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Ausflug in die „Haseler Unterwelt“ und ein wenig Geologie.

Lange habe ich den Gedanken mit mir herumgetragen, den Freiburger Feierabend-Freunden die Besonderheiten meiner Heimat zu zeigen.
Nun sind sie angekommen und haben den neu erschaffenen Dorfplatz mit lachen, reden und begrüßen gefüllt.

Die Meisten sind in Fahrgemeinschaften mit dem Auto angereist. Es gab aber auch ein paar unermüdliche Bus– und Zugfahrer, welche die stundenlange Fahrt durch sämtliche Dörfer des Dreisamtales – über den Notschrei nach Todtnau und dem Wiesental und viermaliges Umsteigen nicht scheuten. Dies beschreibt „unsere Trudel“, denn sie konnte die Fahrt einmal genießen, ohne die ganze Organisation und eine Traube von Menschen am Hals zu haben.
Auch eine Basler Freundin ist gekommen.

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Vier Feierabendmitglieder (antennaria – lisianne – rere und trudel)
reisten per Zug und Bus nach Hasel.
Die Fahrt verlief von Freiburg per Zug bis Kirchzarten.
Dort wechselten Lisianne und Rere um in den Bus 7215 in Richtung Todtnau.
In Hofsgrund kamen Antennaria und Trudel an Bord.

Der sehr freundliche Busfahrer der Fa. Winterhalter war etwas überfordert mit dem Lösen eines Tickets bis Hasel (Regiogrenzübertritt) und empfahl uns, die Fahrt beim nächsten Busfahrer zu bezahlen.

Der Abstecher über Todtnauberg war für alle vier ein besonderes Erlebnis.

In Todtnau angekommen begrüßte uns der neue Busfahrer mit einem Lächeln und empfahl uns wie selbstverständlich das günstige 24Stunden-Ticket (bis zu 5 Personen).
In Zell angekommen stiegen wir um in die Schweizer Bahn nach Schopfheim in Richtung Basel.

Am Bahnhof Schopfheim überraschte uns die fröhliche Bärbel, die aus Basel angereist kam.

Für den Rest der Fahrt ab Schopfheim wurden die Vier mit einem weiteren Bus bis nach Hasel befördert.
Überall gab es direkten Anschluss, sodass keine langen Wartezeiten in Kauf genommen werden mussten.
Die Fahrt entlang der Wiese haben die vier Feierabendler sehr genossen bei dem herrlichen Ausflugswetter.

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Es hat ein wenig Mühe gekostet, die Leute in Bewegung zu bringen – es gibt ja so viel zu erzählen!
Zuerst konnte man eine Schautafel studieren, wie die Unterwelt und das Gestein in und um Hasel beschaffen ist.

Es gibt insgesamt 3 Höhlen, wovon eine begehbar ist. Der Gang durch das Dorf zeigt immer wieder, wo, wann und wie einmal eine Küche, ein Vorplatz oder eine Scheune vom Erdboden verschluckt wurde – gottlob nie mit Todesfall

Ein interessanter Teil des „Erdmannweges“ ist die Versickerung (Schwinde) des sehr lebhaften „Schammernbaches“.
Darüber wurde eine „Krainerwand“ gebaut, um den Hang abzusichern.
Wir wanderten ein Stück oberhalb Hasel, wo man leider wetterbedingt die Schweizer Alpen nicht sehen konnte.

Auf der nächsten Schautafel war die Erklärung über die zahlreichen „Dolinen“ um Hasel, d.h. im gesamten Dinkelberggebiet.
Ich habe es selbst erlebt, als ich einmal durch das Feld mit zwei Kinder und Hund ging. Plötzlich sackte die Erde 2 Meter hinter einem Kind ab und ein etwas 3 Meter breites und 3 Meter tiefes, kugelrundes Loch war da. Diese Löcher werden von den Bauern aufgefüllt, sacken aber immer wieder ab.

Zwischen Schopfheim und Hasel gibt es den „Eichener See“, der sich 1 – 2mal im Jahr mit Wasser füllt und wieder verschwindet. Nach der regenreichen Zeit könnte man denken, dass er momentan vorhanden ist, leider ist dies nicht der Fall

Nach dem Mittagessen ging es in die „Tropfsteinhöhle“. Dort hat man das vorhergegangene Regenwetter gespürt. So tropfend habe ich die Höhle noch nie erlebt. Der Höhlenführer erklärte die wichtigsten und interessantesten Einzelheiten, den Unterschied von Stalagmiten (Auftropfstein) und Stalaktiten (Abtropfstein). Der Schauteil der Höhle ist 360 Meter lang. Der erforschte Teil hat eine Gesamtlänge von 2185 Meter.

Im „Tempelraum“ führt eine Treppe zum Teich hoch und eine Treppe zum Höhlensee runter.
Der Gang zur „Fürstengruft“ ist abenteuerlich – sehr schmal, sehr niedrig mit Auf- und Abstiegen.

ReRe war der Schlaueste, er hat sich einen Fahrradhelm aufgesetzt, um sich nicht am Kopf zu verletzen.

Imposante Gebilde und Tropfsteine kann man sehen mit Namen wie – Wasserfall – Ritterburg – Sarkophag – Hochzeitstorten – Orgelpfeifen – Hairachen u.v.m.

Der älteste und größte Tropfstein ist über 1 Million Jahre alt, über 4 Meter hoch und 2 Meter dick.

Genug der Erklärungen - wer mehr wissen will, kann ins Internet gehen, oder selbst die „Haseler Erdmannshöhle“ besuchen.
Erfreut Euch an den Bilder, die Trudel, Anneli und Erwin geknipst haben.

Alle haben die Beschwernisse des Höhlenganges auf sich genommen und sicher nicht bereut.

Aus der Dunkelheit aufgestiegen strahlte die Sonne. Leider wollte niemand mehr den Hauptteil des „geologischen Erdmannweges“ abwandern. Zu sehen wäre noch einiges gewesen – wo die Höhle Wasser ausspuckt - wo eine Quelle entspringt und sofort wieder verschluckt wird – wo ein wunderschönes Trockental liegt usw.

Ein Teil wollte den Heimweg antreten und den Rest dürstete es nach Kaffee und Süßem. Wie gesagt, die „Feierabendler“ haben sich immer viel zu erzählen, zu lachen und zu klönen.

Nachtrag

Wer hätte das gedacht, wir hätten eine Sensation erleben können!
Nach den anhaltenden Regenfällen ist mitten im Weg wieder einmal ein „Loch“ entstanden. An dieser Stelle gibt es unterirdische Gewässer und bei derartigen Regenfällen arbeitet das Wasser mit Macht. Keiner weiß genau, zu welcher Uhrzeit es passiert ist, außer dass es am Donnerstag war, als wir eigentlich den Weg passieren wollten.
>>Glückliche Fügung oder verpasste Gelegenheit?>>

Autor: shanai

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