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Hans Thoma - Stationen eines Künstlerlebens

Das Resümee in unserer lustigen Kaffeerunde nach dem Museumsbesuch in
Bernau: „ Das war eine stimmungsvolle Sache, rundum gelungen.“!

Dazu trugen bei – das herrliche Wetter, die wunderbare Landschaft, der
Kunstgenuss und die gutgelaunte Gruppe.

Mich hat die Aufgabe, den Bericht zu schreiben dazu veranlasst, mich etwas genauer mit Thoma zu befassen und das war lehrreich und interessant. Der 175. Geburtstag von Hans Thoma (1839-1924) wird in seinem Geburtsort Bernau mit einer Sonderausstellung gefeiert. Deswegen sind vorwiegend die Motive der Heimat zu sehen. Im Gästebuch steht: Landschaft mit Menschen, teilweise auch Tiere liebevoll dargestellt, so dass man träumend in diese Bilder hinein „versinkt“.

Aus anderer Quelle;" Thoma trifft den Nerv seiner Zeit, "heile Welt" - naive Einfachheit, von der Nation zum Künstler und Ahnherr einer neuen Zeit stilisiert. In Meyers Lexikon steht sogar 1909 "Lieblingsmaler des deutschen Volkes." - Malerstar des wilhelminischen Deutschland, der alle Künstler seiner Epoche in Bezug auf Erfolg und Popularität weit überragte und Höchstpreise schon zu Lebzeiten erzielte.

Er wuchs in bescheidenen bäuerlichen Verhältnissen auf. Die Ausbildung als Lithograph, Maler, Lackierer und Uhrenschildermaler brach er ab, als er Förderer fand, die ihm das Studium an verschiedenen Kunstschulen ermöglichten. Danach begann der kometenhafte Aufstieg. Er ließ sich von anderen Malern inspirieren. Vor manchen Bildern denkt man , das könnte von Renoir, Courbet, Hodler oder Spitzweg sein. Er war sich seiner Würde und Begabung bewusst, das bezeugen die Selbstportraits und Fotos am Eingang der Ausstellung.

Es zeigte sich wieder einmal , dass es viel schöner ist, eine Ausstellung nicht allein zu besichtigen, sondern die Kommentare und Geschichten, die die anderen in den Bildern finden, zu hören. - Da liebte jemand die Heiterkeit und Harmonie, der andere zog eine dunklere Stimmung vor.

Jemand bemerkte, dass es selten ist, einen "Jungen" beim Blumen pflücken zu malen. Die Strenge der" Religionsstunde" beeindruckte und ein großformatiges Frauenbild machte Angst. Mitleid mit einem jungen, unglücklich aussehenden Mädchen veranlasste zu einer Geschichte, das Portrait der Mutter, das ein arbeitsreiches Leben ausdrückt, die Zitronenverkäuferin (im Stil von Murillo) verführte zu einem Posterkauf. Das Bild der beiden Knaben verleitete unter dem Motto „Spaß muss sein"- man darf bei dieser erhabenen Kunst auch ein bisschen lästern.

In einem Raum, in dem Bilder aus der Zeit der Mythologie-Beschäftigung hängen, (ein Bruchteil von diesem Themenkreis) der gefeierte Pan, Tritonen paar, Schaumgeborene, und Adam und Eva, sagte jemand: "nicht so meins!" Dem kann ich nur zustimmen. Seine romantischen Landschafts- und Portraitbilder gefallen mir auch viel besser. Die useinandersetzung mit der Heldenwelt wurde von dem Kontakt mit Richard Wagner beeinflusst. Am Ende seines Lebens befasste er sich noch mit der Religion (siehe Ausmalung der Bernauer Kirche).

Als Großmeister der bildenden Kunst und Direktor der Karlsruher Gemäldesammlung beendete er 1924 in Karlsruhe sein ruhmreiches und schaffenfreudiges Leben.

Für uns ein Erlebnis Schwarzwald pur - drinnen an den Wänden - draußen in der Natur. Dazu ein herrliches Lokal mit "echten" Stoff-Servietten, das schon für Qualität zeugte. Es war auch keiner enttäuscht. Vor der Abfahrt habe ich meinen ersten Latte macchiato getrunken. Ab jetzt weiß ich, was ich demnächst nur noch bestelle.

Anne-Grete Dir sei Dank für Deine Organisation, Idee und Arbeit!

Fotos: anmargi / Margit

Autor: quinnyrose

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