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Picasso - Basel
- Die Picasso-Besucher -

Die Picassos sind da!

13 Freiburger FA’ler waren’s letztendlich, die diesem Ruf Folge leisteten! Sie zog es am 20. Juni umweltfreundlich mit der Bahn nach Basel. SBB/Badischer Bahnhof, das war noch die Frage, die schnell gelöst war. Fast waren wir geneigt zu sagen: heute ist nicht unser Tag – der kleinen Ungereimtheiten wegen, aber später wollte davon niemand mehr etwas hören, alles konnte geklärt werden und - zu schön war dieser Tag gewesen!

Es war nicht mehr drückend heiß wie in den vergangenen Tagen, so konnten wir einen kleinen Spaziergang zum Museum genießen.

Picasso - Basel
- Anis, unser neues Mitglied und Wasserpflanze -

Das Museum war auch bald gefunden und so konnten wir uns in Picasso’s Welt begeben, in die Werke seiner wichtigen Phasen von der Blauen und der Rosa Periode über den Kubismus bis zum surrealistisch geprägten Werk der 1930 Jahre, sowie dem Schaffen der 1940er und 1950er Jahre bis einschließlich des Spätwerks zu einer hochkarätigen Retrospektive aller Schaffensphasen (aus dem Prospekt).

Picasso Basel
- Die Picassos sind da! -

Pablo Picasso ist eine Schlüsselfigur der Kunst des 20. Jahrhunderts. Mit seinem umfangreichen und vielgestaltigen Werk prägte er die Moderne wie kein anderer. Das Kunstmuseum Basel zeigt eine groß angelegte Retrospektive, die allein aus Basler Sammlungen zusammen getragen wird. Zum ersten Mal werden die hochkarätigen Picasso Bestände des Kunstmuseums Basel und der Fondation Beyeler vereint ausgestellt. Dazu treten Werke aus zahlreichen Basler Privatsammlungen, die zum Teil erstmals öffentlich gezeigt werden und die Museumsbestände ideal ergänzen.

Picasso - Basel
- Natürlich durfte im Museum nicht fotografiert werden, so habe ich Bilder aus den Prospekten abgelichtet -

Die Stadt Basel hat seit dem legendären "Picasso-Jahr" 1967 eine besondere Beziehung zu Picasso. Damals bewilligte die Bevölkerung von Basel-Stadt durch eine Volksabstimmung einen Staatskredig von 6.000.000 Franken und die Baslerinnen und Basler sammelten in einer einmaligen Aktion 2,4 Mio Franken, um die beiden bedeutenden Gemälde "Les deux Frères" und "Harlequin Assis" für das Kunstmuseum zu sichern. Picasso war über diese demokratische zustande gekommene Liebesbekundung so gerührt, dass er der Stadt drei Gemälde und eine Zeichnung schenkte.

Die besonderen Basler Beziehungen zu Picasso reichen jedoch noch weiter zurück. Kunstsammler wie Raoul La Roche, Rudolf Staechelin, Karl Im Obersteg und Maja Sacher-Stehlin legten noch vor dem 2. Weltkrieg Sammlungen an, in denen Picasso prominent vertreten ist. Nach dem Krieg hat Ernst Beyeler das Werk des spanischen Künstlers den Basler Kunstliebhabern in Galerieausstellungen vermittelt und gleichzeitig seine eigene, imposante Sammlung aufgebaut. Heute befindet sich im Basler Privatbesitz eine in Dichte und Qualität erstaunliche Konzentration von Werken.

Im Jahre 1901 malte er am Anfang seiner melachoisch gestimmten Blauen Periode eine einsame Absinth-Trinkerin. Er malte traurige Randfiguren der Gesellschaft in dunklen Farbtönen.

Die "beiden Brüder" entstanden 1906 während eines 4-monatigen Aufenthalts in den Pyrenäen. Dieses Gemälde gehört in die rosa Periode, die 1905 der Blauen Periode folgt.

Im nächsten Saal sahen wir frühe Werke auf Papier, danach seine Entwicklung des Kubismus ab 1909, eine Pionierleistung und ein Gemeinschaftswerk von Georges Braque und Pablo Picasso.

In den folgenden beiden Sälen sahen wir den Analytischen und den Synthetischen Kubismus. Es folgte der Neoklassizismus.

