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Ein Ausflug ins Edekaland Offenburg

Ab und zu werden Exkursionen unternommen, denn bei den Freiburger Feierabendlern gibt es eine ganz besonders wissbegierige Truppe. Diesmal war EDEKA-Offenburg vorgeschlagen, und zwar von Ibifix/Felix.

Na, - hatten wir nicht ein unheimliches Glück? Das Wetter war schön und trocken, die Straßen begehbar, fast hätte man an den Frühling glauben mögen, wenn nicht der Wind doch recht frisch gewesen wäre. Heute hätte das ganz anders sein können, und für mich sehr schlecht, nach dem uns die Welt wieder einmal in einem dicken, weißen Winterkleid begrüßte.

So gab es eine fröhliche Bahnfahrt, eine kurze Omnibusstrecke und bald schon begrüßte uns ein Schild: Edeka Südwest, Neukaufmarkt, Schwarzwaldhof-Fleischzentrale, Ortenauer Weinkellerei, vor dem riesigen Edeka-Parkplatz in Offenburg. Kaum angekommen, wurden wir gleich sehr nett in Empfang genommen von Frau Karin Illing, die uns betreute bis zum Abschied. Ein, wie mir schien, ellenlanger Marsch führte uns zu einer kleinen, unscheinbaren Pforte. Wer weiß, ob wir die allein gefunden hätten, abgesehen davon, dass sie nur mit „Simsalabim“ aufging, also mit einem Code, denn wir ja nicht kannten, und anders konnte man auch nicht wieder hinauskommen. Danach noch einmal ein langer Marsch, bis wir endlich ein Gebäude betraten, und gleich hinter der Tür empfing uns ein Schild für uns ganz persönlich: „Besuchergruppe Frau Anhut, herzlich willkommen, schön dass Sie da sind.“ Na, wenn das kein freundlicher Empfang ist!

EDEKA Offenburg
Einige Freiburger FA'ler sind auf dem Weg zu EDEKA, Offenburg
EDEKA Offenburg
... und wird empfangen von der sehr freundlichen Frau Illing!

Durch wiederum endlose Gänge, alles schien hier weit und lang, zu einem kleineren, (nach einem größeren) offensichtlich Speisesaal ging es nun, wo uns gleich gedeckte Tische, mit Kaffee, Gebäckstückchen, Saft und Wasser, und schließlich auch Obst erwarteten. Hier nun hielt uns Frau Illing einen langen Vortrag, unterstützt von an die Wand geworfenen Bildern und Texten, der uns die Größe dieses Unternehmens nahe bringen sollte. Man kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und ich hätte am liebsten fragen mögen; ob Edeka eigentlich gleich ganz Südbaden gehöre, beschränkte mich aber auf die Frage, was ihnen eigentlich nicht gehöre? .Bei diesen vielen Tochterfirmen und Tochtergesellschaften: Kempf-Getränke-Märkte, Fleischwerke, Weinkellerei, und noch viele andere gehören dazu; die uns bekannte Bäckerei K und U, an vier verschiedenen Standorten, mit Getreide überwiegend aus der Region. K & U sei „Ausbilder des Jahres“ 2009, wurde uns stolz mitgeteilt.

Gemeinsamkeit macht stark! Dachten schon zum Anfang des vorigen Jahrhunderts Kaufleute, verbündeten sich und bildeten 1907 einen Verband, die Begründung der Zentrale EDEKA. Eine Einkaufszentrale, aufgebaut auf den genossenschaftlichen Prinzipien: Selbsthilfe, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung.

Mit Kolonialwaren begann es: Gewürze, und Südfrüchte, Kaffee, Tee, Kakao. Das war der Anfang und prägte eine neue Geschäftsidee, die heute noch lebt. Mittelbaden startete seine Einkaufsgenossenschaft im Jahre 1927 in Offenburg, mit 26 Kaufleuten, und schlossen sich der Edeka an. Und seit über 100 Jahren meistert Edeka nun die großen Herausforderungen.

An Kolonialwaren erinnern sich vermutlich noch die meisten von uns. Als Kind stolperte ich oft über dieses schwierige Wort und konnte mir darunter nichts vorstellen. Alle diese Dinge genießen wir zwar noch heute und noch einige mehr, nur sind es keine Kolonien mehr, aus denen diese Herrlichkeiten bezogen werden.

Seit 1972 gibt es das große blaue E auf gelbem Grund, wurde uns erzählt. Edeka, neben Märkten in noch einigen anderen Bundesländern, sei der größte Anbieter im Südwesten, mit 1444 Märkten, mit 30.000 Artikeln, mit 1300 Azubis, mit dem Motto: „Wir lieben Lebensmittel“, mit einem Fruchtkontor in Hamburg. Seit 1908 gibt es bereits eine Verbandszeitschrift, seit 1910 eine Reklameabteilung und 1912 wurden die ersten Eigenmarken eingeführt. 1914 eröffnete in Berlin eine eigene Bank, ausgerichtet auf mittelständische Einzelhändler. Allein 468 Märkte werden bedient von Offenburg.

