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Der November – genau der richtige Monat, um einen solch mystischen Ort wie „Maria Lindenberg“ zu besuchen!

Dazu ein gar kein typisches Novemberwetter: bis mittags schien die Sonne von einem ungetrübt blauen Himmel herunter, wärmte sogar! Erst sehr viel später zogen Wolken vom Westen herauf. Den Bus- und Autofahrern auf ihrer Fahrt in die Höhe erging es bei diesem Wetter bestimmt ebenso wie mir. Ich schaffte mich auf meinem Fahrrad langsam aber sicher nach oben, mit inneren ah- und oh-Rufen der Begeisterung über diese Schönheit unterwegs: einsam gelegene Bauernhöfe im Ibental, die Fahrt an einem Bach entlang und das noch auffallend saftige Grün der Wiesen bei bereits weißen Schnee- und Reiffeldern auf den Gipfeln des Schwarzwaldes. Intensives Licht und Gegenlicht, Schatten, Nebel und Sonne zugleich zauberten ein Fotomotiv nach dem anderen (und ich ohne Fotoapparat)!

St. Peter
- Pilgerstätte Maria Lindenberg -

Sie hatten sich vom Zähringer Eck auf den Weg gemacht und kamen mir in St. Peter schon entgegen, die 11 fröhlichen FA’ler.

Wir alle waren Erikas und Klaus‘ schöner Idee gefolgt, hier oben ein paar gute Stunden miteinander zu verbringen. Wir wanderten zur Pilgerstätte "Maria Lindenberg".

Zu diesem Wallfahrtsort gibt es mehrere Geschichten, die uns Klaus vorlas:

Aus Wikipedia

Seit mehr als 500 Jahren ist der Wallfahrtsort „Maria Lindenberg“ bei St. Peter eine Wallfahrts- und Gebetstätte im Schwarzwald
Die Geschichte der Wallfahrt begann im Jahr 1496 – 1512

Der begüterte Gallibauer Pantaleon Mayer aus Unteribental hatte vielfaches Pech mit seinem Vieh. Er versuchte vergebens alle Mittel den großen Schaden von seinem Hofe abzuwenden. Endlich flehte er um Hilfe zu Gott. Er erkannte seine Sünden und dachte darüber nach gute Werke zu tun. Im Traum hörte er eine Stimme, die ihn aufforderte, zum Lob und Preis der allerseligsten Jungfrau Maria auf seinem Hof eine Bildsäule zu errichten. Pantaleon Mayer erwachte und fasste sofort den Entschluss, falls sein Vieh von der Seuche befreit werde, ein Denkmal zur Erinnerung an die Fürbitte der Gottesmutter Maria errichten zu lassen. Die Seuche erlosch im Stall, ohne eine Spur zu hinterlassen. Nun erinnerte sich der Bauer an sein Gelübde, und aus Dank für seine Gebetserhörung gab er einem Zimmermann den Auftrag für den Bildstock. Dieser aber verschob die Arbeit unter vielen Vorwänden und Ausreden immer wieder.

Als eines Tages das Haus des Zimmermanns ein Raub der Flammen wurde, sah dieser in dem Unglück eine Strafe des Himmels für die Verzögerung der Muttergottes die Ehre zu erweisen. Er nahm sofort die Arbeit auf und setzt die Bildsäule an den Platz, der ihm hierfür bezeichnet wurde. Das Fälldatum des Eichenpfahles wurde um 1580 geschätzt. Das Bildstöckchen befindet sich in der Kerzenkapelle in der Wallfahrtskirche). Von dieser Stunde an verspürte Bauer Pantaleon Mayer in seinen Geschäften Gottes Segen.
Das zweite Ereignis:

