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Kunsthalle Messmer - Hundertwasser & Ernst Fuchs

Natürlich durfte in der Ausstellung selbst leider nicht fotografiert werden, aber das kennt man ja schon. Deshalb habe ich Aufnahmen der Kunstwerke außerhalb der Halle eingefügt.


Weil ich finde, dass man die Ausstellung nicht besser beschreiben kann, habe ich den Text entnommen aus: Magazin Ausgabe: April / Mai 2014

„Nur wer schöpferisch denkt und lebt, wird überleben im Diesseits und im Jenseits“ ( Hundertwasser )

„Jeder Künstler errichtet seine Welt neu, wie er sie erlebt, erträumt, schafft und lebt“ ( Ernst Fuchs )

Friedensreich Hundertwasser (1928-2000) und Ernst Fuchs (geb. 1930) gelten als bekannteste Künstlerpersönlichkeiten der österreichischen Nachkriegskunst. In ihrer Jubiläumsausstellung zum fünfjährigen Bestehen des Museums widmet die kunsthalle messmer den beiden Wiener Künstlern nun eine noch nie da gewesene retrospektive Doppelschau. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Fuchs-Sammlerin und Galeristin Dr. Cornelia Mensdorff-Pouilly, die langjährige Muse und Modell des Künstlers war, sowie in Abstimmung mit der Hundertwasser gemeinnützigen Privatstiftung und präsentiert zahlreiche Hundertwasser-Leihgaben aus Privatbesitz. Hundertwasser zählt auf Grund seiner ganz eigenen Formensprache zu den größten, weltweit bekanntesten Künstlern. Ernst Fuchs begründete die Schule des Phantastischen Realismus und stand mit seinen surrealistischen Bildwelten in enger Verbindung zu Salvador Dalì.

In der Ausstellung sind Werke aus allen Schaffensperioden Hundertwassers und Ernst Fuchs´ zu sehen. Auf diesem Wege veranschaulicht die Doppelretrospektive das beeindruckende Lebenswerk zweier großer Künstler, die langjährige Weggefährten waren.

Von Hundertwasser zeigt die Ausstellung eine breite Auswahl aus dem graphischen Werk von Anfang der 50er Jahre bis zu seinem Tod. So kann der Besucher die sich über Jahre wandelnde Bildsprache des Künstlers von bekannten frühen Serien bis hin zum aufwendig gestalteten japanischen Farbholzschnitt der späten Schaffensphase verfolgen. Es sind über 50 selten gezeigte Arbeiten aus Privatbesitz zu sehen. Von Ernst Fuchs werden Gemälde, Pastelle und Aquarelle, Zeichnungen, Bronzen und Architekturmodelle gezeigt, die seit längerem erstmals wieder in Deutschland einen umfassenden Blick auf das vielseitige Werk Ernst Fuchs´ ermöglichen.

Fuchs und Hundertwasser lernten sich in den 40er Jahren im Umkreis der jungen Wiener Künstlerszene kennen. Fuchs studierte damals an der Wiener Kunstakademie in der Klasse des Malers und Schriftstellers Albert Paris Gütersloh. Hundertwasser besuchte die Akademie nur wenige Monate. 1948 fand sich eine Gruppe junger Künstler zur Wiener Schule des Phantastischen Realismus zusammen. Zur Kerngruppe zählen neben Ernst Fuchs die Maler Erich (Arik) Brauer und Rudolf Hausner, zum weiteren Umfeld auch Hundertwasser. Eine fast schon altmeisterliche, manieristische Malweise mit spitzem feinem Pinsel wird zum Markenzeichen der Gruppe, die sich gegen die zeitgenössischen Tendenzen der gegenstandslosen Kunst nach 1945 wendet. Die jungen Maler verbinden sich gegen die Abstraktion und arbeiten an figurativen, surrealen Sujets, die oft von Traumvisionen, Mythen oder okkulten Lehren beeinflusst sind.

Hundertwasser und Fuchs verbrachten bis in die 50er Jahre hinein etliche gemeinsame Aufenthalte in Paris, wo sie sich – trotz künstlerischer Unterschiede – gegenseitig unterstützten. 1959 gründeten sie gemeinsam mit Arnulf Rainer das Pintorarium, in dessen Rahmen sie Aktionskunst, (Nacktdemonstrationen, Wandzeitung) machten um gegen die etablierte Akademie und für die Freiheit des Geistes zu demonstrieren.

Zufrieden verließen wir die Kunsthalle Messmer und machte uns auf den Weg zum Gasthaus Kopf zum Mittagessen.

Wie immer - fröhliche FA'ler, 17 waren's an der Zahl - waren aus verschiedenen Himmelsrichtungen und mit verschiedenen Transportmitteln zur Ausstellung gekommen.

Wir nahmen uns Zeit, um die zunächst surrealen Bilder von Ernst Fuchs und dann Hundertwassers farbintensive, liniengeprägten Werke aufzunehmen. Eine gekonnte Zusammenstellung war das, auch interessant zu sehen, dass beide, obwohl sehr befreundet, ihren eigenen Stil bewahrt hatten.

Hundertwasser wurde lebhaft besprochen, seine verschiedenen Häuser z.B. in Wien und Magdeburg etc.; er wurde auch in Verbindung gebracht mit den Gaudi-Häusern in Barcelona. Schön war auch, die Kindertagesstätte in Frankfurt als Modell zu sehen.

Über die beiden Künstler gäbe es so viel schreiben - am besten man macht sich im Internet schlau!

In herrlichem Sonnenschein zeigte sich Riegel von seiner schönsten Seite - das Städtchen hat einiges zu bieten!

Leider waren nicht genügend Plätze reserviert, aber die vier "Übrigen" verzogen sich gerne nach draußen.

Wieder mal eine gelungene FA-Veranstaltung!

Fotos: anmargi

Autor: Anmargi

Margit Anhut

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