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Besuch in der Kunsthalle Messmer

Recht kurzweilig war der Besuch im Kunsthaus Messmer in Riegel Leider fanden sich nur drei Mitglieder der Feierabend Gruppe aus Freiburg am Kunsthaus Messmer in Riegel ein. Die Ausstellung Licht und Bewegung geht in wenigen Tagen zu Ende, also nutzte man die Gelegenheit um einzutauchen in „Licht und Bewegung“. Namhafte Künstler, wie Victor Vasarely, Carlos Cruz-Diez, Kammerer-Luka, Hellmut Bruch, Dadamaino, Ueli Gantner, Walter Giers, Roland Helmer, Joachim Kaiser, Francois Morellet, Rolf Schneebeli und Jean Pierre Yvaral präsentierten hier Werke. waren in der Ausstellung zu sehen. Ich stelle hier nur einige Künstler vor. Leider war es nicht gestattet innerhalb der Ausstellungsräume verständlicher Weise zu fotografieren, von daher kann ich auch keine Innenaufnahmen präsentieren.

Jürgen A Messmer, dem Gründer des Kunsthauses war es eine Herzensangelegenheit verschiede Licht-künstler und die Kinetik (Bewegung) aus aller Welt in einer Ausstellung zusammen zu bringen. Die Kinetik findet man in vielen Bereichen wieder. Eine ist die technische Mechanik, man findet diese aber auch in der Chemie und in der Kunst wieder. Kinetik findet aber auch in weiteren Bereichen statt. Bei der Kunst ist die Ausdrucksform bei der die mechanische Bewegung der wesentliche Bestandteil des Kunst-objekts ist. Siegfried Kreitner Jahrgang 67 hat diese filigranen Arbeiten hervorragend umgesetzt. Man muss schon genau hinsehen was und wie sich bei seinen Kunstwerken alles bewegt.

Regine Schuhmann Jahrgang 61 ist Malerin und Lichtkünstlerin die aber einen anderen Ansatz hat. Farbiges und fluoreszierenden Acrylglas spielt in Werken seit über 20 Jahren eine wichtige Rolle. Dieser von der Künstlerin verwendete Werkstoff leuchtet, sobald von außen Lichtenergie zugeführt wird sei es in Form von natürlichem Tageslicht oder von Kunstlicht. Durch die unterschiedlich farbigen Platten ergibt sich je nach Standort ein Durchleuchten, Schichten, Mischen und Selektieren.

Hans Kotter Jahrgang 1966 hat wiederum einen anderen Ansatz. Die Arbeiten von konzentrieren sich auf die physikalisch-, künstlerischen Grundelemente Licht und Farbe. Räumlich gesehen ergeben sich so neue Räume. In seinen Arbeiten sind Lichtquellen eingearbeitet deren Wirkung, man auf sich wirken lassen muss. Durch das verbaute Farbenspiel entstehen so immer neue Eindrücke.
Adrano Piu Jahrgang 54 ist Maler und Bildhauer. Mit Licht in seinen Bildern hat Er nichts am Hut. Seine beweglichen Bilder soll man durch Berührung verstehen und begreifen. Die Kombination zwischen Malerei und Bildhauerei zeigt sich ebenfalls an den Werken, die in der Galerie m präsentiert werden. Die Gemälde mit verschiebbaren Holzelementen bieten eine spannende Ansicht an dargestellten Motiven und ermöglichen eine Interaktion des Betrachters mit der Kunst während die Skulpturen durch ihre organische und zugleich metallische Oberfläche eine starke Präsenz in den Raum bringen.

Ludwig Wilding Jahrgang 27 hat wiederum eine andere Perspektive. Seine kinetische Kunst besteht aus zweidimensionalen Werken. Er schafft durch Überlagerung der Linienstuckturen die Illusion der Bewegung. Durch das Acrylglas wird diese Sichtweise noch verstärkt. Visuelle Kunst findet primär über den Kanal des Auges statt“, dies ist ein Schlüsselsatz vom Künstler. Er benutzte auch gerne den Begriff „Irritative Kunst“, er wollte die Grenzen visueller Wahrnehmung erkunden. Seine Arbeiten hinterfragen die Perzeptionsgewohnheiten des Betrachters und die Interaktion von Auge und Gehirn. Wichtig war für ihn auch die Interaktion des Betrachters, denn nur durch dessen Position im Raum oder dessen Bewegungen verwandelt sich schlussendlich das meist flache Objekt zu einem dreidimensionalen Seherlebnis.

Werner Bauer Jahrgang 34 hat bei eines seiner Bilder mit Acrylglas gearbeitet. Die einzelnen Reihen der Elemente waren alle gleich gearbeitet und in gleichmäßigen Abständen angeordnet. Von hinten waren die Acrylglaselemente die alle poliert waren, angeleuchtet. So waren durch den dunklen Hintergrund nur die polierten Schnittstellen zu sehen.
Im Jahr 2005 gründete der Unternehmer und Kunstsammler Jürgen A. Messmer in Erinnerung an seine verstorbene Tochter Petra die Messmer Foundation. Die gemeinnützige Stiftung ist Trägerin der Kunst-halle Messmer, die 2009 im historischen Gebäudekomplex der ehemaligen Riegeler Brauerei eröffnet wurde. Riegel ist eine Gemeinde am Kaiserstuhl, circa 20 Kilometer nördlich von Freiburg gelegen.