Bauer Pantaleon Mayer hatte einen Hirtenbuben. Dieser hütete in der Nähe einer Quelle das Vieh. Er machte sich daran ein paar Haselnüsse aufzuschlagen. Aber leider waren die meisten entweder taub oder wurmig. Vor Zorn fing er an zu fluchen und wollte die Schalen wegwerfen. Beim Ausholen mit dem Arm hatte der Junge das Gefühl, als berühre er jemanden. Erschrocken drehte er sich um und sah eine wunderschöne Frau, die ihn anredete: „Gegrüsset seist du, Jüngling“. Das schlechte Gewissen versetzte den Hirten in solchen Schrecken, dass er zunächst kein Wort hervor brachte. Die schöne Frau, ohne Zweifel die jungfräuliche Gottesmutter Maria, verwies ihm darauf in eindringlichem Ernst sein sündhaftes Fluchen über leblose Geschöpfe und sagte: "Wie du nichts auf diese Nüsse hältst, so bist du selbst auch nichts wert".

Nach und nach erholte sich der Hirte und sagte schüchtern und ehrfurchtsvoll den Gruß zu der himmlischen Erscheinung: "Seid auch ihr gegrüßt"!
Die heilige Jungfrau antwortete ihm: "Du hast recht getan, dass du mich gegrüßt hast. Gehe hin und sage deinem Meister, es sei mein Wille, dass er mir eine Kapelle baue".
Der Hirte aber wollte sich vor der Erfüllung dieses Auftrages drücken und entschuldigte sich mit der Ausrede: "Wie wird mein Meister ohne ein gewisses Zeichen an einen solchen Befehl glauben"?
Die himmlische Mutter schnitt sofort diesen Vorwand ab mit der Erklärung:
„Du hättest um deines Fluches willen sterben sollen, ehe drei Tage um sind, jedoch will dich Gott noch verschonen; aber die drei reichsten Einwohner dieses Tales werden vor Ablauf eines Jahres sterben.

Darauf verschwand die himmlische Erscheinung. Die Ankündigung aber erfüllte sich und Pantaleon Mayer zweifelte daraufhin nicht länger am Willen der allerseligsten Jungfrau, eine Kapelle erbaut zu sehen. Er ließ wohl an dem Ort, wo bisher das Bildstöckchen stand, eine hölzerne Kapelle bauen.

Zur Erinnerung an die Marienerscheinung stellte er das Bildstöckchen bei der Quelle unterhalb des Lindenbergs auf, die heute noch „Frauenbrunnen“ heißt.
Erst eine kleine Holzkapelle...

Es wurde eine bescheidene kleine Holzkapelle gebaut. Beim Bau derselben ereignete sich eine weitere Gebetserhörung.
Der Altbauer Hans Zäringer aus Ibental nahm Zuflucht zur Gottesmutter Maria auf dem Lindenberg und erhielt zum Trost in seiner Not ein kleines Holzkreuz, welches sie aus umherliegenden Holzspänen zusammengebunden hatte. Heute kann man dieses Kreuz, welches in eine Kapsel gefasst ist, am Gnadenbild über dem Hochaltar sehen.

Diese Ereignisse sind der Beginn der Wallfahrten auf den Lindenberg.
Maria Lindenberg ist ein sehr beliebter Gnadenort. Die Verehrung der Gottesmutter Maria führte zur Eucharistischen Anbetung auf dem Lindenberg. Fast elf Jahre betete eine Frauengemeinschaft auf dem Lindenberg, bis sie im Jahre 1869 verboten wurde.

Die Eucharistische Anbetung wurde im Jahr 1955 wieder aufgenommen. Seither beten in der Wallfahrtskirche fromme Männer der Gebetswache des Katholischen Männerwerks Freiburg. Sie beten von Januar bis Dezember bei Tag und Nacht ununterbrochen vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für den Frieden und die Erneuerung der Kirche im Heiligen Geist.
Die Geschichte der „Gebetswache" auf dem Lindenberg

1955 fuhr Bundeskanzler Konrad Adenauer als erster deutscher Staatsmann nach Moskau. Ca. 30 Männer der Diözese begleiteten die Verhandlungen Adenauers dadurch, dass sie rund um die Uhr in der Ranftkapelle zu Sachseln um den Frieden beteten. Die Entlassung der deutschen Kriegsgefangenen als Ergebnis jener Verhandlungen blieb tief im Gedächtnis der Menschen. Seit dieser Zeit kommen Männer aus der Erzdiözese Freiburg zur Gebetswache auf den Lindenberg. Inzwischen sind es Tausende, die Woche für Woche bereit waren, vor dem Allerheiligsten in der Wallfahrtskirche Tag und Nacht zu beten. Sie nennen diesen Dienst „ Gebetswache" und signalisieren damit, dass sie ganz bewusst stellvertretend für die Menschen beten. Das Friedensgebet bleibt ein Daueranliegen der Beter bis heute.

