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Besuch beim Stadtfeuerwehrverband Freiburg e.V. am 13. Januar 2015

Etwas über 20 FA´ler fanden sich gegen 13.30 Uhr in der Feuerwehrwache ein um ihr Wissen rund um die Feuerwehr zu erweitern.

Herr Michael Geng empfing uns und stellte uns seinen Mitarbeiter Herrn Biedermann vor, der uns mehr über die Freiburger Feuerwehr mitteilen werde.

Vorab und kurz etwas zur Organisation und Geschichte:
Die Freiburger Feuerwehr besteht aus der Berufsfeuerwehr, gegründet nach dem 2. Weltkriege im Jahr 1945 mit ca. 128 Mitarbeitern, die beamtet sind, und aus der Freiwilligen Feuerwehr, Gründungsjahr 1881 mit 17 Abteilungen und ca. 433 aktiven Mitgliedern. Weiterhin aus der Jugendfeuerwehr mit 13 Gruppen und ca. 216 Mitgliedern.

Die Berufsfeuerwehr ist der Amtsleitung für Brand- und Katastrophenschutz unterstellt. Die Leitstelle und Wache befindet sich in der Eschholzstraße 118 in Freiburg in der wir den Rundgang machten.

Die Freiwillige Feuerwehr ist in sechs Einsatzabteilungen gegliedert: z.B. Abteilung Unterstadt in der Feuerwache Eschholzstr.: zuständig für die Bezirke Haslach, Unterwiehre, Vauban und Merzhausen.
Die weiteren Einsatzabteilungen sind: Rieselfeld, Stühlinger, Waltershofen, Tiengen und Kappel, deren Wache teilweise in dem jeweiligen Bezirk ist, um nahe am Einsatzort zu sein.

In der Leitstelle Eschholzstraße laufen alle Notfallmeldungen ein (Tel. 112), die nach Art, Schwere und Umfang, schnellstens bewertet werden um dann die entsprechenden Maßnahmen und Einsätze auszulösen. Das heißt „Alarm“: Meldung an die Einsatzleiter (2 je Schicht). Notärzte werden informiert, notfalls ein Hubschrauber oder weitere Kräfte angefordert.

Bei Brand wird das Löschfahrzeug, das vielseitig ausgerüstet ist, als erstes Fahrzeug fahren. Bei Brand in mehrstöckigen Häusern folgt der Kranwagen mit Drehleiter (30m, bzw. 50m), es folgt der Wagen des Einsatzleiters, der über Funk evtl. weitere Hilfen anfordern kann und auch über Funk die Verbindung zu den Einsatzkräften hält. Jeder Feuerwehrmann ist mit Funk ausgerüstet.

Für Verkehrsunfälle oder andere Notfälle, z.B. durch Unwetter verursachte Katastrophen, wie Baumstürze an Straßen und Überschwemmungen usw., stehen andere Spezialwagen bereit, die
entsprechend ausgerüstet sind. Laut Herrn Geng erfolgen ca. 2.000 bis 3.000 Einsätze im Jahr in der Region.

In der Wagenhalle zeigte und erklärte uns Herr Biedermann die speziellen Wagen mit der jeweiligen Ausrüstung und der griffbereiten Anordnung der Teile. Wir konnten nur staunen: Tauchausrüstung,
Ausrüstung bei Chemieunfall, Metallscheren durch Pressluft betrieben, werden bei Autounfällen eingesetzt usw., usw.

Die gesamte Organisation ist auf „schnelles Eingreifen“ ausgerichtet: z.B. in der Kleiderkammer steht, liegt oder hängt alles griffbereit: Jacken, Helme, die Hosen geöffnet zum „Reinsteigen“, die Stiefel dabei.

Alle Einsatzfahrzeuge stehen mit der Front zur Ausfahrt, jeweils mit Stromkabel mit dem Netz verbunden, damit es keine schwächelnde Batterie bei der Ausrüstung gibt.

Die Abgase der Fahrzeuge bei Alarmstart werden durch Schläuche abgeleitet um schädigende Gase in der Halle zu vermeiden.

Der Wachdienst am Tage ist mit 21 Männern besetzt, nachts mit 19. Die Tagesschicht ist von 7,00 bis 16.30 Uhr, nachts von 16,30 bis 7,00 Uhr des folgenden Tages. Am Wochenende gilt eine 24-stündige Schicht.

In der Wagenhalle erklärte uns Herr Biedermann die Anzeigetafel der Wachleute, die zeigt wer aktuell wer wo eingesetzt ist.

Bei der Führung wurden viele Fragen gestellt und beantwortet. Zum Beispiel welche Wohnungsbrände die meisten Ursachen haben: der vergessene Topf auf dem heißen Herd oder in der Advents- und Weihnachtszeit, der leichtsinnige Umgang mit brennenden Kerzen, usw. ist die Antwort.
Auch Fragen, was denn wohl so ein großer Kranwagen, ein richtiger „Brummer“ mit riesigen Reifen, kostet. Herr Biedermann schätzte so um 1.5 Millionen Euro. Da kann man sich ungefähr vorstellen, welche Werte in der Wagenhalle stehen.
Die Wartung aller Wagen und Geräte erfolgen durch eigene Werkstätten, TÜV alle zwei Jahre.

Hinter der ganzen Organisation stehen hohes Wissen und handwerkliche Fähigkeiten aller Personen, die vorwiegend hier ausgebildet wurden und weiter an Kursen teilnehmen.
Wie Herr Biedermann sagte, haben viele Bewerber für den Feuerwehrberuf eine handwerkliche Ausbildung hinter sich, sind sportlich haben oft Sportabzeichen oder sind auch Rettungsschwimmer.

Der Rundgang geht weiter über den Hof zum Turmgebäude. Hier werden die Wasserschläuche gereinigt, kontrolliert, gepflegt und gelagert. Wir sehen die Schlauchwerkstatt und die Schlauchwäscherei, 2 Wannen ca. 25m lang. Dann stehen wir unten an dem offenen Turm, 28m hoch, in dem die gewaschenen Schläuche hängend trocknen. Eine Schlauchwickelmaschine steht in der Nähe.

Wir gehen zum Lager. Dort lagern die Schläuche, gerollt, nach Länge (15m + 20m) und Sorte B, C+F), alles gut bezeichnet. Weiter geht’s zu einem kleinen Museum mit alten Fotos an den Wänden, eine alte 2-Mann-Pumpe ist zu sehen; auch eine Tafel mit Teilen alter Schläuche, die früher aus Hanf, Flachs oder Ramie geflochten waren. Die heutigen Schläuche sind aus synthetischem Material (Perlon).

Mittlerweile zeigt die Uhr 15,30 Uhr. Wir sind am Ende der Führung angelangt und bedanken uns bei Herrn Biedermann für die ausführliche und gute Führung durch das Feuerwehrzentrum.

Margit hatte vor dem Beginn einen Kuchen überreicht. Herr Biedermann freute sich, wie er beim Abschied sagte, jetzt auf diesen und den Kaffee.

Ein Teil unserer Teilnehmer eilen ebenfalls zum Café in der Nähe der Straba-Haltestelle um sich von dem Erlebten zu erholen.

Fotos: Anmargi / Margit

Autor: Florius

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