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Mit einer Verzögerung, die uns zum Trost in Offenburg einen Kaffee zur Aufmunterung bescherte, erreichten wir Königsfeld auf einer schönen Bahnfahrt durch den Schwarzwald über Gengenbach, Haslach und Hausach. Der Höhenluftkurort Königsfeld ist planmäßige Siedlungsgründung der Herrnhuter Brüdergemeine auf Grundlage der Königlich-Württembergischen Verordnung vom September 1806. Herr Dr. Munk erzählte uns im Zinzendorfpark ein wenig über diesen kleinen Ort, danach gingen wir in den sehenswerten, hellen und freundlichen Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine mit einer Silbermannorgel.

Hier erfuhren wir viel über die Herrnhuter Brüdergemeine (englisch: die Moravian Church, mährische Kirche), eine offene, ökumenische Kirche. Sie hat ihren Ursprung in Böhmen genommen und ist aus dem Pietismus entstanden und eine Glaubensbewegung innerhalb der evangelischen Kirche. Die Bewegung ist eine Gründung von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, der 1722 in der Oberlausitz Böhmischen Brüdern Aufnahme gewährte. Die Brüdergemeine wurde bereits 1732 durch Mission auf der ganzen Welt verbreitet, was sie auch heute noch in 17 Ländern praktiziert. Die Herrnhuter wenden sich an alleingelassene Menschen, sie errichten Schulen und leisten soziale und medizinische Hilfe. Diese Menschen wurden von Anfang an mit in die Mission einbezogen, damit sie die Botschaft an andere überbringen. Sie predigten Widerstands- und Gewaltlosigkeit (Info aus dem Internet).

Sie geben seit 1731 jährlich die Herrnhuter Losungen heraus – Herr Dr. Munk verteilte sie auch an uns. Die beliebten Advents- und Weihnachtssterne werden noch heute in Handarbeit hergestellt.

Wir liefen durch den Ort, kamen am Isolierhäuschen vorbei in dem Pestkranke separat untergebracht wurden. Durch die Kontakte durch die Bevölkerung konnte man diese Menschen aber nie ganz isolieren.

Buchenberg
Das Albert-Schweitzer-Haus

Von dort war es nicht weit zum Albert Schweitzer-Haus, das im Sommer 2001 eingeweiht wurde. Vor dem Haus ist eine Miniatur von Lambarene ausgestellt. Das Haus beherbergt eine Ausstellung, die mit moderner Medientechnik die aktuelle Bedeutung des Lebens, des philosophischen und theologischen Werkes Albert Schweitzers und seiner Weltanschauung der "Ehrfurcht vor dem Leben" für die Menschen präsentiert. Die Führung war sehr beeindruckend, Herr Dr. Munk verfügt über alle Informationen über das Leben Albert Schweitzers – keine Frage blieb unbeantwortet.

Erfrischen und unseren Hunger stillen konnten wir im Park Café in Königsfeld.

Die anschließende kleine Wanderung nach Buchenberg hat uns gut getan. Bevor wir in dem urigen Gasthaus „Krone“ einkehrten bewunderten wir das 1.000 Jahre alte Kirchlein St. Nikolaus, ein wahres Kleinod.

Obwohl die von mächtigen alten Bäumen umstandene Kapelle erst 1275 erstmals urkundlich erwähnt wurde, stammen das Kirchenschiff und die Sakristei vermutlich schon aus dem letzten Viertel des 11. Jahrhunderts. Zur Kapelle gehören der ehemalige Friedhof und die noch vorhandenen Teile der Friedhofsmauer mit Eingangstor (Info aus dem Internet).

eigenZEIT
ZEIT-Kurort Königsfeld
ZEIT bewusster leben
ZEIT bewusst erleben
ZEITbewusst erleben
ZEITbewusster leben

Bewusster ZEIT erleben in Königsfeld!

Die ZEIT ist reif - für Königsfeld !

Wir hörten in der „Krone“ noch einen interessanten Vortrag darüber, wie in Königsfeld mit der „Zeit“ umgegangen wird. Immer mehr Menschen stünden permanent unter Zeitdruck und hätten das Gefühl, nur noch zu funktionieren, statt zu leben. Es wächst bei einer immer größer werdenden Zahl von Menschen das Bedürfnis, einmal auszusteigen. Diese Menschen suchen in ihrer freien Zeit einen Ort, an dem sie wieder das eigene Zeitmaß finden, und der sie unterstützt in ihrer neuen, gesünderen Einstellung zur Zeit.

Hier bietet Königsfeld etwas Einmaliges, worin sich der Ort von anderen Ferienorten unterscheidet: ZEIT!

In Königsfeld verbrachte ich die schönste ZEIT meines Lebens! (Albert Schweitzer)

Wir beeilten uns sehr mit dem Essen, nahmen uns also keine ZEIT, um den Bus nach St. Georgen zu erreichen, allein, da fuhr keiner mehr. Eine kleine 10-köpfige Gruppe stand reichlich ratlos an der Bushaltestelle, (es wurde schon beraten, wo wir übernachten würden, dann hätten wir ja dem Ferienmotto Königsfelds entsprochen und viel, viel Zeit gehabt!) als ein Busfahrer vorbeikam, der eigentlich Feierabend machen wollte. Wir bezirzten ihn – er bekam denn auch einen Anruf vom Chef und fuhr uns zum Bahnhof – ein Aufatmen ging durch die Runde und sein Schaden war es auch nicht. Wir kamen alle wohlbehalten wieder in Freiburg an.

An diesem Tag haben wir viel Neues erfahren oder altes Wissen aufgefrischt – Du hattest eine gute Idee mit der Fahrt nach Königsfeld, lieber Pius. Vielen Dank!


Fotos: anmargi/Margit (Am besten mit Mozilla Firefox öffnen!)

Autor: Anmargi

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