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Traditionelles bäuerliches Handwerk vereint mit regionaler Selbstversorgung konnten 12 Mitglieder der Freiburger Feier@bendgruppe am 17.Dezember praxisnah in Simonswald erleben.

Beim Besuch in der kulturhistorischen Ölmühle gab es viel Wissenswertes über die Herstellung von hochwertigem Walnussöl zu erfahren. In der im 18.Jahrhundert erbauten Ölmühle wird nach gründlicher Renovierung seit 2002 in gemeinschaftlicher Arbeit des Brauchtumsvereins wieder „geölt“.

Mit der Elztalbahn ging es nach Bleibach und mit dem Linienbus weiter bis zur Ortsmitte Simonswald.

Nach ca. 20 Minuten „Schnee“-Wanderung versammelten sich die Teilnehmer in der holzgetäfelten Stube des Hauses, wo der angeheizte Kachelofen gemütliche Wärme spendete.

Herr Becherer vom Brauchtumsverein begrüßte und führte uns zuerst in die nebenan stehende alte Getreidemühle.

Hier, wo die althergebrachte Herstellung von Mehl aus heimischem Getreide erklärt wurde, gab es viel zu staunen.

Der Antrieb der Öl- als auch der Getreidemühle erfolgt mit unterschlächtigem Wasserrad durch das Wasser der Wildgutach.

Es ging nun in das Innere der Ölmühle. Herr Becherer erklärte ausführlich den Herstellungsablauf.

Da werden also zuerst mal im Voraus die Walnüsse geknackt, dann die Nusskerne verlesen und gesäubert. Das geschieht an langen Abenden in gemeinschaftlicher Runde durch die Helfer des Brauchtumvereins. Die Männer knacken, die Frauen säubern. Nur gute Ware ist der Garant für hochwertiges Oel, das durch Kaltpressung mit anschließender Filterung gewonnen wird. Handwerklich gepresst und händisch abgefüllt.

Für 1 Liter Walnussöl werden 3 kg Nusskerne benötigt.

Staunenswert war das vielseitige Räderwerk, die Zahnräder aus Buchenholz und die Lager aus verschleißfestem, langsam gewachsenem Fruchtholz gefertigt. Gute handwerkliche Arbeit!

Der Torckelbaum, ein gewaltiger Hebelarm aus Eichenholz von 10 m Länge, bewegt sich auf und ab. Eingeschnitzt ist die Jahreszahl 1712, die sich auch im Haus finden lässt.

Es gab viele interessierte Fragen zur Ölqualität, zur Lagerung und Verwendung des Walnussöles, welches auch direkt gekauft werden konnte. Die Erklärungen gingen bei den Besuchern runter wie Öl.

Zum krönenden Abschluss gab es in der guten Stube des Hauses noch ein Hausmacher-Vesper sowie Kaffee mit Kuchen, Produkte vom Simonswälder Metzger bzw. Bäcker.

Bei vorweihnachtlicher Abenstimmung ging es auf den Nachhauseweg.
Es war ein erfüllter Nachmittag.

Freiburg , 03. Januar 2011

Autor: Pius Kopp

Bilder : Sadia/Winterjasmin, Erwin/Zahnrad

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