Heute ist Edeka ein großes Unternehmen mit eigenen Produktionsbetrieben: Fleischbetriebe, Backbetriebe, Kellerei, Mineralbrunnen. Edeka Südwest hat 43.000 Mitarbeiter, 22 Ausbildungsbetriebe. Ist in Vermarktung führend, schafft neue Arbeitsplätze, hat sich die Schonung der Umwelt auf die Fahnen geschrieben; Übernahme von Verantwortung, Lebensmittelsicherheit, Zusammenarbeit mit Erzeugern, Unterstützung Hilfsbedürftiger.

Regelmäßig würde an Leistungswettbewerben teilgenommen., die schon viele Medaillen eingebracht hätten, Ehrenpreise und Medaillenregen auch für Sprudel, den es in 15 Geschmacksrichtungen gäbe, für die Weine, auf 410 ha. Rebfläche. den Bundesehrenpreis für Blumberger Schwarzwälder Schinken. Ein ausgefeiltes Bestell- und Warenwirtschaftssystem sorgt dafür, dass die Waren termingerecht und schnell an ihrem Bestimmungsort ankommen.

Frau Illing klärte darüber auf, dass die Neukauf-Geschäfte in der Regel „Regiemärkte“ seien, es aber noch viele andere Märkte gäbe, zum Beispiel Marktkauf-Läden, Treff-Discount-Läden, andere, etwas kleinere mit der Bezeichnung „Nah und gut“ mit einem sogenannten Vollsortiment fast alle Kundenwünsche erfüllen; Die meisten Märkte jedoch in jeweils Eigenverantwortung der Betreiber stünden, in deren Namen geführt würden, dass es 35 C+C Märkte gäbe, viele Eigenmarken. Gutfleisch zum Beispiel, für Rind- und Schweinefleisch, Ware aus der Region. Fleisch würde aber auch aus Neuseeland bezogen, weil es von hier nicht reiche. Bei Fisch wird mit der Deutschen See zusammengearbeitet, die lieferten ihre Ware selbst an.

Lieferanten müssten international anerkannte Zertifizierungen erbringen, die Anforderungen von Edeka lägen mehrfach über den gesetzlichen. Edeka sei der starke Partner für selbständige Lebensmittelhändler und das Motto: Wir lieben Lebensmittel, die Leidenschaft Top-Qualität. Wo sind die Tiere aufgewachsen? Welches Futter hätten sie bekommen? Fleischkontrollen würden regelmäßig gemacht, auf einen ordentlicher Eindruck und Sauberkeit geachtet; Jede Kleinigkeit sei wichtig, eine enge Zusammenarbeit mit dem Erzeuger; Bestes aus der Region habe Vorrang: Der Kunde bevorzuge Heimatartikel. Nicht Preisstrategie, sondern die Beziehung zum Kunden stehe im Vordergrund.

EDEKA Offenburg
Die Tische sind für uns gedeckt!

Unsere Heimat, Echt und gut, sei Eigenmarke mit tausend Artikeln Gut und günstig, die rote Ecke, Rio Grande, auch Elkos. Frische, Qualität, tägliche Anlieferung von Frischeartikeln erhöhe das Vertrauen in die Marke Edeka. Sie hätten die Unterstützung von Demeter und Bioland.

An Käse würden 90 Sorten angeliefert, von überall her. 300 verschieden Joghurtsorten seien im Sortiment, und die Kontrollen für alle Waren gingen weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus. Die Zulieferer würden jeweils vorher streng geprüft vor der Genehmigung, danach werden immer wieder Stichproben gemacht. Obst und Gemüse seien maximal 2 Tage am Lager, Salat habe eine Verweildauer von max. 24 Stunden, die Temperaturen betrügen 8 bis 10 Grad, außerdem seien 900 Tiefkühlprodukte im Sortiment, gelagert in Balingen, das erbrächte eine Ersparnis von 500 000 Euro.

Eingeteilt seien die Ware die in sogenannte schnell- mittel- und langdrehende Produkte.

Bestellungen werden jede Woche aufgegeben und bei den täglichen Auslieferungen gäbe es eine permanente Inventur, anders ginge das gar nicht. (Und ich lächelte in mich hinein: meine Güte, Inventuren! Wie ich die hasste, in schon lange zurückliegenden Jahren!).

Nein. - Ich brauche wirklich nicht alles aufzuzählen. Vermutlich kennen die allermeisten die Edekaläden, gleich unter welchem Namen sie geführt werden, kenntlich an dem genannten großen blauem E auf gelben Grund. Notizen habe ich ja eine Menge gemacht, doch die vielerlei Zahlen verwirren mich und ich lasse das einfach weg.

Nach einem langen, informativen Vortrag bei Kaffee und Gebäckstückchen, wanderten wir wieder einen langen Gang entlang, vorbei an einer Wand mit vielen bunten Reklamebildern. „Liebe muss man nicht immer mit Blumen ausdrücken“, hieß es da unter anderem, und zeigte einen Mann mit einem Bund frisch-leuchtender Karotten in der Hand. Ich schmunzelte, weil mir eine Episode aus „meiner Jugend“ einfiel. Als ein Verehrer vor der Tür stand, mir in der Faust etwas Hohes entgegenhielt: Keine Blumen, sondern – einen langen Aal! Es war der erste Aal in meinem Leben, und so nach und nach, Stück für Stück wurde er tatsächlich noch am selben Abend mit größtem Behagen verspeist.