Seine Harlekine mag ich am liebsten.

1917 arbeitete Picasso in Rom an der Vorbereitung von Bühnenbild und Kostümen für das Ballett Parade von Jean Cocteau, die dieser für die berühmten Ballet russes von Diaghilew geschrieben hatte. Diese Arbeiten ließen Erinnerungen an seine früh prägenden Erlebnisse mit der Zirkuswelt wach werden.

Picassos Beziehungen zum Surrealismus sind vielschichtig, er ließ sich nur teilweise in den Surrealismus integrieren, zu sehr blieb er in seiner Kunst abhängig von der Darstellung des Realen. Es waren zu sehen "die Frau im Lehnstuhl", das Motiv der "Weinenden Frau" ist in fast 60 Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälden zu sehen.

Sein Werk Guernica schuf dieses Werk für die Weltausstellung 1937 in Paris. Ein Gemälde gegen den Spanischen Bürgerkrieg, ein Sinnbild gegen den Schrecken des Krieges.

In der "Suite Vollard" sind seine Druckgrafiken zu sehen, die er von 1930 - 1937 schuf.

Im nächsten Saal sind Frauendarstellungen zu sehen, als Dreiviertelportrait, deformiert, die Augen sind verrutscht, mal seitlich, mal frontal zu sehen, Mund und Nase passen nicht zusammen.

Es folgen die Zeichnungen der 150er und 1960er Jahre, späte Zeichnungen und Druckgraphik, danach die späten Skulpturen und Gemälde.

