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Radtour Tuniberg
- Das Schloss in Munzingen -
Radtour Tuniberg
- Die Munzinger Kirche -

Das Treffen war um 9:30 h in Munzingen unterhalb der Erentrudiskapelle ausgemacht. Leider konnten drei der Angemeldeten nicht teilnehmen. Zwei Teilnehmer kamen von Freiburg mit dem Fahrrad, andere hatten ihre Räder auf den Gepäckträgern ihrer Autos huckepack genommen und waren so zum Treffpunkt gekommen. Heute war das Verhältnis E-bikes : herkömmliche Fahrräder ausgewogen.

Das Wetter hätte schöner nicht sein können und trug wesentlich zur Stimmung bei. Es plauschte sich gerade so schön auf dem Parkplatz, als plötzlich wusch, alle in Richtung Erentrudiskapelle losfuhren, so als wollten sie die 300 m nicht gerade moderate Steigung schnell hinter sich bringen.

Radtour Tuniberg
- Manfred/Floren war von weither gekommen und musste deshalb Luft pumpen! -
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- Geschafft!!! -
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- Erentrudiskapelle -

Früher haben sie schon gewusst, welche Plätze auszusuchen waren für die Orte der Andacht und der Ruhe! (Es gab sie damals nämlich noch nicht, diese Autobahn, die uns ihren Geräuschpegel hochschickte.)

Von hier oben hatten wir einen atemberaubenden Blick gegenüber auf das Panorma des Südschwarzwaldes vom Kandel über den Feldberg, Schauinsland, Belchen und Blauen. Auf der anderen Seite hielten sich die Vogesen im Dunst versteckt.

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- Munzingen's Golfplatz -

Dieter/Papageno las uns vor, was es mit der Kapelle auf sich hat.

Erentrudiskapelle

Die Erentrudiskapelle steht auf der südöstlichen Tunibergspitze oberhalb von Munzingen. Dort liegt auch einer der schönsten Aussichtspunkte des Breisgaus, hoch über der Ebene, mit Blick in die Freiburger Bucht und das Markgräflerland.

Die Kapelle gilt heute auch als Wahrzeichen des Tunibergs und wird als weithin sichtbares Symbol auch nachts beleuchtet. Benannt ist die Kapelle nach einer Äbtissin auf dem Nonnberg bei Salzburg, die um das Jahr 700 n. Chr. lebte. Erentrudis wurde dort die erste Äbtissin des auf dem Salzburger Nonnenberg von Rupert gegründeten Benediktinerinnenklosters. Der katholische Gedenktag für sie ist der 30. Juni. Im Jahre 1745 bekam die Kapelle eine Reliquie der heiliggesprochenen Salzburger Äbtissin Erentrudis. Seither bürgerte sich der Name Erentrudiskapelle für die seit dem Mittelalter an jener Stelle bezeugten Apolloniuskapelle ein.

Im Jahr 1666 musste die Kapelle, da nach dem 30jährigen Krieg zahlreiche Pilger zu ihr strömten, erweitert werden. 1713 wurde die Kapelle dann als Schutzwall für die Freiburger Festungstruppen zweckentfremdet und schwer beschädigt. Bereits 1714 jedoch begann ein durch Spenden finanzierter Wiederaufbau. 1750/52 wurde die Erentrudiskapelle Mathias Faller renoviert. Er fertigte unter anderem die Altardekoration. Seine Erentrudis-und Trudpertstatuen stehen heute im Augustinermuseum Freiburg. Während des 19. Jahrhunderts zerfiel die Kapelle zusehends. Sie wurde 1877 wieder renoviert und am Dreifaltigkeitsfest 1879 nahm der Freiburg Weihbischof Lothar von Kübel die Altarweihe vor. Der heutige gemalte Flügelaltar stammt von E. Riess aus Freiburg. Die Erentrudiskapelle zählt heute zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Region.(Badische Seiten)


Schon allein diese erste Etappe war die Tour wert gewesen!

Von wegen ohne große Anstrengung mit minimaler Steigung geht es weiter… So manche (gespielte) Entrüstung konnte den Mienen entnommen werden! Überhaupt gab es heute des Öfteren Gelegenheit, gespielt entrüstete Mienen aufzusetzen: recht oft mussten wir umkehren, Dieter hat einen neuen Fahrradnavi… „Tour de Surprise“ nannte Pitt das!

In der Zwischenzeit versorgte uns Erwin/Zahnrad mit den neuesten Nachrichten von seinem I-Pod.

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- hier mal ein Beispiel der "Tour de Surprise"!

Auf dem Weg nach Merdingen kamen wir an einem großen Kalkwerk vorbei, bevor wir in den idyllischen Weinort einfuhren. Er ist auch bekannt für guten Spargel und Obst. Alte, wunderschön mit Blumen, vor allem Rosen geschmückte Bauernhäuser liegen an der recht engen Ortsdurchfahrt. Überhaupt machte der Rosenmonat Juni seinem Namen Ehre – unglaublich viele, in voller Blüte stehende Sträucher bewunderten wir unterwegs.

Der beeindruckenden Kirche St. Remigius statteten wir einen Besuch ab. Dieter las vor:


Pfarrkirche St. Remigius Merdingen

Die spätbarocke Pfarrkirche in Merdingen wurde zwischen 1738 und 1741 von Johann Kaspar Bagnato errichtet. Johann Kaspar Bagnato gilt als der bedeutendste südwestdeutsche Barockarchitekt ades ausgehenden 18. Jahrhunderts. Von diesem Architekt stammen unter anderem auch das Schloss auf der Insel Mainau und die Stiftskirche in Lindau.

Mit der Pfarrkirche Merdingen entstand eine der kunstgeschichtlich bedeutsamsten Barockkirchen des Breisgaus. Der Bildhauer Joseph Anton Feuchtmayer, der vor allem durch sein Hauptwerk in der Klosterkirche Birnau berühmt wurde, schuf in Merdingen die Altäre und die Kanzel aus Stuckmarmor.

Vom Freiburger Johann Christian Wentzinger, einem bedeutenden Barockkünstler des Breisgaus, stammt die Immaculata über dem Kirchenportal, eines der schönsten Marienbildnisse Südwestdeutschlands.

Bedauerlicherweise ging der ursprüngliche Gesamteindruck der Pfarrkirche in Merdingen teilweise verloren, als im Jahr 1977 wegen der Verbreiterung der Durchgangsstraße die alte Mauer abgebrochen wurde. Der nun verkleinerte Kirchplatz wurde mit neuer Mauer und einer Treppe abgeschlossen. (Badische Seiten)

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- Barockkirche St. Remigius, Merdingen -

Wir fuhren weiter über Gündlingen, vorbei an Hochstetten, sahen in der Ferne das Breisacher Münster, schauten uns den Rhein an und kamen zum "Landgasthaus zur Tanne" in Niederrimsingen.

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.... unterwegs!
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- Das Breisacher Münster -
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- Am Rheinufer -

Es war Essenszeit; im Schatten einer mächtigen Kastanie, die ab und zu eine kleine Frucht auf den Tisch warf, ließen wir es uns schmecken – viele Themen gab’s – wir blieben eine ziemliche Weile dort.

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- Pitt überlegt noch: Fahrrad oder Motorrad? -

Dann ging es am Südfuß des Tuniberges über Oberrimsingen, beim Golfplatz entlang zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Danke lieber Dieter/Papageno, Du hast uns einen wunderschönen und informativen Tag beschert!

Fotos: Erwin/Zahnrad, Margit/anmargi

Autor: Anmargi

Margit Anhut

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