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Fürstenberg Brauerei
- Ankunft in Donaueschingen -

Natürlich hätten wir uns besseres Wetter gewünscht (und auch verdient) - es regnete nämlich nur einmal heute, es war kalt und ungemütlich, als wir aus dem warmen Zug in Donaueschingen ausstiegen. Es hatte unaufhörlich an die Fenster des Zuges gepladdert und draußen ging es weiter und weiter. Aber wie immer - das konnte unsere gute Stimmung bestimmt nicht trüben! Gut beschirmt liefen wir durch die Stadt. Trudel wandelte auf den Spuren der Vergangenheit, sie hatte früher einmal hier gearbeitet.

Werner/Ruti25 hatte für uns eine Führung durch die Fürstenberg Brauerei organisiert, wir waren früher angekommen und sahen uns davor noch ein wenig in der Stadt um.

Wir überlegten (nicht ernsthaft), ob wir uns einen solchen Schirm anschaffen sollten!

Fürstenberg Brauerei
- Viele alte Häuser tragen schöne Namensschilder -
Fürstenberg Brauerei
- Die Fürstenberg Brauerei -

Wir besuchten die Kirche St. Johann:

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts musste ein spätgotischer Kirchenbau der St. Johann weichen. Die im böhmischen Barockstil erbaute Kirche krönte die noch junge Residenz von Fürst Joseph Wilhelm Ernst zu Fürstenberg.

Wahrzeichen dieser Kirche sind bis heute die doppelten Zwiebeltürme, welche zur Erbauungszeit in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts einzigartig waren. (aus dem Internet)

Fürstenberg Brauerei
- Die Kiche St. Johann in Donaueschingen -

- Unsere Lisi, wenn möglich ist sie dabei! -

Die berühmte Donaueschinger Madonna (um 1522). Geschnitzt aus Lindenholz, sind schön und einmalig das mütterliche Gesicht, die feine Haarbehandlung und der außerordentlich kunstvolle Faltenwurf der Gewänder. Das segnende Kind schaut uns fast schon wie ein Erwachsener an. (aus dem Prospekt in der Kirche)

Das an vielen Stellen marode Gemäuer wird bei der Donauquelle renoviert.

Wir wollten uns ja die Fürstenbergischen Schätze ansehen - man hatte schon den roten Teppich für uns ausgerollt, aber 5 Euro Eintritt, nein, das war uns nun doch zuviel!

Inzwischen waren auch die Autofahrer eingetroffen und die FA'ler, die einen Zug später gefahren waren. Wir konnten an einem großen Tisch im Braustüble mit sehr appetitlich angerichteten und leckeren, frischen Gerichten unseren Hunger stillen.

Fürstenberg Brauerei
... trostlos heute!

Hier wollten wir nicht so gerne zu Mittag essen!

Fürstenberg Brauerei
- Es blieb noch ein wenig Zeit für einen kleinen Spaziergang im fürstlichen Park -
Fürstenberg Brauerei
- neue Blesshühner -

Nun hieß es sich sammeln, die Führung sollte beginnen. Es stellte sich die sehr nette Frau Vogt vor, die uns kompetent durch das Museum, später den Sudraum und die Flaschenabfüllung führte. Zur Einführung zeigte sie uns einen kleinen Film, der uns auf die Führung einstimmte.

Die Fürsten zu Fürstenberg besaßen das Brauprivileg seit 1283. Der Aufbau einer größeren Brauerei begann allerdings erst im 18. Jahrhundert, als Anton Egon Fürst zu Fürstenberg am heutigen Standort der Brauerei in Donaueschingen den Grundstein für eine größere Braustätte legte.

Das fürstliche Bier aus Donaueschingen wurde schon bald auch außerhalb des Fürstentums getrunken. Mit den ersten Eisenbahnen in Deutschland wurde das Bier im 19. Jahrhundert bereits über größere Strecken ausgeliefert. Die Brauerei gehörte damit zu den ersten Versandbrauereien Deutschlands. 1895 begann die Brauerei – wieder als eine der ersten in Deutschland – mit der Produktion von Bieren „Pilsener Brauart“. Das Fürstenberg-Pilsener wurde 1905 von Kaiser Wilhelm II zum „Tafelgetränk Seiner Majestät“ erhoben.