Jährlich werden hier bis zu drei großangelegte Ausstellungen präsentiert. Zu den bisherigen Publikums-erfolgen zählen u.a. die Ausstellungen über Marc Chagall, Le Corbusier, Victor Vasarely und Salvador Dalì. Neben Einzelausstellungen werden immer wieder großangelegte Gruppenausstellungen zu bestimmten Themenkomplexen wie Wasser oder Kinetik gezeigt. Zur Förderung der Kunst schreibt die Messmer Foundation regelmäßig den Internationalen André Evard-Preis für konkret-konstruktive Kunst aus, der sich an Gegenwartskünstler richtet und in einer großen Gruppenschau präsentiert wird.

Jürgen Messmer der frühere Unternehmer hat mit Schreibgeräten Millionen verdient. Nach dem Verkauf seiner Messmer Pen GmbH (2006) ist dieser als Handlungsreisender in Sachen Kunst unterwegs. Das traumhafte Wetter, die Temperaturen waren im zweistelligen Bereich ließ noch einen Spaziergang in dem weitläufigen Areal zu. Zahlreiche Kunstwerke sind im Außengelände zu betrachten. Danach schlenderte man gemütlich durch die Stadt. Ziel war natürlich ein Cafe.

Georg Stratmann

Flüsse
Man trifft sich in Riegel. Die eigentlich kleinen Flüsse Elz, alter Dreisam und die Glotter treffen in Riegel aus verschiedenen Richtungen aufeinander. Nach einsetzendem Tauwetter und viel Regen bleibt es nicht aus dort zu Hochwassersituationen kommt. Der in Riegel beginnende Leopoldskanal ist ein Kanal zur Hochwasserentlastung der Elz. Nach 12,5 km gelangt der Kanal in den Rhein. 1846 wurde der Kanal nach dem damaligen badischen Großherzog Leopold benannt.
Kunsthalle Messmer
Der Standort der Kunsthalle ist auf einem Arial einer ehemaligen Brauerei intrigiert. Die Riegeler Brauerei produzierte von 1834 bis 2003, also weit über 150 Jahre verschiedene Biersorten. Bis zur Schließung 2003 war es die zweitgrößte Brauerei von Baden.
„Monoform 13“
„Monoform 13“ heißt die Skulptur des international bekannten und renommierten Schweizer Künstlers Gottfried Honegger Die schwarze Granitskulptur ist Lebensgroß und hat ein Gewicht von über einer halben Tonne. Je nach Sonneneinstrahlung ergeben sich im Umfeld schöne Schattenspiele
Quadrate Paar Dynamisch
Die Plastik hat den wohlklingen Namen Quadrate Paar Dynamisch. Manchmal lohnt es sich wirklich ein Kunstwerk aus den verschieden Perspektiven zu betrachten Der aus Rumänien stammende Künstler ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie lebt und arbeitet in Freiburg. Im Stadtgebiet von Freiburg stehen viele seiner Werke. z.B. im Stadtgarten „das Windspiel“.
Mit 4,50 Meter Höhe fällt Skulptur „Große Figuration“ von Rüdiger Seidt etwas größer aus. Der Künstler lebt & arbeitet in Forbach im Schwarzwald. Sein Fachgebiet ist die Bearbeitung von Stahl. Seine Werkstatt und der Maschinenpark muss wohl etwas größer sein, denn sonst wären diese „Rund-ungen“ nicht möglich.
Empfang
Vor der Kunsthalle ist ein überlebensgroßes Bild auf einer Wand gemalt worden. Es empfängt den Besucher, nein es zieht diesen förmlich an, näher zu kommen.
Cuben
Michel Jouët ist ein Künstler der kinetischen Kunst. Dieses Werk besteht aus vielen kleinen Cuben, (Würfel) die von außen betrachten ein großes Ganzes ergeben. Schaut man genauer hin, entdeckt man dass diese kleinen Cuben geschickt miteinander verbunden sind.
Die wohl farbenfroheste Skulptur empfängt den Besucher. Otmar Alt der Erschaffer dieses Kunstwerkes hat sein Werk große Gartenblume getauft. Mit einer Größe von 3,2 Metern und einer Breite von 1,8 Metern braut man wirklich viel Platz um dieses Werk präsentieren zu können. Damit bleibt der Künstler seiner unverwechselbaren Bildsprache treu. Seine phantasievollen und farbenfrohen Werke wirken vordergründig oft heiter und verspielt. Die Vielseitigkeit in Form und Gestaltung reflektiert seine Experimentierfreude, Neugierde und Ausgelassenheit. Das Werk wurde 6.11.2017 installiert.

Autor: heros1205

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