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Pünktlich am 31. Januar um 9.30 Uhr traf sich eine Gruppe „Feierabend`ler“ in der Halle des Hauptbahnhofs in Freiburg zur Fahrt nach Karlsruhe. Margit hatte – wie immer - alles vorbereitet und so konnten wir unsere BW-Tickets in Empfang nehmen.

Um 10.03 Uhr verließ der Zug den Bahnhof und wir saßen, vergnügt plaudernd, im Abteil. Ebenso pünktlich kam der Zug in Karlsruhe an und wir stiegen in die Straßenbahn, um zum Museum zu fahren.

Im Museum wurden wir von Frau Merkel, zur Führung durch die Bilder der Worpsweder Künstlerkolonie empfangen.

Leider durfte im Museum nicht fotografiert werden.

Worpswede ist ein kleines Dorf im sog.“Teufelsmoor“ bei Bremen.

Zuerst machte uns Frau Merkel mit den Bildern von Otto Modersohn, dem Ehemann von Paula Modersohn-Becker, bekannt. Otto Modersohn wurde 1865 in Soest geboren. Er studierte zuletzt an der Kunstakademie Karlsruhe. 1889 gründete er mit Fritz Mackensen und Hans am Ende die Künstlerkolonie Worpswede. Nach dem Tod seiner ersten Frau im Jahr 1900 heiratete er im Jahr 1901 die Malerin Paula Becker . Nach vorübergehender Trennung und einem Aufenthalt in Paris kam Paula Becker wieder nach Worpswede zurück.

Worpswede
- die nette Frau an der Kasse, die täglich aus Freiburg anreist, um hier zu arbeiten! -

Die Bilder von Otto Modersohn wurden in der Nazizeit sehr geschätzt. Er war ein Vertreter der impressionistischen Landschaftsmalerei. 1937 waren seine Bilder auf der Großen Deutschen Kunstausstellung in München ausgestellt.
Viele Bilder zeigten klar und deutlich die seelische Verfassung des Malers. So malte er nach dem Tod seiner ersten Frau auch düstere Landschaftsbilder in bedrückenden Farben.

Nach der Heirat mit Paula Becker – jetzt bekannt unter Modersohn-Becker- änderte sich sein seelischer Zustand, was in seinen Bildern klar zum Ausdruck kam

Nach Otto Modersohn führte uns Frau Merkel zu den Werken seiner Frau Paula Modersohn-Becker. Sie wurde 1876 in Dresden geboren, studierte an einer privaten Mal- und Zeichenschule in Berlin und gilt als eine der wenigen Frauen, die zur Entwicklung der klassischen Moderne beigetragen haben. Im „Worpsweder Kreis“, dessen Bilder durch viele Ausstellungen bekannt geworden sind, galt als Motto „Die Natur ist unser Lehrer“. So wurden von jenen Künstlern hauptsächlich Motive aus der Natur gemalt. Wassergefüllte Gräben, kleine Flüsse, bis zum Horizont sich erstreckende Wiesen und Felder und immer wieder Wolkengebilde.

Im Worpsweder Kreis verkehrte u.a. auch Rainer Maria Rilke.
Es waren heimatliche Motive, die auch Paula Modersohn-Becker malte. Viele Bilder zeigten immer wieder Birken im Moor in verschiedenen Jahreszeiten und bei diversen Lichtverhältnissen und Wolkenstimmungen. Auch das harte Leben der Moorbauern wurde im Bild dargestellt.

Auffallend ist, dass sie die Gesichter der Menschen nur schemenhaft erscheinen ließ. So schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung über Frau Modersohn: „Der deutsche Picasso ist eine Frau“.
In der Nazizeit wurden ihre Bilder als sogenannte „entartete Kunst“ gebrandmarkt.

Wir sahen neben den Ölgemälden auch viele Zeichnungen von Otto und Paula Modersohn, ebenso Entwürfe und Skizzen ihrer Bilder.
Paula Modersohn-Becker verstarb mit 31 Jahren im Jahr 1907.
Eine neue Motiv-Welt erschloss sich Otto Modersohn nach dem Tod seiner Frau Paula. Seine 3.Ehe mit Luise Breling (1909) gab ihm wieder neuen Lebensmut. Die Bilder drückten jetzt nicht mehr die depressive Phase aus. Otto Modersohn fand zu seinem ursprünglichen Stil zurück und malte wieder in frischen, hellen Farben. Das drückte sich besonders in seinen Bildern aus dem Allgäu aus.

Otto und Paula Modersohn hinterließen eine Vielzahl von Bildern, die viele von uns heute noch beglücken.

Unser Besuch in der Städtischen Galerie Karlsruhe verschaffte uns lediglich einen Überblick über das Schaffen von Otto und Paula Modersohn. Es wäre noch viel zu sehen gewesen, aber dazu reichte uns die Zeit nicht.

So kehrten wir trotzdem frohgemut und mit vielem Wissen über den „Worpsweder Kreis“ in einer nahegelegenen Gaststätte ein, wo wir unseren Hunger stillen konnten, bevor wir wieder mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof und von dort nach Freiburg zurück fuhren.
Es war ein gelungener und lehrreicher Ausflug und Margit sei für die gute Organisation ausdrücklich gedankt.

Worpswede
- unser Fotograf -
Worpswede
- das Essen schmeckte sehr gut -
Worpswede
- der Fotograf der meisten Fotos dieses Berichts -

Fotos: Henri, anmargi/Margit

Autor: Bleistift01

Werner Dörflinger

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