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Besuch des Ofen-Museums Gerspach in Hugstetten am 14. Mai 2013

Wir haben mit unserer Feierabend-Gruppe schon etliche Museen besucht, aber dass es ein Ofen-Museum ganz in der Nähe von Freiburg, und zwar in Hugstetten, gibt, dies erfuhren wir von Irene/Chipchip. Irene kennt das Ofen-Museum von einem früheren Besuch und hat es uns weiter empfohlen. Besten Dank, liebe Irene!

So machten sich 15 FA-Mitglieder heute Mittag auf den Weg nach Hugstetten. Nur ein paar Schritte von der S-Bahn-Station Hugstetten entfernt, im Industriegebiet, haben Pater Gerspach und seine Frau Heidi ihr Ofen-Museum. Seit etwa 10 Jahren haben sich die beiden mit dem Museum einen Traum erfüllt und die in 25 Jahren zusammengetragenen Sammlerschätze hier untergebracht und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Zu unserer Begrüßung spielt Herr Gerspach auf einem Reproduktionsklavier (gebaut im Jahre 1880 von der Firma Stransky Frères in Paris) einige schwungvolle Melodien.

Danach tauchen wir in sein Sammlerreich ein: In einer großen Halle stehen dicht an dicht alte gusseiserne Öfen jeglicher Form und Verarbeitung, einige mit wunderschönen Kacheln verziert: 305 (i.W. dreihundertfünf) Öfen sind es an der Zahl. Die anderen Gegenstände, Bügeleisen, Uhren, Pokale, Kaffeekannen, Suppenterrinen, Wärmflaschen, 40 unterschiedliche Nähmaschinen-Untergestelle, Stühle, und vieles mehr, kann ich im Einzelnen gar nicht aufzählen. Aber da ja mindestens 3 Mitglieder unserer Gruppe ihre Kamera dabei hatten und eifrig Fotos machten, werden sicherlich viele aussagekräftige Bilder eingesetzt werden können.

Eigentlich kann man das Gerspach'sche Ofen-Museum nicht nur als "Museum" bezeichnen, denn ein Museum bewahrt und möchte seinen Besuchern die alten Exponate in ihrem Originalzustand präsentieren. Peter Gerspach jedoch schraubt, schweißt und setzt zusammen, und plötzlich findet sich manch alter Gegenstand im neuen Gewand wieder.

Eine "Schnapshebeanlage" hat der gelernte Schlossermeister aus einem Heizapparat gebaut. Bei einem Druck auf den Schalter beginnt es plötzlich zu rattern und zu schnaufen, es öffnet sich wie von Geisterhand geführt ein Deckel und ein kleines Tablett erscheint, auf dem verschiedene Schnapsfläschchen mit Gläsern in die Höhe gehoben werden.

Dem offerierten "Schnäpsle" widerstehen wir; später beim Vesper wollen wir es jedoch gern genießen. Einen tieferen Sinn hat eine Apparatur wie die Schnapshebeanlage nicht, das gibt Herr Gerspach zu, aber: "manchmal habe ich einfach so eine Idee, dann tüftele ich herum und so wird was draus".

Schon seit seiner Jugend sammelt Peter Gerspach, anfänglich Zigarettenbilder, wie er lächelnd eingesteht.

Eine chinesische Journalistin hat kürzllich das Ofen-Museum besucht und eine Reportage gemacht, die in einer Pekinger Zeitung erscheinen soll.

Auch ein Käufer findet sich hin und wieder ein: So wurden drei gußeiserne Öfen nach Jordanien verkauft und sind inzwischen verschifft worden.

Die einstündige Führung, in der Herr Gerspach auch über die Entstehung des Hauses und des Museums berichtet, ist wie im Fluge vergangen.

Nun freuen wir uns auf das Vesper, das Frau Heidi Gerspach im großen Gastraum für uns gerichtet hat. Wir lassen uns alles schmecken, jetzt ist auch reichlich Zeit zum Erzählen. Frau Gerspach trägt uns Verse in alemannischer Mundart vor, die Zustimmung und fröhliche Lacher finden, während Herr Gerspach uns verrät, wie und wo er seine Sammlerstücke findet und wie er keine Mühe scheut, diese Schätze in sein Museum zu bekommen. Seine neueste Leidenschaft sind alte Musikinstrumente; er wird wohl bald anbauen müssen!

Fotos: Henri

Autor: Tinsky

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