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Heiter, neugierig und staunend kann man wohl die Stimmung der 12 FA’ler beschreiben, die sich am Dienstag, den 15. September 15 vor dem Bildhauer- und Steinmetzbetrieb Wolfgang Jakob in Gundelfingen eingefunden hatten (die Hälfte von uns war mit dem Fahrrad gekommen!).

Steinmetz und Bildhauer Werkstatt
Wolfgang Jakob
Stein, Holz
Metall
Restaurierung
Grabmale
Schriften


Schon vor seinem wunderschönen Anwesen sind eine Menge Kunstwerke ausgestellt (Herr Jakob fürchtet keine Diebe).

Herr Jakob stellte sich uns vor, freute sich, dass es heute nicht Kindergartenkinder sondern Senioren waren, die ihn besuchten!

Er beschrieb uns seinen Lebenslauf. Schon sein Vater war Bildhauer und Schriftkenner gewesen. Als Münsterwerkmeister sind u.a. seine Werke des Brunnens und des Kreuzwegs zu Maria Lindenberg bei St. Peter bekannt.

Wolfgang Jakob stellte nach seinem Kunstgeschichte-Studium fest, dass es ihn nicht zur Theorie und zum Lehren der Kunstgeschichte zog: ihm lag die Arbeit mit seinen Händen mehr, und so gestaltete er seine Werkstatt in der Nähe des Waldfriedhofs in Gundelfingen.

Wolfgang Jakob
Ein ehemaliges Taufbecken

Sein Bruder und ein Lehrling sind bei ihm angestellt. Die meisten der Arbeiten werden draußen hergestellt, erst bei –5 Grad C geht es nach drinnen, in die Werkstatt.

Wolfgang Jakob
Erst bei -5 Grad C geht es rein in die Werkstatt!

Er erzählte über die Ideen, die er beim Bau seines Betriebes entwickelt hatte. Vor 30 Jahren hatte er dieses Grundstück erworben und nach seinen Vorstellungen bebaut. So wie er sich die Wirkung des Tors zum Innenhof seines Anwesens vorgestellt hatte, wirkt es auch: großzügig und einladend (am Sonntag wäre ihm eine weniger einladende Wirkung lieber!).

Unaufdringlich, fast bescheiden und doch vermischt mit berechtigtem Stolz kamen die Erklärungen zu seinen phantasievollen und originellen Einzelstücken bei mir an, die Gedanken, die er sich zu jedem einzelnen Werkstück gemacht hatte.

Er fügt z.B. zum Nachdenken anregende Sprüche und Lebensweisheiten (viele von Luis Borges) in passender Schriftart und –größe so in die Werkstücke ein, dass sie ein harmonisches Ganzes ergeben.

Er wirkt mit beim Oberlinden-Künstlermarkt und stellt originelle Skulpturen her für die „Kunst im Bächle“. Einen Wegweiser für Zwickau hat er herstellt, eine Bronze für die Kolpingkapelle, verschiedene Arbeiten und den Brunnen für Gundelfingen und vieles, vieles mehr. Er gestaltet individuelle Grabsteine nach Kundenwünschen. (Nicht Künstler, sondern Gestalter möchte er genannt zu werden.)

Es stimmt allerdings traurig, dass Bildhauerei und Friedhofskultur nicht mehr sehr gefragt sind.

Wolfgang Jakob
Projekt "Kunst am Bächle" - fehlt nur noch die Angel!

Geduldig beantwortete Herr Jakob die unterschiedlichsten Fragen, die aus unserer Runde kamen, ließ sich viel Zeit für uns.

Wolfgang Jakob
Marmorsessel!
Wolfgang Jakob
Wegweiser für Zwickau
Wolfgang Jakob
Büste für die Kolpingkapelle
Wolfgang Jakob
Die Friedhofskultur geht verloren.

Angetan und bereichert verließen wir die Werkstatt, durften ungestraft noch ein paar Nüsse auflesen, bevor ein Teil von uns weiterfuhr nach Glottertal zur Firma Reichenbach zu einem leckeren und sehr günstigen Mittagstisch.

Interessant und stimmig war das wieder heute!

Bericht und Fotos: Margit/anmargi

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