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In diesem Jahr führte eine Reise mit dem Auto über Frankreich nach England zu einer Rundreise im südlichen Teil und alsdann nach Wales an die südliche Westküste zum Wandern.

Die Reise war sehr interessant, sie führte in England zu den Gärten, zu den Schlössern, Kathedralen und zu interessanten Städten, und weil diese Reise so informativ war, möchte ich sie nachfolgend in einzelnen Abschnitten über ausgesuchte Orte und Begebenheiten schildern.

Die Route führte zunächst nach Reims zur Besichtigung zu der dortigen Kathedrale. Sie gilt als die prachtvollste der französischen gothischen Kathedralen und war die Kirche, in der nahezu alle französischen Könige gekrönt worden sind.

Per Zufall war am Besuchs- und am darauffolgenden Tag auch noch ein Mittelalter-Fest in Reims, in dem die Bevölkerung zahlreich in mittel-alterlicher Kleidung an Schaukämpfen und Animationen teilnahm.

Zunächst hat uns jedoch dieses Mittelalter-Fest enorme Schwierigkeiten bereitet bei der Anfahrt zum gebuchten Hotel. Die Straßen in der Innenstadt waren für den Verkehr gesperrt und unser Navigationsgerät hat deshalb völlig versagt. Nach einigen Irrfahrten stießen wir auf zwei freundliche Polizisten auf dem Fahrrad, die uns dann sehr sicher, hierbei uns auch wie VIP-Personen die Vorfahrt erzwingend, zum Hotel gebracht haben.

Besonders auffallend waren die Gaukler, die stets ein zahlreiches Publikum hatten. Am besten hat uns der Gänsehirt gefallen, der mit einem langen Stab und seinem Colliehund diese Schar von 30 Gänsen, wie eine Kompanie von Soldaten in Zucht und Ordnung durch die Stadt geführt hat.

In Reims hatten wir sommerliche Temperaturen von 28 Grad, so überraschte uns der Folgetag in Dover mit nur 10 Grad, Nebel und Nieselregen, womit sich das englische Wetter in geradezu sprichwörtlicher Art und Weise zeigte. Ungeachtet dessen ging es dort zu den Klippen von Dover, die nun auf den folgenden Fotos entsprechend gezeigt werden.

Für die nachfolgende Besichtigungsreise möchte ich zunächst auf die englischen Gärten eingehen:

In den englischen Grafschaften, besonders aber in den südlichen Grafschaften Kent und Sussex findet man wunderschöne Gärten, überwiegend als Landschaftsgärten gestaltet, die ja in England auch entwickelt worden sind. Im 19. Jh. oft verkommen, wurden dann die Gärten und die dazu gehörenden Schlösser Anfang des 20. Jh. häufig von vermögenden Erben im 20. Jh. erworben und restauriert oder neu gestaltet.

Als ersten Garten haben wir Sissinghurst besucht. Dieser Garten wurde von der Schriftstellerin Vita Sackville-West und ihrem Mann Harold Nicolson in den 30iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geschaffen. Dieser Garten ist in 1. Linie ein Blumen- und Staudengarten und ist nur in Ansätzen als Landschaftsgarten gestaltet.

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- Sissinghurst -

Nicht weit von Leeds Castle liegt Hever-Castle. Die ziemlich verfallene Burg mit Anlagen wurde Anfang des 20. Jh. von einem Erben der amerikanischen Familie Astor erworben und in wenigen Jahren mit rund 1000 Arbeitern zu einem der schönsten der englischen Gärten mit einem künstlichen See ausgebaut.

Der Erbe Astor hat die Burg nach seinen idealistischen Vorstellungen für damalige Verhältnisse wohnlich umgebaut und für seine Besucher auch noch ein Disney-Dorf im altenglischen Stil errichtet, ein weitläufiger Komplex mit mehr als 100 Zimmern. Auch diese Burg ist historisch belastet, sie war bewohnt von Anne Boleyn, der 2. Frau von Heinrich VIII, für die es allerdings keine gute Ehe war.

Die nächste Tour führte zu Leeds (Castle), einem Schloss in einem aufgestauten See, dessen Ufer und sichtbare Landschaft als „Landschaftsgarten“ gestaltet worden sind. Das Schloss, besser gesagt die Burg, gilt als großartigste Südenglands, war Residenz und Lieblingsort von Eleonora von Kastilien und auch Wohnsitz von Heinrich dem VIII, der die Burg ausbauen ließ. In den 20iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde sie von einer reichen Erbin, Lady Baillie erworben, mit kostbarem Mobiliar ausgestattet und der Garten zu einer beeindruckenden Parklandschaft gestaltet.

