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„Lasst uns träumen vom Lago Maggiore.....“, so sang Vico Torriani einst... aber wir träumten nicht nur vom Lago Maggiore, sondern wir radelten am und beim See.

Am Sonntag, 21.04., starteten wir zu nachtschlafener Zeit, nämlich um 4.00 Uhr früh, beim Konzerthaus in Freiburg, dort holte uns der Bus ab und wir fuhren über Donaueschingen nach Radolfzell, wo jeweils weitere Radler zugestiegen sind.

Bei der Morgendämmerung zeigte sich der Himmel tief wolkenverhangen, als 32 Radler um 6.00 Uhr in Radolfzell wegfuhren. Die Räder waren im Anhänger des Busses verstaut und wir saßen plaudernd oder schlafend im Bus. Allmählich fing es an zu tagen und gleichzeitig auch an leicht zu regnen, aber was soll`s, wir saßen ja im Trockenen. Nach kurzer Zeit hörte der Regen auf und wir fuhren unserem ersten „Halt“ an der Autobahnraststätte „Heidiland“ entgegen. Dort machte die noch schläfrigen Radler ein Frühstückskaffee munter. Auch Heidi hörten wir singen und den Geißbock meckern, bevor uns der Bus wieder aufnahm.

Nun fuhren wir über Chur und die Via mala zum San Bernardino und von dort hinunter in das Tessin. Wir sahen von weitem die Sonne über den schneebedekten Bergen und hofften, sie auf der Alpen-Südseite wieder anzutreffen. Aber weit gefehlt, es regnete... und erst als wir in Locarno ankamen hörte es auf. Auf der engen Seestraße ging es weiter über Locarno, Brissago und Verbania zum „Hotel Moderno“ in Premeno.

Nach Zimmerbezug starteten wir bereits zur ersten Tour, bei der uns unser Rad-Reiseleiter Tonio durch blühende Gärten hinunter zum Lago Maggiore führte. Kaum waren wir unten, fing es wieder an zu regnen und wir zogen alle unseren Regenschutz an. Nach kurzer Pause in einem Café in Oggebbio fuhren wir noch 1,5 km im Regen zum Bus, wo uns unser fürsorglicher Fahrer Ralf triefend nass aufnahm.

Wir waren froh, wieder im Hotel zu sein.

Am zweiten Tag war es mit dem Regen vorbei und so blieb es auch die nächsten Tage. Die Morgenröte tauchte den See in ein zauberhaftes Licht als uns der Bus zum Startplatz für die zweite Tour brachte. Die Landschaft sah wie frisch gewaschen aus, die Bäume blühten, die wunderbaren Gärten und Villen erstrahlten im Morgenlicht und aus der Ferne leuchtete der schneebedeckte Gipfel des Monte Rosa.

Wir fuhren am Lago Mergozzo in das Tal des Toce, einem Zufluß des Lago Maggiore. Unterwegs kamen wir an Marmorbrüchen vorbei, aus denen der Marmor für den Mailänder Dom gebrochen wurde.

Danach machten wir Pause in einem mittelalterlich anmutenden Dorf, das von einer Burgruine überragt wurde. Leider war der Zugang zur Burg verschlossen, aber am Dorfbrunnen gab es frisches Wasser und Erwin ließ es sich schmecken.

Lago Maggiore
- Antonio -

Nach weiterer Fahrt durch das Ossola-Tal erreichten wir Vogogna. Der Wirt in einer Pizzeria hatte bereits den Holzofen angeheizt, um für uns frische Pizzi zu backen. Wir ließen uns die Pizza und den Rotwein schmecken, bevor wir zur Rückfahrt starteten. Diese ging entlang des Toce zurück nach Pallanza, wo uns Ralf freudig erwartete und uns zum Hotel zurück brachte. Wir waren rund 55 km geradelt.

Lago Maggiore
- Felix mit aparter Ersatzbrille! -

Am dritten Tag starteten wir von Sesto Calende, einer Stadt am südlichsten Zipfel des Lago Maggiore. Von dort folgten wir dem Tal des Ticino. Dieser bringt das Wasser des Lago Maggiore in den Po und von dort zum Meer. Auf diesem Fluss wurden seinerzeit die schweren Marmorklötze aus den Steinbrüchen im Ossola-Tal bis nach Mailand tansportiert. Das Tal steht unter Naturschutz und für uns hieß das: Es fuhren keine Autos, es waren nur Radler und Fußgänger unterwegs.

