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Badischer Winzerkeller Breisach
Besichtigung mit Führung und Weinprobe am 16.12.2014

„Das Nützliche, Lehrreiche mit dem Angenehmen verbinden“ Wohl mit diesen Gedanken im Hinterkopf machten sich 16 FA Mitglieder am 16. Dezember auf den Weg zum Winzerkeller in Breisach, um über Badischen Wein im Allgemeinen als auch im Einzelnen mehr zu erfahren. Organisiert hatte diese Veranstaltung Hapetki.

Herr Brodmann begrüßte uns gleich mit einem Glas Winzersekt, was schon mal für eine gut gelaunte Einstimmung sorgte. Gleich die erste Lektion: Der Unterschied zwischen Sekt und Champagner liegt im Anbaugebiet. Champagner darf nur aus einem ganz begrenzten Anbaugebiet, der Champagne, in Frankreich kommen.

Insgesamt gab es eine Unmenge an Informationen, also werde ich mich auf die wesentlichen Fakten begrenzen.
Die Winzergenossenschaft wurde 1952 gegründet und umfasst 70 Genossenschaften mit 6000 Winzern, die ihren Wein nicht selber keltern und ausbauen. Es gibt 9 Anbaugebiete, die sich über 400 km Länge erstrecken, vom Bodensee bis zum Kraichgau. Heute beherbergt der Winzerkeller bis zu 110 Mio Liter Wein und bis zu 408 verschiedene Weinsorten! Wie kommt diese Zahl zustande? Neben den 18 Weinsorten (r u. w) zählen vor allem die Weinlagen. D.h. ein Gutedel kann aus dem Markgräflerland, als auch vom Breisacher Eckartsberg etc. kommen.

Ein kleiner Film gab einen kurzen Überblick über den Weg von der Traube bis zum Wein: Im Herbst bringen die Winzer die Trauben zur Annahmestelle. Hier erfolgt das Feststellen der Herkunft, der Sorte, der Lage, das Wiegen und Messen der Öchslegrade als Grundlage der späteren Vergütung. In 16 Trichtern mit riesigen Spindeln werden die Trauben von den Stielen befreit und in Zentrifugen gepresst. Insgesamt 793 (!) größere und kleinere Stahltanks mit einem Fassungsvermögen bis zu 110 Mio l nehmen den Traubensaft auf, wie wir dann beim späteren Rundgang feststellen konnten. Einige davon hatten die beeindruckende Höhe von fast 20 m l ! Dort reift dann der Saft, um sich zu dem zu entwickeln, was wir so schätzen.

Die nächste Station ist die Abfüllanlage, von wo aus die Flaschen nochmals in einem „Ruheraum“ (genauer gesagt Hallen) bei konstanten 12 Grad gelagert werden (bis zu 12 Wo). Schließlich gelangt man in die Kommissionierhalle, wo die Paletten und Versandpakete zusammengestellt werden.

Eine Fahrt mit dem Bähnchen gab`s zur Belohnung, weil wir so tapfer durch die langen Gänge gestapft waren. Von nun an ging`s bergab, durch unterirdische Tunnels und Hallen. Hier lagerten denn auch die Barrique Eichenfässer für die „großen“ Weine. Das Eichenholz mit seinem Taningehalt verleiht dem Wein ein intensiveres Aroma.l.

Von der Theorie zur Praxis mit einer kleinen Weinprobe, bereichert durch einen heißbegehrten Gugelhopf. 4 Weine: 1 Rot-, 3 Weißweine. Alle vom Jahrgang 2013. Herr Brodmann erklärte uns, worauf es ankommt: Color, Odor, Sapor. Farbe, Geruch und Geschmack. An den verschiedenen Weinen machte er die Unterschiede deutlich. Wichtig ist die Zugabe von Sauerstoff, welche durch Dekantieren bzw. Schwenken im Glas zustande kommt. So können sich die Aromen besser entfalten. Interessantes Detail: die immer häufigeren Schraubverschlüsse ändern nichts an der Qualität. Da Korken über die Jahre bröseln und es immer weniger Anbaugebiete für Korkeichen gibt, werden Korken nur noch für „besondere“ Weine verwandt.

Eine sehr entspannte FA Truppe machte sich zum Schluss auf den Heimweg nach Freiburg (gottseidank) mit dem großen „ Bähnle“.

Fotos: Seitenwagen
Findelkind
Zahnrad

Autor: Lavandel

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