Das Vorbild aller engl. Landschaftsgärten und nahezu unverändert erhalten, ist Stourhead. Anfang des 18. Jh. von Vater und Sohn Henry Hoare erworben, wurde das Gelände mit einem schlichten und doch eleganten Landsitz bebaut, der verschwenderisch eingerichtet worden ist und der Sohn Henry Hoare, Sprössling einer unermesslich reichen Bankiers-Familie, setzte sich mit 34 Jahren zur Ruhe und baute ab 1741 den Landschaftsgarten aus mit einem künstlichen See, einem klassizistischen Tempel und einer Grotte. Hinter jeder Biegung, jeder Kurve wird der Spaziergänger auf dem Rundweg durch neue, malerisch komponierte Ausblicke durch Tempel, Grotten, Obelisk in Hainen und Wäldchen, Wiesen und Lichtungen überrascht und entzückt.

Der Sherborne-Park, einstmals im 17.Jh. Wohnsitz von Sir Walter Raleigh wurde auch im 18. Jh. als Landschaftsgarten umgebaut mit sanft geschwungenem See, wunderschönen alten Bäumen, wobei die Ruinen des alten Castles mit einbezogen worden sind.

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- Sherborne -

Montacute-House war Ende der 20iger Jahre des vergangenen Jh. verwahrlost, dann vom National Trust erworben und zur alter Pracht wieder ausgebaut.

Das Schloss, von einem Landadligen Anfang des 17. Jh. erbaut, ist abgesehen von einem späteren Anbau, unverändert erhalten und ist nun mit der großen Galerie Ausstellungsraum bedeutender Portraits aus der National Galerie in London. Die ursprüngliche Anlage der Gärten ist noch erhalten, weitläufige Rasenflächen, Buchsbaum-wände und abgegrenzte Gärten mit Pavillons geben ein wunderschönes Gartenbild ab.

Ein ganz anderer Garten ist Longleat, das Marquis von Bath gehört, dessen gegenwärtiger Nachfahre mit seinem extravaganten Lebensstil seine Landesgenossen schockiert. Dieser Garten ist nicht vom National Trust übernommen worden; der Vater des jetzigen Marquis hat Schloss und Anlage zur Besichtigung freigegeben, in dem weitläufigen Gelände einen vielbesuchten Safari-Park eingerichtet und damit die Anlage zu einem ertragsreichen Freizeitpark gestaltet. Geblieben sind jedoch die gewaltigen Ausmaße der Anlage, das Schloss eingebettet in Rasen und Weideflächen mit einem geschwungenen See, wunderschönen einzelnen Bäumen und lockeren Baumgruppen. Sehr schön erhalten ist das Schloss, das einen beeindruckenden Anblick für das Leben des englischen Adels im 17. und 18. Jh. bietet.

Longleat ist eine der berühmtesten und meistbesuchten Adelsresidenzen in Groß-Britannien.

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- Longleat -

Kein Landschaftsgarten ist Compton-Acres bei Bournemouth, der kurz nach dem 1. Weltkrieg in einem für englische Verhältnisse kleinen und zur Küste abfallenden Gelände angelegt worden ist, umgeben von städtischen Villen. Man geht durch verschiedene Gartenviertel, einem japanischen Garten, Steine- und Wassergärten, Rhododendronhaine und zuletzt durch einen italienischen Garten. Alles mit einer Fülle von Skulpturen und Statuen, eben ein Gartenkunststück, wie alle vorbeschriebenen Gärten.

Ein Abstecher führte in die Nähe von London, denn das Haus von Charles Darwin wollten wir nicht übergehen. Es ist das typische Wohnhaus eines wohlhabenden Engländers im 19. Jh., großzügig, betreut von Hausangestellten und die erhaltenen noch im Original ausgestatteten Räume zeugen von dem unglaublichen Fleiß dieses Mannes, der mit seinem Buch „Über die Entstehung der Arten“ in enthusiastischer Zustimmung und Ablehnung einiges in Bewegung gesetzt hat.

Autor: beah

Beate Paschold

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