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Frida Kahlo
Die Aufzüglerinnen - so schön, dass Anneliese wieder dabei sein kann!

Entspannt konnten wir uns im Zug zurücklehnen, plaudern, genießen – Anne-Grete/Tettane hatte alles bis in Detail für die heutige Fahrt zum Frida Kahlo Kunstmuseum Gehrke-Remund in Baden-
Oos bestens geplant und organisiert.

„Das soll ein Museum sein?“ Mariella Remunds und Hans-Jürgen Gehrkes Traum (er hatte sich schon 30 Jahre mit Frida Kahlo beschäftigt) hat sich in der Einrichtung eines Kunstmuseums in einer alten Emaille-Fabrik realisiert, die so recht mexikanisch wirkt, stilgerecht, wie auch die Nachahmung des Gartens mit dem Springbrunnen, den kolumbianischen Tonfiguren, den Kakteen, der aztekischen Pyramide des Hauses Casa Azul (Blaues Haus), dem Zuhause Frida Kahlos. Hier empfing uns Herr Gehrke und erzählte uns viel Wissenswertes über die Entstehung dieses Kunstraumes und das Leben der Künstlerin.

Bis ins Detail und ausgesprochen liebevoll haben die beiden Kunstliebhaber im Februar 2009 Frida Kahlos exzentrisches Leben, ihr Schicksal nachempfunden und über 100 ihrer Werke ausgestellt. Die in den Gemälden abgebildeten Kleider und der Schmuck der Frida Kahlo sind perfekt eingewoben in die Ausstellungsserie. Die Gemälde sind Repliken (eine vom Künstler selbst hergestellte oder beauftragte Wiederholung seines Werks im Unterschied zu der von anderer Hand hergestellten Kopie) in Originalgröße, chronologisch aufgehängt in mehreren Räumen. Wie in einem Tagebuch der Künstlerin kann in diesem Museum „gelesen“ werden.

Aus Wikipedia:

FRIDA KAHLO

(Magdalena Carmen Frieda Kahlo y Calderón [Geburtsname])
geboren (als Tochter des Wilhelm Kahlo, Baden-Oos) am 6. Juli 1907 in Coyoacán, Mexico, gestorben am 13. Juli 1954 in Coyoacán
mexikanische Malerin

Im Grunde gab es nur zwei Körperteile, die Frida Kahlo nie im Stich ließen – ihr Kopf und ihre Hände. Der lebendigen, lebenslustigen, witzigen Frau stand zeitlebens ihr Körper im Wege, gegen dessen Verfall sie sich mit aller Kraft und nicht zuletzt mit ihren Gemälden zur Wehr setzte.

Ein Busunglück hatte, als sie achtzehn Jahre alt war, schlagartig ihr Leben verändert. Die Folge der zahllosen Brüche und schwersten Unterleibsverletzungen sind 32 Operationen in 29 Jahren, einengende Gipskorsetts, immer wieder künstliche Streckungen der Wirbelsäule, zahlreiche Folgekrankheiten und dauernde Schmerzen, die Kahlo zum Teil nur mit Alkohol oder anderen Drogen erträgt. Um zu überleben, malt sich Kahlo in ihren detailgenauen, überwiegend kleinformatigen Selbstporträts die körperlichen und seelischen Verletzungen von der Seele. Tief verwurzelt in der indianischen Mythologie ihrer Heimat, benutzt sie eine symbolhafte, oft surreale Bildsprache.

Die große Liebe und zentrale Figur ihres Lebens ist der Maler Diego Rivera. Zweimal sind sie miteinander verheiratet, die Beziehung verläuft stürmisch, voller Leidenschaft, Verrat und Zärtlichkeit. Kahlos sehnlichster Wunsch, ein Kind mit Rivera, geht trotz mehrerer lebensbedrohlicher Versuche nicht in Erfüllung. Umso mehr kränkte sie ein (offenbar fruchtbares) Verhältnis Diegos mit ihrer jüngeren Schwester. Nach einer Trennung versöhnt sie sich zwar mit beiden, ist jedoch unabhängiger von Rivera geworden und revanchiert sich mit eigenen LiebhaberInnen.

