Neu hier? Werde gleich Mitglied! Lies hier über die Vorteile.
Mitglied werden einloggen




Passwort vergessen?

Bequem mit Facebook einloggen:

facebook login

Für Gestaltung und Inhalt dieser Regionalseiten sind ausschließlich die jeweiligen Regionalbotschafter verantwortlich. Die von den Regionalbotschaftern eingegebenen und heraufgeladenen Inhalte unterliegen grundsätzlich weder einer Kontrolle durch Feierabend, noch nimmt Feierabend hierauf Einfluss. Hiervon ausgenommen sind werbliche Einblendungen und Beiträge die von Feierabend direkt eingestellt wurden und als solche gekennzeichnet sind.

Besuch des Uhrenmuseums Furtwangen am 04.11.2014

Am Dienstag, den 4.11.2014, wollten 18 Freiburger FAler wissen, was ihnen die Stunde geschlagen hat. Sie fanden sich um 14.00 Uhr im Foyer des Deutschen Uhrenmuseums in Furtwangen ein, um an einer Führung durch das Museum teilzunehmen.

Frau Ines Leidler, die uns durchs Museum führte, hat uns herzlich begrüßt und zunächst einiges über die Geschichte des Museums erzählt.

1852 begann Robert Gerwig, der Direktor der Großherzoglichen Badischen Uhrmacher Schule, alte Uhren zu sammeln und legte damit den Grundstein für das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen. Das Museum besitzt ca. 8000 Uhren, davon sind ungefähr 1000 Exponate auf dem Rundgang zu besichtigen.

Der Rundgang ist nach einem chronologischen System angelegt und beginnt mit den ältesten Uhren, die das Museum besitzt. Schon Mitte des 18. Jahrhundert wurden astronomische Weltuhren und Planetarien gefertigt.

Die ersten Uhren, die im Schwarzwald gebaut wurden, waren ausschließlich aus Holz gefertigt, was natürlich keine große Ganggenauigkeit zu Folge hatte.
Es würde zu weit führen, alle Stationen, an denen Frau Leidler uns etwas erzählte, hier im Bericht zu beschreiben. Aber einige Besonderheiten sind vielleicht doch noch erwähnenswert.

Auf dem Rundgang zeigte sich, dass im Laufe der Zeit nicht nur die Mechanik der Uhrwerke verbessert wurde, sondern sich auch das Äußere - heute würde man das Design sagen - verändert hat.

Uhren waren also auch schon immer Modeartikel. So erfuhren wir unter anderem auch, dass als Vorbild für die original Schwarzwälder Kuckucksuhr, die Bahnwärterhäuschen, wie sie an der Schwarzwaldbahn gebaut wurden, gedient haben.

Eine weitere Spezialität aus dem Schwarzwald sind natürlich die Lackschilduhren.

Bereits im 18.Jahrhundert konnte sich das Uhrenmachen im Schwarzwald als eigenständiges Gewerbe etablieren.

Anfang der 1970er Jahre kamen die Quarzuhren aus Japan bei uns in den Handel. Dies bedeutete den Niedergang der Uhrenindustrie im Schwarzwald. Die Quarzuhren unterscheiden sich gegenüber den herkömmlichen, mechanischen Uhren, durch sehr hohe Ganggenauigkeit.

Das Ziffernblatt kann sowohl als Analoganzeige oder auch als Digitalanzeige ausgeführt werden. Eine der neuesten Errungenschaften im Museum, ist eine Atomuhr. Solche Uhren werden in Wissenschaft und Forschung angewendet. Ohne Atomuhren wären Raumfahrt, Navigationssysteme (GPS) oder Sattelitensysteme nicht möglich. Während der Führung ist uns bewusst geworden, welche Vielfalt an Geräten es gibt, die das Phänomen Zeit für uns in unvorstellbar kurze Nanosekunden, aber auch in Millionen von Lichtjahren einteilen.

Da wäre ganz am Anfang der Uhrengeschichte, die primitive Uhr mit Holzräderwerk, zu erwähnen, bei der es auf eine halbe Stunde schneller oder langsamer am Tag nicht ankam.

Heute gibt es Atomuhren, die je nach Typ in 20 Millionen Jahren um eine Sekunde von der realen Zeit abweichen (Wikipedia).

Was es alles zwischen diesen beiden Extremen an Zeitmessgeräten gibt, ist kaum überschaubar. Am Schluss der Führung hat uns Frau Leidler musikalisch verabschiedet, indem sie uns verschiedene automatische Musikinstrumente vorführte.

Hapetki durfte uns zum Abschied auf der Drehorgel noch ein Liedchen vorspielen.

Fuchsie 07 bedankte sich im Namen von uns allen bei Frau Leidler für die interessante Führung durch das Museum.
Im Cafe Mayerhöfer haben wir unseren Ausflug nach Furtwangen bei Kaffee und Kuchen ausklingen lassen.

Fotos: Trudel

Autor: herklau

Artikel Teilen

Per Mail versenden


Artikel bewerten
4 Sterne (13 Bewertungen)

Nutze die Sterne, um eine Bewertung abzugeben:


Artikel kommentieren