Mag man diese Geschichten nun glauben oder nicht. Fest steht - und das bestätigten alle - dass man hier oben in eine ganz besondere Stimmung eintauchen kann, und sich eine gute Weile und in aller innerer Ruhe den Ausblicken auf Schwarzwald und Vogesen widmen kann.

Wir hörten uns noch ein paar gute Gedanken einer Predigt an, die gerade stattfand und gingen dann wieder nach draußen, hatten Freude an diesem Fleckchen Erde und - einer Katze. Gedanken, Erinnerungen an unseren letzten Besuch hier oben am 2. August 2009 fanden ihren Austausch.

zum Bericht klicke hier

Ja, und langsam spürten wir so etwas wie Hunger und gingen zum Essen in die Lindenberg-Pilgergaststätte – leckere Rindfleischsuppe gab es unter anderem. Wir wurden sehr freundlich bedient. Dieter und Doris kamen dann auch noch dazu – schön!

Auf der Wanderung zurück - eine von Klaus ausgesuchte, schöne Variante - kamen wir am Eckpeterhof aus dem Jahre 1728 vorbei:

Aus Wikipedia

Zur Geschichte des Eckpeterhof :

Um das Jahr 1728 kam es zu einer Abmachung zwischen Hans Albrecht, dem Bauer des ehemals obersten Hofes im Ibental, des Pretschenhofes (am 8.5.1836 abgebrannt), und seinem Schwiegersohn Christian Pfister. Hierbei ging es um die Errichtung eines Gebäudes auf dem Gelände des Pretschenhofes. Das daraufhin 1728 erbaute Haus (der heutige Eckpeterhof) diente wahrscheinlich einige Jahre als Berghäusle des Pretschenhofes, wurde aber spätestens 1756 eigenständig. In diesem Jahr kaufte nämlich der vom Kreuzhof abstammende Peter Saum das damalige sogenannte „Pretscheneck“, mit Haus, Acker, Wiesen und Wald, musste hierfür zusätzlich eine Gebühr von 10 Gulden für die Entlassung aus der Herrschaft St. Peter entrichten.
Im Zusammenhang mit dem ersten eigenständigen Besitzer, also Peter Saum, taucht auch der Name „Eckpeter“ zum ersten Mal auf. Als Stammvater der Familie Saum wird Gabriel Saum (Som) angegeben, der um 1515 im Rohr wohnhaft war.

Als frühere Hofnamen findet man die Bezeichnungen „Pretscheneck“ oder „Ibentäler Eck“, wobei das Wort „Eck“ einen Bergkamm oder Ausläufer eines Bergrückens bezeichnet. Vom Unteribental gesehen liegt der Hof auf einem Bergkamm, wodurch sich dieser Teil des Namens ableitet.

Das Hofgebäude wurde in den Jahren 1871 und 1932 durch Brände zerstört und jeweils wieder aufgebaut. Bis 1977 gehörte der Eckpeterhof zur Gemeinde Unteribental, seither zur Gemeinde St. Peter.

Wir erreichten wieder St. Peter – für die anderen gab es bei viel Fröhlichkeit noch Kaffee und Kuchen im Hirschen. (Ich machte mich lieber auf den Heimweg, bevor es früh dunkel und kalt wurde.)


Wieder einmal: ein schöner „FA-Tag“ ging zu Ende.

Herzlichen Dank den Fotografen Trudel, Erwin, Felix!

St Peter
- Dank den Organisatoren Erika und Klaus! -

... und den Fotografen:

Autor: Anmargi

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