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Kaliwerk Buggingen
- Ankunft beim Kaliwerk, vorne rechts Gretl, die alles für uns wunderbar organisiert hat -

Es waren 20 „Feierabend`ler“, die sich in Buggingen zum Besuch des Kalimuseums getroffen haben. Die „motorisierten“ Teilnehmer holten die Zug-Fahrer am Bahnhof Buggingen ab. Wer mitfahren wollte, konnte das tun, die anderen gingen zu Fuß zum Museum.

Kaliwerk Buggingen
- Gretl mit Werner/Bleistift, dem Verfasser dieses Berichtes -

Wenn man durch das kleine Dorf Buggingen (ca. 3500 Einwohner) geht, kann man kaum glauben, dass hier einmal eine große Kalisalzfabrik gestanden hat und dass das Werk damals der größte Arbeitgeber im Markgräflerland mit 1200 Mitarbeitern gewesen ist.

Am Dorfeingang erinnert noch eine Seilscheibe aus einem Förderturm und die Statue der heiligen Barbara (Schutzheilige der Bergleute) an die damalige Zeit. Auch die heute noch weithin sichtbare Abraumhalde, im Volksmund „Monte Kalino“ genannt, erinnert an den Kalisalzabbau.

Nach kurzem Fußmarsch erwartete uns Herr Siegwolf am Eingang zum Museum und hieß uns herzlich willkommen. Er erzählte, dass der Bergmannverein „Glückauf“ das Museum in vielen freiwilligen Arbeitsstunden geschaffen hat und dass viele ehemalige Bergleute am Zustandekommen dieses Museums beteiligt gewesen sind.

Das Museum besteht aus einem Gebäude in dem sich viele Schautafeln
befinden und einem Besucherstollen, der nachträglich auf einem Gelände am Sportplatz gebaut wurde. Hier kann man heute noch den Ausbau eines Stollens sehen und die Geräte bestaunen, mit denen die Bergleute seinerzeit gearbeitet haben.

Herr Siegwolf bot uns an, vor der Führung einen Film über das Bergwerk anzusehen, was wir gerne annahmen.

Dieser Film zeigte die Entwicklung des Kalisalzabbaues in Buggingen.

Im Jahr 1904 wurde bei Tiefbohrungen nach Erdöl im Oberelsass eine Kalisalz-Lagerstätte entdeckt. 1910 erhielt der Berliner Bankier Eltzbacher die Konzession, auf der badischen Seite des Rheines Tiefbohrungen vorzunehmen, die 1912 bei Buggingen in 712 m Tiefe auf ein mächtiges Kalisalzlager stießen. Damit war der Anfang des Kalisalzbergbaues in Buggingen gelegt und es konnte mit dem Bau von unterirdischen Stollen begonnen werden. 1923-1927 entstanden eine Chlorkaliumfabrik, ein Kraftwerk, Werkstätten, Werkswohnungen und ein Verwaltungsgebäude. Diese Gebäude stehen heute nicht mehr, lediglich die Wohnhäuser für die Bergleute sind noch, zum Teil umgebaut, vorhanden.

Bereits 1930 wurden 250.000 Tonnen Rohsalz gefördert. Die Stollen mussten damals mit Stützen aus Holz gegen einbrechendes Gestein geschützt werden.

Die Arbeiten im Stollen waren sehr anstrengend. Es herrschte eine Temperatur von 45-50° C und die Arbeiter konnten maximal 6 Stunden täglich im Stollen arbeiten.

Es fehlte aber an Fachkräften im Markgräflerland. So wurden Bergleute aus dem Ruhrgebiet nach Buggingen geholt, um die einheimischen Arbeiter anzulernen. 1934 kam es zu einem schweren Unglück. Bei einem Grubenbrand kamen 86 Bergleute ums Leben.

Nach mehrmaligem Besitzerwechsel wurde das Bergwerk 1970 von der Kali und Salz AG. übernommen. Diese hat das Werk wegen Unwirtschaftlichkeit im Jahr 1973 stillgelegt. Heute streiten immer noch die ehemaligen Eigentümer um die Übernahme der Kosten für die Beseitigung des „Monte Kalino“.

Kaliwerk Buggingen
- Wolf Dieter/Lupus, einer unserer Fotografen -

Nach dieser Filmvorführung führte uns Herr Siegwolf in einen nachgebauten Stollen, wo wir die Arbeitsgeräte der Bergarbeiter bestaunen konnten.

In der Bergarbeiter-Klause im Stollen sangen wir gemeinsam das „Steiger-Lied“.

Danach bedankten wir uns bei Herrn Siegwolf für seine fachkundige Führung.

Mit den Auto`s fuhren wir danach in das Gasthaus „ Mühle“, wo wir gemütlich beim Essen zusammen saßen.

Ein interessanter und lehrreicher Nachmittag war damit zu Ende und wir danken unserer Gretl/Fuchsie für die Organisation, den Fotografen für die Bilder und Margit für das Einsetzen auf die Freiburger Seite von FA.

Fotos: ReRe/Peter; Wolf Dieter/Lupus05; Trudel

Autor: Bleistift01

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