Pablo Picasso - sein Lebenslauf
1881 - 1973, Maler, Graphiker, Bildhauer


1881 25. Oktober: Pablo Picasso (eigtl. Pablo Ruiz y Picasso) wird als Sohn des Malers José Ruiz Blasco und dessen Frau María Picasso López in Málaga geboren.
1896 Besuch der Kunstschule in Barcelona.
1897 Studium an der Academia San Fernando in Madrid.
1900 Veröffentlichung von Illustrationen durch Zeitungen in Barcelona. Erste Paris-Reise.
1901 Er beginnt, seine Arbeiten mit "Picasso" zu signieren. Zusammen mit einem Freund gibt er die Zeitschrift "Arte Joven" heraus.
1901-1904 In seiner "blauen Periode" entwickelt Picasso seinen ersten eigenen Stil mit schwermütigen Figurenbildern, die in verschiedenen Blautönen gehalten sind. In dieser Zeit beginnt er auch, sich der Skulptur zuzuwenden ("Sitzende Frau").
1904 Nach jährlichen Paris-Reisen zieht Picasso endgültig in die französische Hauptstadt. Er lernt Fernande Olivier kennen, die seine Geliebte und sein Modell wird.
1905-1907 In seiner "rosa Periode" bevorzugt Picasso Zirkusmotive in heiteren Farben, so in dem Gemälde "Die Gaukler". Erste Radierungen und Kupferstiche sowie das Porträt von Gertrude Stein(1874-1946) entstehen.
1908-1917 Für den erneuten Stilwechsel sind vor allen Dingen afrikanische Masken ausschlaggebend. Picasso bricht mit der bisher geltenden Ästhetik und wird zusammen mit Georges Braque (1882-1963) zum Begründer des Kubismus: Er bevorzugt zersplitterte Formen und Farben. Das Gegenständliche wird in Werken wie "Frau mit Gitarre" oder "Ma Jolie" in geometrische Formen aufgelöst, wobei sich die Strukturen der Abstraktion nähern.
1911-1914 Die ersten "papiers collés" (Klebebilder) entstehen. In deren Folge führt Picasso fremde Materialien wie Sand, Holz und Blech in seine Arbeiten ein.
ab 1915 Neben den kubistischen Arbeiten zeichnet Picasso auch wieder realistische Porträts.
1917 18. Mai: Uraufführung des Balletts "Parade" in Paris. Picasso fertigt für die Inszenierung das Bühnenbild und die Kostüme. Das Libretto stammt von seinem Freund Jean Cocteau (1889-1963), mit dem er auch später von Fall zu Fall zusammenarbeit. Anläßlich der Aufführung lernt Picasso die Tänzerin Olga Koklowa kennen.
1918 Heirat mit Olga. Aus der Ehe geht ein Kind hervor.
ab 1919 Picassos Malerei wird zunehmend "klassizistischer". Er greift auf antike mythologische Vorbilder zurück.
1924-1926 Er arbeitet bevorzugt an großen abstrahierenden Stillleben.
1925 Picasso beteiligt sich mit dem Werk "Drei Tänzer" an der ersten Ausstellung der Surrealisten in Paris. Der Surrealismus bietet ihm die Möglichkeit zur Verschlüsselung und zur mythologischen Überhöhung psychischer Erfahrungen.
1927 Bekanntschaft mit Marie-Thérèse Walter, die seine Geliebte und sein Modell wird. Sein Werk ist nun von vorwiegend frei figuralen Kompositionen geprägt.
1928/29 Drahtplastiken und die erste Eisenskulptur entstehen.
1934 Angeregt durch eine Reise nach Spanien, nimmt er die Thematik des Stierkampfes in seinem Werk auf.
1935 Die Geburt seines Kindes aus der Beziehung zu Marie-Thérèse führt zur Trennung von seiner Ehefrau.
1936 Picasso nimmt den Direktorenposten Prado-Museums in Madrid an.
1937 Für den spanischen Pavillon auf der Pariser Weltausstellung schafft Picasso das großformatige Anti-Kriegs-Bild "Guernica", auf dem er die Zerstörung der Stadt im Spanischen Bürgerkrieg darstellt. Freundschaft mit Dora Maar, die neben Marie-Thérèse seine Geliebte und sein Modell wird. Die "New York Times" veröffentlicht eine Erklärung Picassos, in der er für die Regierung der II. Republik in Spanien eintritt.
1941 Picasso schreibt die dadaistische Komödie "Wie man Wünsche am Schwanz packt", die 1944 unter der Regie von Albert Camus privat aufgeführt wird. Er fertigt eine Skulptur von Dora Maars Kopf an, die 1959 als Denkmal für Guillaume Apollinaire (1880-1918) verwendet wird. Beitritt zur Kommunistischen Partei Frankreichs.
ab 1943 Freundschaft mit Françoise Gilot. Aus dieser Beziehung gehen zwei Kinder hervor.
1945 Picasso wird Vorsitzender des französisch-spanischen Hilfskomitees für republikanische Spanier.
1945-1949 Neben der Malerei wird die Lithographie zu einem weiteren Ausdrucksmittel, das seiner spontanen Zeichenweise entgegenkommt.
ab 1947 Anfertigung von Keramiken.
1948 Verleihung der "Médaille de Reconnaissance Française" durch die französische Regierung.
1949Picassos Lithographie "Die Taube" wird für das Plakat zum Friedenskongreß in Paris ausgewählt.
1952 Er schreibt sein zweites Theaterstück und beginnt mit der Arbeit an den Wandbildern "Der Krieg" und "Der Frieden" für die Kapelle von Vallauris. Picasso und Henri Matisse (1869-1954) unterschreiben einen Friedensaufruf.
1958 Er erwirbt das Schloß Vauvenargues.
1961 Heirat mit Jacqueline Roque.
1962-1965 Betonskulpturen.
1963 Eröffnung des Museo Picasso in Barcelona, das später einen Großteil seines Nachlasses erhält.
1968 Picasso fertigt die zwei großen Radierserien "Maler und Modell" sowie "Die Liebenden".
1973 8. April: Pablo Picasso stirbt in Mougins (bei Cannes). Er wird im Garten seines Schlosses beigesetzt.
1985 Einweihung des Musée Picasso in Paris.

(Aus Wikipedia)

Eine unglaublich vielseitige, beeindruckende Ausstellung haben wir da besucht, Werke gesehen, die sonst nicht zu sehen sind. Absolut lohnenswert - es war gut dort gewesen zu sein.

Picasso - Basel
- die sehr freundliche Bedienung im Café! -

Natürlich auch wegen der netten Leute in unserer kleinen Gruppe - wir ließen den Ausflug fröhlich ausklingen im Café im Elisabethen-Park.

Die Bahn brachte uns danach wieder sicher nach Hause zurück.

Text und Fotos zur Picasso-Ausstellung sind dem Prospekt entnommen.

Fotos: anmargi

Autor: Anmargi

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