Neu hier? Werde gleich Mitglied! Lies hier über die Vorteile.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

Bequem mit Facebook einloggen:

facebook login

Für Gestaltung und Inhalt dieser Regionalseiten sind ausschließlich die jeweiligen Regionalbotschafter verantwortlich. Die von den Regionalbotschaftern eingegebenen und heraufgeladenen Inhalte unterliegen grundsätzlich weder einer Kontrolle durch Feierabend, noch nimmt Feierabend hierauf Einfluss. Hiervon ausgenommen sind werbliche Einblendungen und Beiträge die von Feierabend direkt eingestellt wurden und als solche gekennzeichnet sind.

Vorab gesagt: wer nicht dabei war, hat etwas versäumt. Ein ungewohnter Blick im wahrsten Sinne des Wortes hinter die Kulissen des Freiburger Theaters. (Anm.: Insgesamt vereint es das Große Haus, das Kleine Haus, die Kammerbühne, den Werkraum und das Winterer Foyer für zusätzl. Lesungen und Kammerkonzerte). Da diese Führung bereits mehrmals stattfand (2007 Bericht von Ernie, 2011 Bericht von Florius), werde ich mich auf die wesentlichen Informationen beschränken.

Herr Wilfried Seeger führte uns, eine interessierte Gruppe von 18 FA' lern, zweieinhalb Stunden durch das Theater. Ein Routinier, denn er hat bereits über 1000 Führungen absolviert.

Ein paar Zahlen: Erbaut 1905 – 1910 im neo-barocken Stil, 878 Sitzplätze im großen Haus, die Bühne 24m breit, 26m tief, Drehbühne: 18m Durchmesser, insges. 300 Scheinwerfer, 66 feste Orchester Mitglieder, 30 Sänger (bei Nabucco sind es bis zu 80!)

Jede Menge verschiedener Handwerksberufe sind vertreten: Schreiner, Bühnenmaler, Schlosser, Elektriker, Beleuchter, Tontechniker, Maskenbildner, Schneider, Dekorateure, Rüstmeister, Schnürmeister u. viele mehr.

Ein erster Eindruck führte uns auf die Bühne, wo Arbeiter damit beschäftigt waren, das Bühnenbild für Tannhäuser aufzubauen. Neben den beweglichen Teilen am Boden ist die Deko an Stangen bzw. Zügen oder Seilen befestigt (das Ganz nennt sich „Schnürboden“), so dass auch schon mal ein Engelchen auf die Bühne geflogen kommen kann. Es gibt übrigens 35 Stangen, von denen jede mit einem Gewicht von 350 kg belastet werden kann. Dafür ist dann der „Schnürmeister“ zuständig.

Im Zuge der kommenden Modernisierung soll jetzt die gesamte Bühnentechnik elektronisch umgestellt werden. Ein besonderer Blick galt dem Inspizienten Pult, dem techn. “Gehirn“ einer Aufführung: ein kleiner Regieraum mit mehreren Monitoren, die den Ablauf auf der Bühne wiedergeben. Hier ist der Platz des „Inspizienten“, der für den technischen und organisatorischen Ablauf einer Aufführung verantwortlich ist. Im Inspizientenbuch, einem dicken „Schinken“, befindet sich rechts die gesamte Partitur der Oper z.B., auf der anderen, linken Seite die entsprechenden technischen und organisatorischen Anmerkungen.

Mit einem Blick in den Zuschauerraum zeigte uns Herr Seeger die Monitore an beiden Enden des 1. Ranges, über die die Sänger den Dirigenten sehen können. Ganz hinten oben die Beleuchtungs- u. Tonsteuerungszentrale. Es dauert übrigens mehre Tage, um die Beleuchtung für ein Stück einzustellen. In der Zwischenzeit nehmen Ersatzpersonen den Patz der Schauspieler ein. Die Einstellungen werden dann gespeichert, so dass zur Premiere jeder Darsteller seine richtige Beleuchtung hat. Eine Bodenklappe vorne an der Rampe der Bühne sollte eigentlich der Platz für den Souffleurkasten sein, aber aus praktischen Gründen sitzt die Souffleuse zusammen mit der Feuerwache meist in der Seitenkulisse. Gesungen wird in vielen Sprachen: D, Ital., E, F, Russisch und auch Tschechisch (für „Russalka“) Hier konnte Herr Seeger viele Anekdoten von Aufführungen, großen u. kleinen Pannen einfließen lassen.

Stadttheater
- Reporterin Gaby/Lavandel -
Stadttheater
- der Fotograf -

Dann ging es etliche Treppen nach oben, in die verschiedenen Werkstätten: Schreinerei, Malerei, Plastikraum … Ob Amor, Cäsar´s Büste oder das Pferd von Troja – alles nur Styropur! Viele Treppenstufen weiter dann das absolute Highlight: die Damenrequisite! Oohs und Aahs vor meterweise Hüten, Taschen, Gürteln, Abendkleidern, und sonstigen Bekleidungstücken aus sämtlichen Epochen. Manch einer von uns hätte sich gerne mal über Nacht einschließen lassen ...

Insgesamt stehen der Requisite 12-14000 Einzelteile zur Verfügung!

Stadttheater
- leider nur von der Seite zu sehen: Wolf Dieter/Lupus05, der Fotograf -

Herr Seeger kam hier dann zum Schluss seiner detaillierten Ausführungen und löste auch das Rätsel um seine Person: ehemaliger Gewandmeister und bereits 87Jahre alt. Das Theater – ein Lebenselixier!

Stadttheater
- unser Fotograf Wolf Dieter/Lupus05 -

Autor: Lavandel

Artikel Teilen


Artikel bewerten
5 Sterne (19 Bewertungen)

Nutze die Sterne, um eine Bewertung abzugeben:


9 9 Artikel kommentieren