren.

Pünktlich um 19.00 Uhr begannen die Tänzer mit ihren rhythmischen Schritten, die so leicht aussahen, als könnte man sie sofort nachmachen, aber so begabt war ich nicht. Als mich ein Tänzer später aufforderte mitzutanzen, probierte ich es zwar, gab aber bald wieder auf.

Da der Sardanatanz ein Reigentanz ist, sind die Arme ausgestreckt und die Tänzer halten sich an den Händen. Schwung kam auf als der Hosenrock der Tänzerin zu flattern begann. Auch Männer in ihrer Urlaubskleidung gesellten sich dazu.

Die Stimmung stieg an, als immer mehr Publikum teilnahm, jung und alt, bis nach- und nach nur noch Zuschauer tanzten.

Inzwischen wurde es dunkel, ein Tänzer hielt seinen kleinen Sohn auf den Armen, später ist es die Mutter, der Kleine nimmt schon früh die Tanzrythmen auf, um – so bleibt zu hoffen - den beliebten katalanischen Tanz in seiner Generation weiterzuführen. Der Tanz hat bei den Katalanen einen hohen Stellenwert, denn er war unter dem Diktator Franco verboten. Warum weiß der Geier. -


Aus Wikipedia entnommen:

Die „Frühgeschichte“ der Sardana ist bisher erst sehr ungenau erforscht. Einige Forscher suchen ihren Ursprung in magischen Tänzen der frühen iberischen Halbinsel, andere sehen ihn in der Nachahmung von Gestirnbewegungen am Himmel. So sollen die „curts“ Bewegungen bestimmter Sterne am Nachthimmel und die „llargs“ die Bewegung der Sonne symbolisieren. Wieder andere Forscher sehen in der Sardana Relikte der kretischen Kultur, die über die Iberer vermittelt, bis heute weiterleben. Nach Jacint Verdaguer[5] ist die Sardana schon in In Alt-Griechenland von Homer beschrieben worden … Sie stammt von Sardus, „einem Sohn des Herakles ab, der jene Insel im Mittelmeer einnahm, der er dann seinen Namen gab: Sardinien. Und so mag die Urform der Sardana letztlich bis in die atlantische Kultur zurückweisen, denn die apollinische Harmonie dieses Tanzes, dieser Musik, Schritte und Kreisfigur scheint ursprünglichen Sternenrhytmen zu folgen“.[5]

Wegen der Dunkelheit sind die Musiker vom Podium abgestiegen, weil sie ebenerdig durch die Straßenbeleuchtung die bessere Lichtquelle fanden.

Getanzt wird notfalls auch mit Sandalen, Hauptsache man ist dabei, beherrscht die Schritte und erfreut sich an den gemeinsamen rythmischen Tanzschritten.

Zum Schluß füge ich noch ein Foto aus einem vorangegangenen Bericht bei, wo auf der Hauptstraße, der Rambla von Tarragona, dem Nationaltanz ein Denkmal aus Stein errichtet wurde.

Tarragona
- Dem berühmten Sardanatanz der Katalanen wurde ein aus weißem Marmor errichtetes Denkmal gewidmet -

Autor: Vamp

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