Sie ist eine auffallende Erscheinung. Um sich mit der mexikanischen Revolution für alle sichtbar zu solidarisieren, aber auch für Diego, trägt Kahlo mit Vorliebe mexikanische Tracht, Haarfrisuren und indianischen Schmuck. Die starke Ausstrahlung ihrer Persönlichkeit zieht alle in ihren Bann; ihr Haus, die Casa Azul, wird zum Treffpunkt, besonders für die vielen von Faschismus und Krieg Vertriebenen aus Europa.

Ab 1940 verschlechtert sich Kahlos gesundheitlicher Zustand. Sie ist oft monatelang ans Bett gefesselt und malt dort mit Hilfe von speziellen Konstruktionen. Den ärztlichen Rat wie so oft in den Wind schlagend, nimmt sie, kaum von einer Lungenentzündung genesen, an einer Demonstration teil. Sie malt noch das Bild „Viva la Vida. Wenige Tage später stirbt sie.

Zu den Farben schrieb Frida Kahlo in ihr Tagebuch:

Grün, Weiß, Rot sind die Farben der mexikanischen Fahne. Aber Mexiko ist mehr. Die Faben Mexikos sind voller Kraft, bunt und positiv. So wie auch Frida Kahlo ihr Leben trotz ihrer gesundheitlichen Probleme lebte und liebte. Kräftiges Blau, Rot, Grund und vor allem Gelb. Farben, die eine besondere Ausstrahlung haben, kontrastreich und voller Lebensfreude. Leuchtendes Gelb und warmes Orange spiegeln die Sonne und Wärme Mexikos wieder.

Grün: warmes und gutes Licht
Rötlich Violett: aztekisch. Die lebendigste und älteste Farbe.
Braun: Farbe von „Mole“, des vergehenden Blattes. Erde.
Gelb: Wahnsinn, Krankheit, Angst. Teil der Sonne und der Freude.
Kobaltblau: Elektrizität und Reinheit, Farbe der Liebe.
Schwarz: nichts als schwarz, wirklich nichts.
Blattgrün: Blätter, Traurigkeit, Wissenschaft. Ganz Deutschland hat diese Farbe noch größerer Wahnsinn und Geheimnis. Alle Phantome tragen Anzüge dieser Farbe oder Unterwäsche.
Dunkelgrün: Die Farbe schlechter Nachrichten und guter Geschäfte.
Marineblau: Ferne. Auch Zärtlichkeit kann dieses Blau haben.
Magenta: Blut? Nun ja, wer weiß.

Herr Gehrke gibt bereitwillig und kompetent auf alle Fragen Anwort; sobald er zu sprechen beginnt, bildet sich eine lauschende Traube um ihn herum. Sein Stolz auf dieses besondere Museum und sein Enthusiasmus kommen bei uns an. Und in mir vertieft sich wieder, dass mir Frida Kahlo Vorbild ist wegen ihres Durchsetzungswillens, ihres Lebensmutes und ihrer Kreativität.

Diego Rivera sagte:

„In Fridas Werkt herrscht nicht die Tragödie. Das ist von vielen Menschen oft falsch verstanden worden.

Die Finsternis ihres Schmerzes ist nur der samtartige Untergrund für das wunderbare Licht ihrer körperlichen Kraft, ihrer verfeinerten Sensibilität, ihrer leuchtenden Intelligenz und der unbesiegbaren Kraft, mit der sie um das Leben kämpft, um ihren Freunden, den Menschen zu zeigen, wie man feindseligen Mächten widerstehen, über sie triumphieren und zu einem höheren Glück gelangen kann…“

Der Abschied von Frau Remund und Herrn Gehrke ist sehr herzlich – Frau Remund verspricht mir Bilder zuzusenden – ich sollte nicht fotografieren im Museum. Die Bilder sind heute schon eingetroffen – Ihr könnt Sie in dem Bericht sehen.

Mit dem Bus waren wir schnell in Baden-Baden, konnten eine Kleinigkeit essen, ein Eis gegenüber als Nachtisch genießen und danach wieder mit Bus und Bahn nach Hause fahren – alles hatte wie eingefädelt gestimmt an diesem Tag, dank Dir, liebe Anne-Grete/Tettane und dank unserer schönen und harmonischen Stimmung.

Fotos: Frau Dr. Remund, anmargi/Margit

Autor: Anmargi

Margit Anhut

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