Wir fuhren auf ehemaligen Treidelpfaden und sahen regungslose Fischreiher am Ufer, sowie Enten und Schwäne im träge dahinfließenden, gestauten Wasser. An 7 Staustufen kamen wir vorbei, teilweise auf „abenteuerlichen“ Wegen bis wir unser Lokal „Privato“ erreichten.

Dort war bereits das Mittagessen –Spaghetti mit Tomatensoße, Rotwein und Mineralwasser- bereit, und wir ließen es uns schmecken. Die Toiletten entsprachen allerdings in keiner Weise unseren hygienischen Vorstellungen...

Auf der anderen Uferseite fuhren wir zurück nach Sesto Calende, es waren rund 55 km. Unterwegs hatte Felix an seinem e-Rad einen Getriebeschaden und er musste zurückbleiben, bis der Bus ihn abholte. An einem anderen Rad fehlte die Luft am Vorderrad und die Männer halfen gemeinsam beim Flicken.

Am Abend war der Lago Maggiore in ein zauberhaftes Abendlicht getaucht als wir im Bus an Granit-Steinbrüchen vorbei zu unserem Hotel, das in 850 m Höhe lag, zurückfuhren.

Lago Maggiore
- Wir lassen den Abend ausklingen -

Am vierten Tag machten wir eine Zwei-Seen Tour. Silbern schimmerte der Lago Maggiore am frühen Morgen und der Bus brachte uns nach Laveno, wo unsere Tour begann, allerdings erst nachdem das Rad von Florius geflickt war, denn er hatte „platt“.

Lago Maggiore
- das gute Frühstück im Hotel Moderne -

Nun ging es am Comabbio-See entlang und zum Lago di Varese. Auf der Terrasse eines schönen Lokals in Gropello erwartete uns das Mittagessen: Maccaroni mit Tomatensoße und Salat, dazu den bereits obligatorischen Rotwein und das Mineralwasser. Die Sonne schien und tauchte den Lago di Varese in ein zauberhaftes Licht, als wir auf dem Uferradweg weiterfuhren. Nach etwa 55 km erreichten wir unseren Bus, der am Lago Comabbio wartete.

Lago Maggiore
- das Starfoto von Bernard -

Von dort fuhren wir wieder im Abendsonnenschein über Sesto- Callende, Stresa und Pallanza zu unserem Hotel in Premeno. Nach dem Abendessen begleitete uns eine Mitarbeiterin des Hotels zu einem Aussichtspunkt, hoch über dem See. Die vielen Lichter von Stresa und von den borromäischen Inseln spiegelten sich im See und unsere Begleiterin erzählte uns vom Geschlecht der Borromeo, nach denen die Inseln benannt sind. Es war eine klare Vollmondnacht und der See sah wie verzaubert aus.

Der fünfte Tag brachte uns den Höhepunkt der Reise. Der Busfahrer lenkte sein 18 Meter langes Gefährt mit Bravour durch das Ossola-Tal über Domodossola hinauf nach Santa Maria Maggiore, einem kleinen Bergdorf mit 7 Kirchen, von denen wir eine besichtigten.

Nach kurzem Anstieg ging es 42 km bergab durch das Centovalli nach Locarno. Eine herrliche Fahrt über Schluchten, Viadukte und Brücken führte uns zu unserem Bus in Locarno, wo wir gegen 15 Uhr zur Heimfahrt starteten.

Wieder ging es über den San Bernardino und Chur zur Raststätte Heidiland. Kurz darauf lag im Abendlicht der Bodensee vor uns und unser Fahrer meinte: „Warum fahren wir eigentlich fort, wenn es hier so schön ist...“, auch hier blühten die Bäume und Sträucher und der Löwenzahn leuchtete gelb auf den Wiesen nur der südliche Flair und die Palmen fehlten.

Wir hatten 5 erlebnisreiche und herrliche Tage hinter uns.

Fotos: Zahnrad/Erwin und anmargi/Margit

Autor: Bleistift01

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