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„Ich habe einen einfachen Geschmack. Ich bin immer nur mit dem Besten zufrieden."
Oskar Wilde



Um Geschmack der Besten ging es heute im Weinbauinstitut an der Merzhauser Straße.

Wohl vorbereitet von Mitarbeitern des Weinbauinstitutes konnten wir 30 interessierte Feierabend-Mitglieder in drei Stunden erfahren, welche Funktion das Institut hat und edle Weine kennen lernen.

Seit 90 Jahren besteht das staatliche Weinbauinstitut in Freiburg mit der Außenstelle Blankenhornsberg.

Die Fachbereiche gliedern sich in Weinbau, Weinchemie, Rebenernährung und Züchtung, Bodenkunde, Pflanzenschutz, Resistenz- und Klonen Züchtung, Versuchskellerei.

Den ersten Teil der Information übernahm Herr Dr. Amman. Vorbereitend auf die Weinprobe hat er erst mal unsere Sinne geschärft, dabei ist es wichtig die Nasen- und Rachenfunktion in Bezug auf die Aromata zu verstehen.

So erhielten wir ausgiebige anatomische und physiologische Kenntnisse über Nase, Zunge, Nasenkolben und Rachenraum.

Um die häufigsten Geschmacksrichtungen, nämlich süß, sauer, bitter, salzig(neue Geschmacksrichtung: umami: entspricht dem Natriumglutamat)
genau definieren zu können, bedarf es einer guten Wahrnehmung.

Mit einer Zucker-Zimt Mischung konnten wir unsre Sinne überprüfen.
Man kennt inzwischen 350 Riecharten, also Aromastoffe, die wir unseren
50 Millionen Riechzellen zumuten können. Durch die Lagerung in den Holzfässern entstehen verschiedene Aromastoffe. Mit Synthetiksubstanzen, die der Chemiker Dr. Amman zusammengestellt hatte, konnten wir praktische Übungen machen, um vorgegebenen Aromastoffe zu identifizieren.

Wer war schon treffsicher!!! Aber alle waren mit Ernst bei der Sache.

Den zweiten Teil der Führung übernahm Dr. Jörger, der uns mit viel Enthusiasmus und Sachkenntnis auf die Weinprobe vorbereitet hat. Die Ungeduldigen unter uns wurden sanft auf die bevorstehende Zeremonie hingewiesen.

6 Weingläser waren vor uns platziert und in der Reihenfolge von links wurden die hauseigenen, köstlichen Weine eingeschenkt und verköstigt:
Solaris, Johanniter, Riesling (vom Schlossberg), Grauburgunder, (der einem Ruländer gleich kommt), und aus ganz reifen Trauben geerntet wird).

Hinweise wurden uns auch gegeben, zu welchem Essen welcher Wein passt.
Dann gab es die köstlichen Rotweine wie Prior, Spätburgunder (vom Blankenhornsberg), und den Spätburgunder (Spätlese, trocken).

Die Augen wurden glänzender und Dank der guten Einführung über Aromen und die vielen Hinweise von Dr. Jörger nur ja zuerst die Sinne wachsam zu machen für diese köstliche Nahrung mit Betrachten, Schwenken des Gläser, Riechen und schließlich „Süffeln“ war es Genuss pur.

Wichtige Hinweise beim Wein trinken sollten wir alle beachten:

Rotwein ist die Milch des Alters, das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.


Wein trinken ist gesünder als Zeitung lesen.

Weiter ging es mit den wunderbaren Rotweinen Cabernet cortis, Cabernet carbon, aus dem Barrique, dem Holzfass mit 230 Liter Fassvermögen aromatisiert im Gegensatz zu Eichefässern mit 500 Litern Fassvermögen.

Diese edlen Rotweine sind zu jedem kräftigen Essen geeignet.

Während dieser einzigartigen Zeremonie verstand es Dr. Jörger uns auf besondere Fähigkeiten des Weinbauinstitutes hinzuweisen. Ein wichtiges Gebiet ist die Veredelung von Trauben und die Arterhaltung.

Bei der Veredelung wird gut abgewogen, wie groß der Nutzen für die Rebe und den Ertrag ist, wenn auch die Ethik andere Kriterien kennt.

Um eine Traube neu zu züchten bedarf es einem Zeitraum von ungefähr 20 Jahren. Dabei spielen die Pilzresistenz (Mehltau) und die Schädlingsbekämpfung eine große Rolle. Das Institut hat soviel „Nützlinge“ zu Bekämpfung von Schädlingen entwickelt, dass
Spritzen nicht mehr nötig ist. Bei aller Tätigkeit spielt auch die Bodenbeschaffenheit eine wichtige Rolle, ebenso die Erleichterung der Arbeit im Weinberg mit Geräten für den Winzer. Weinanalytik und Gärungsprozesse gehören auch zu den Aufgaben des Institutes.

So liegen die Aufgaben auch im Bereich Erhalt und Vielfalt heimischer Rebsorten und alter Landsorten. Dazu gibt es eine gute Zusammenarbeit mit den hiesigen Winzern und auch Winzern aus Europa, z.B. Schweden.

Erzeugnisse aus den Gutbetrieben unterliegen modernen Qualitäts- und Marketingkonzepten und werden unter dem Namen „Staatsweingut Freiburg und Blankenhornsberg“ vermarktet(mit 40% Gewinn des Ertrages).

Neuartige Netzsysteme, entwickelt im Institut, schützen vor Hagel und den lästigen Vögeln.

Großer Höhepunkt war dann die Verkostung des Muskatellers vom Blankenhornsberg als Auslese. Ein ganz wunderbarer Wein.

Durch so viel Information tauchten auch Fragen auf, die gut beantwortet wurden. Ein weiterer Besuch im Weinbauinstitut könnte weiteres klären.

Wir gingen oder fuhren ganz schön beschwingt nach Hause.

Autorin: Gisela/goosi

Fotos: Erwin/Zahnrad, Margit/anmargi

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