International bekannt wurden die Fürstenberg Biere durch Verträge mit Transport- und Reiseveranstaltern. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten die Schiffe der Hapag und der Norddeutschen Lloyd das Fürstenberg-Pilsener an Bord.

Seit den 1960er Jahren kaufte die Brauerei mehrere andere Brauereien auf und legte diese jeweils ein paar Jahre später still, wie Bilger in Gottmadingen (eine der vier größten in Südbaden) und Riegeler in Riegel am Kaiserstuhl, wobei der Riegeler Standort ursprünglich weitergeführt werden sollte und erst stillgelegt wurde, nachdem Fürstenberg seinerseits übernommen wurde.

Die heutige Brauanlage gehört zu den größten Braustätten Deutschlands und ist die erste Brauerei, die mit dem Qualitätszertifikat nach DIN ISO 9001 und der Umweltzertifizierung nach der Öko-Audit-Verordnung durch die DQS ausgezeichnet wurde. Fürstenberg beliefert neben der Gastronomie auch Groß- und Einzelhändler vornehmlich im süddeutschen Raum. Fürstenberg ist langjähriger Sponsor des SERC Wild Wings und genießt bei den Fans ein sehr hohes Ansehen (siehe Wild Wings Athletics Neuffen).

Seit Oktober 2004 gehört die Brauerei zur Brau Holding International AG, deren Anteile von Heineken (49,9 %) und Schörghuber (50,1 %) gehalten werden (Brauereigruppen Paulaner, Kulmbacher und Karlsberg).

Die bekannte Marke Fürstenberg und der Standort Donaueschingen sollen erhalten bleiben. Die Gesellschaft wird auch zukünftig als eigenständiges Unternehmen im Verbund der Brau Holding International AG agieren. Die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei KG hatte 2003 einen Absatz von 700.000 Hektolitern Bier erreicht und erzielte mit rund 290 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 57 Mio Euro.

Zum 725-jährigen Jubiläum der Verleihung des Braurechts an die Familie Fürstenberg wurde das Edelbräu (Pilsener Brauart) auf den Markt gebracht. (Wikipedia)

Sie erklärte uns das Brauereigelände an Hand eines Modells

sowie die verschiedenen Biersorten (bei Bieren, deren Namen auf -ator enden, handelt es sich um Starkbiere).

Aus untergäriger Hefe werden Exportbiere und Pils hergestellt, aus obergäriger Köllsch, Weizen- und Altbiere.

Die Mitarbeiter der Brauerei bekommen "Hausbier" geschenkt, so ist es üblich in Brauereien.

"Bier in Maßen genossen, schadet in großen Mengen auch nicht"!

Fürstenberg Brauerei
- Die ursprüngliche Wasserleitung für das Brauwasser -
Fürstenberg Brauerei
- das große "Paul's Glas", aus dem Kaiser Wilhelm getrunken hat! -
Fürstenberg Brauerei
- verschiedene Malze -
Fürstenberg Brauerei
... gehört auch zur Fürstenberg Brauerei
Fürstenberg Brauerei
- so sah's im Labor aus.
Fürstenberg Brauerei
- Im Eiskeller -
Fürstenberg Brauerei
- Ankunft mit Galesche -
Fürstenberg Brauerei
- Kaiser Wilhelm -

Kaiser Wilhelm hielt sich gerne in der Fürstenberg Brauerei auf, er hatte hier großes Jagdglück (die Leute vom Hofe halfen ein wenig nach).

So konnten wir den Herstellungsprozess gut nachvollziehen.

Fürstenberg Brauerei
- Die Flaschenabfüllung -

Zum Abschluss konnten wir die Biersorten probieren, dazu wurden Wurstbrötchen und Butterbrezel gereicht. Zur Erinnerung an den heutigen Tag durften wir alle ein sehr schönes Glas mit nach Hause nehmen.

Wir stellten fest, dass dieser Regentag bestens geeignet war für die Besichtigung - was hätte man auch Besseres tun können?! Außerdem fanden viele gut, einmal nach Donaueschingen gekommen zu sein, es liegt ja nicht gerade am Weg!

Danke lieber Werner, dass Du für uns diesen Tag so gut organisiert hast - Du hast uns die Herstellung unseres heimischen Bieres näher gebracht, eine tolle Idee!


Fotos: Peter/ReRe, Margit/anmargi

Autor: Anmargi

Margit Anhut

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