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Besuch des Botanischen Gartens in Freiburg

Mehr wissen wollten 18 FA‘ler am 08. September 2014.
Wir wurden freundlich empfangen und geführt von Frau Westermeyer.

Der Botanische Garten Freiburg ist eine Einrichtung der
Albert-Ludwig-Universität.

Zuerst besuchten wir das Gewächshaus für Farne und Palmen. Beeindruckend ein Geweihfarn, der sich selbst verkompostiert und sich damit wieder nötige Mineralien zuführt. Wir sahen prächtige Orchideen, darunter eine Vanillen Blüte aus Mexiko. Interessant ist es wie exotische Pflanzen hier heimisch wurden.

Jede Pflanze unterliegt einer besonderen Art der Bestäubung. Man könnte
sagen, die Pflanzen sind recht einfallsreich. Wir hörten verschiedene
Beispiele: Bestäubung durch Insekten, Vögel, Wind und „Selbsthilfe“ bei
anderen Pflanzen.

Wir erfuhren etwas über Wasserfarne. Sie haben Haare wie Schneebesen, bilden damit ein Luftkissen. Dieses wird in der Forschung der Bionik genutzt zur Verkleinerung von Reibeflächen.

Ein anderes Beispiel war die Schmerwurz, deren Inhaltsstoffe ein Steroid
enthalten, Progesteron ähnlich, welches zur Herstellung von Antibabypillen genutzt werden kann.

Von der Passionsblume erfuhren wir die besondere Fähigkeit ihre „Schnüre“ aufzurollen und sich dann so zu verankern.

Im Gewächshaus der Sukkulenten konnten wir viel Blühendes bewundern. Viele dieser Pflanzen blühen nur nachts, hängt wiederum mit der Bestäubung zusammen, entfalten dann wunderbare Düfte. Andere sind Wasserspeicher und können bis zu 100 Liter Wasser speichern.

Einige haben giftige Inhaltsstoffe (wie viele Pflanzen), andere werden wegen ihrer halluzinogenen Wirkung genutzt. Beeindruckend die Vielzahl der fleischfressenden Pflanzen, die ein eigenes Verdauungssekret bilden.

Im Freiland, vorbei an den Schautafeln der Familienzugehörigkeit, kamen wir zu den Teichen. Der Lotoseffekt zur Entwicklung verbesserter Oberfläche ist die älteste Studie zur Bionik Forschung. Lernen von der Natur für die Technik.

Eine besondere Abteilung bildet das Alpinum. Hier gedeihen Pflanzen mit
Niederwuchs der europäischen und internationalen Bergwelt, wahre
Kostbarkeiten. Bei einer Salbeiart erfuhren wir mehr über den Mechanismus des Bestäubens, bei dem nach Berührung (haben wir mit einem Stäbchen versucht) sich die Staubgefäße zeigen. Wir hätten noch Stunden verweilen können. Der Botanische Garten ist nicht nur lehrreich, sondern auch eine Oase für Schönheit und Entspannung.

Ausklang fand die „Lehrstunde“ in einem Café an der Habsburgerstraße.


Aus Wikipedia:

Zur Geschichte: der Botanische Garten wurde erstmals 1620 gegründet, und war damit neben den Gärten Leipzig, Jena, Heidelberg und Gießen einer der ersten. Durch Kriegswirren, Hochwasser und Annexion durch die Franzosen wurden die Anlagen mehrfach zerstört und an verschiedenen Orten wieder errichtet. Seit 1914 befindet sich der botanische Garten an der Schänzlestraße, feiert also in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Früher gehörte der Garten der medizinischen Fakultät an, heute ist er in der Hand der Botaniker.
Erste Gewächshäuser wurden 1827 errichtet.1829 gab es einen Bestand von 3000 Pflanzen. Heute ist die Zahl auf 6000 angewachsen. Sie sind gegliedert in 21 thematische Abteilungen. Die Freilandfläche beträgt ca. 2 ha. Auf dem Gelände gibt es vier Gewächshäuser, eingeteilt in die Gebiete Tropen, Farne und Sukkulenten mit einer Fläche von 900 qm. Als Biotope sind vorhanden ein Alpinum, Dünen, Heide, Sumpf, Moore, Für Lebewesen im Wasser sind drei Teiche angelegt. Im Laufe der Jahreszeiten ändert sich das Erscheinungsbild und z.T. auch die Arten.
Das wissenschaftliche Konzept befasst sich mit der Evolution der Pflanzen.

cc
Fotos von Gisela/Goosi

Autor: goosi

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