Frau Illing führte uns nun in die riesigen Lagerhallen, aber riesig war hier tatsächlich alles. Wir befanden uns in einer Halle mit einer langen Wand von „Ladeluken“, alle nummeriert, an die von außen die großen „Trucks“ andocken konnten. „Wir haben Großraumfahrzeuge, dreißig an der Zahl, die jeweils 57 Behälter fassen, damit wir die Straßenbelastung so klein wie möglich halten können“, hatte sie erklärt. Mit einer straffen Tourenplanung. Es gäbe Frühauslieferungen, Nachtfahrten, je nach dem, vor allem wenn die Ware in Wohngebiete befördert werden müsse.. Die Frühschicht beginnt um 5 Uhr morgens.

Vor den Ladeluken wiederum nummerierte Plätze, den jeweiligen zu beliefernden Geschäften zugeteilt, da standen bereits zusammengestellte Sortimente, fertig zur Ladung und Auslieferung; jede Adresse hat ihren Platz. Weiter ging’s in der großen „Stadt der Regale“, in deren „Straßen“ Elektrofahrzeuge, angetrieben durch überdimensionale, dennoch nicht erkennbare Batterien, in ziemlichem Tempo entlang und um die Ecken sausten, daher vor her die Belehrung „Halten Sie sich bitte immer hinter mir, damit Ihnen nichts passiert“. 30 Gabelstapler seien unterwegs und 220 sonstige Fahrzeuge. Während einer Erklärung über das notwendige, aber „geordnete Chaos“ in diesem großen Lager, das seinen Grund habe, - leer gewordene Lücken würden sofort wieder mit Waren aufgefüllt, - fuhr eines der Fahrzeuge geschwind einen Kran aus, griff sich in einem der oberen Abteilungen ein Gebinde, schrumpfte den Kran wieder ein und fuhr davon, das ging alles in großer Schnelligkeit vonstatten und wirkte dabei so leicht als wäre es nichts: „Als nimmt man einfach nur einen Teller aus dem Schrank“ staunte ich. Später standen wir in dem Raum, in welchem die Batterien regelmäßig wieder aufgeladen werden müssen, da bekamen wir die großen Dinger auch zu sehen. Unsere Führerin lächelte, weil eben nicht nur Männer wissbegierig davor stehen blieben, sondern auch Frauen sich dafür interessierten.

EDEKA Offenburg
Im Lager
EDEKA Offenburg
... bitte immer hintereinander!
EDEKA Offenburg
mit riesiger Batterie betrieben!

Alles ist bestens organisiert. Über Funk und Kopfhörer lasse sich der ganze, komplizierte Betrieb reibungslos steuern. Wir wanderten nun durch verschiedene Regalstraßen, um viele Ecken, mit der „Kurz-, mittel- und langdrehenden“ Ware. Die Luft war gut, lediglich in der Käseabteilung ahnte man, dass dort Käseräder lagerten.

Vor einem der Regale deutete Frau Illing mit der Hand nach oben. Dort befand sich Ware hinter einem Sperrgitter. Zigaretten lagerten dort unter Verschluss, um evtl. Diebstahl vorzubeugen.

Überhaupt geht es sehr streng zu. Sollte jemand auf die Idee kommen auch nur ein Joghurt zu verspeisen, wird er auf der Stelle gefeuert. Auch eine Abgabe von beschädigter Ware zu verbilligten Preisen an die Belegschaft sei abgeschafft worden, um einer evtl. deshalb mutwilligen Beschädigung der Gebinde, die nur im Ganzen ausgeliefert würden, vorzubeugen. Einkaufen kann im Lager niemand. Beschädigte Ware bzw. Gebinde, die es dennoch immer wieder mal gäbe, werde an die „Tafel“ abgegeben, von denen selbst abgeholt.
Und jetzt höre ich einfach auf. Dies in Kurzform. Sicherlich habe ich eine Menge vergessen. Hier ist wirklich nur so etwas wie ein „Stimmungsbild“ möglich. Wer mehr wissen möchte, schaut am besten in die, natürlich auch nicht kleine, home page von Edeka

Verabschiedet wurden wir sehr herzlich von Frau Illing, zu guter Letzt fuhr sie mit einem Einkaufswagen vor und jeder von uns erhielt eine Flasche Affentaler Spätburgunder Rotwein in einer hübsch gestreiften Tüte – eine runde Sache, dieser Besuch bei Edeka, Offenburg!

Danke sage ich jetzt schon mal an Margit, die wieder die Arbeit mit dem Einsetzen hat und an die Bilderlieferanten, von denen mir freundlicherweise von Christa/Libana bereits einige zugesandt wurden. Und hoffe, der Text gefällt.

Weitere Bilder: Erwin/Zahnrad, Margit/anmargi

Bilder am besten mit Mozilla Firefox öffnen!

Autor: Heupferd

Irene Sasse

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