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Gottenheimer Rebhisli-Tour

Bericht von der
Gottenheimer Rebhisli-Tour
am 01.Mai 2008

Jetzt ist es passiert: Man hat mich „verdonnert“ zu diesem Bericht. Also was schreibe ich jetzt über diese „originelle, fünf Kilometer lange Rundwanderung“, Wie es im Prospekt heißt?

In jedem Fernsehprogramm gab es eine andere Wettermeldung für den 1.Mai, den diesmal doppelten Feiertag, was manchen nicht besonders, (Arbeitnehmer) anderen dafür umso mehr gefallen haben dürfte. Von Regen und kalt bis Sonnenschein und warm konnte sich ausnahmsweise jeder „sein“ Wetter aussuchen und wir FA-ler entschieden uns natürlich für schönes Wetter, für diese „Rebhisli-Tour“, die Trudel und Anneli derzeit für ihre „große Familie“ organisiert hatte. Zur Vorsorge hatte ich natürlich einen Regenschirm mitgenommen, damit der Regen oben blieb.

Hellblauer Himmel, an dem wenige weiße Wolkenbäuschchen schwammen, über staubtrockenen Wegen; von Matsch und Nässe, wie einige vermutet hatten, keine Spur und wenn Engel reisen, lacht sowieso der Himmel, uns jedenfalls lachte die Sonne.

Die Allermeisten waren in den Zug gestiegen, um von überall her zu kommen wobei ich zum Beispiel Trudel und Waltraut jedes Mal bewundere mit ihren weiten Wegen. Mir ging es ausnahmsweise extra gut, ich war nahe dran; schon deshalb wäre ich bei jedem Wetter mitgefahren nach Gottenheim; wo aus Anlass des Tages gleich als Erstes ein Sektstand die Bahnfahrer empfing.

In unserer Gruppe spazierten anfangs drei Hunde verschiedener Größen mit, die allerdings irgendwann, nach ungefähr der Hälfte des Weges, mitsamt ihren Frauchen sich unsichtbar gemacht hatten; wie noch ein paar Andere. Überhaupt war dies eine ziemlich lockere, entspannte Angelegenheit.

Fünf Rebhisli-Stationen waren aufgebaut von verschiedenen Weingütern, an einer (ich glaube der dritten), gab es sogar Life-Musik mit Gesang. Eine gute Bewirtung überall. Herrlich duftender Kartoffelsalat reizte mit appetitlichen Würsten, Speck- und Quarkbrote waren zu haben, Brezeln und viele verschiede Kuchen und sonst noch Allerlei, und für den ganz großen Hunger sogar gefüllte Kalbsbrust mit Butternudeln, und einige Geduldige standen lange an nach Flammkuchen.

Ein vielfältiges Angebot auch an Getränken half beim hinunterspülen, doch natürlich in der Hauptsache viele Weine, Grau-, Weiß-, Blau- Spätburgunder, Müller-Thurgau, Scheurebe, Rivaner und süffiger Muskateller und andere wurden angeboten und ich wundere mich immer wieder über den offensichtlich nie versiegenden Appetit des Publikums, wenn es nur etwas Essbares zu ergattern gibt, zur Freude der Anbieter; Menschen massenweise; vor allem an diesem sonnigen Maitag, einem doppelten Feiertag.

Wer wollte, konnte einen Probierbon für Euro 15,-- erwerben, um eine ausgedehnte Verkostungstour der verschiedenen Weinsorten zu absolvieren, was von uns wohl kaum jemand in Anspruch genommen haben dürfte, jedenfalls nicht heute. Appetit auf die verschiedenen Tunibergweine konnte man sich trotzdem holen bei diesem Spaziergang, für länger werdende Herbst- und Winterabende und verschiedene Angebote, für versandkostenfreien Versand für vier Wochen gab es natürlich dazu.

Wer mag, nach Gottenheim kann man bequem mit dem Zug reisen, (auch zu anderen unserer vielen, herrlichen Weinorte) so dass des Autofahrers Leid des Verzichts auf ein gutes Gläschen Wein schon mal wegfällt.

Einem großen Stein kann man entnehmen, dass es 1965 und 1983 Flurneuordnungen gegeben hat im „Gottenheimer Kirchberg“. Ringsherum bei unserem (wie versprochen) gemütlichen Spaziergang auf ausgeschilderten Wegen durch die Weite der Rebberge, bezauberte der wunderschöne Panoramablick auf Vogesen, den Schwarzwald, den benachbarten Kaiserstuhl, unserer herrlichen (Wein)Landschaft, der Blick auf Gottenheim hinunter und immer wieder freue ich mich, in einer Gegend Deutschlands leben zu dürfen, von der ich manchmal sage: „Wie gut geht es uns doch, wir ertrinken, erfrieren und vertrocknen nicht.“ Mal abgesehen davon, dass es immerhin die wenigsten Arbeitslosen geben soll, obwohl vermutlich dennoch die meisten Geldbeutel an permanenter Magersucht leiden dürften, sich jeder gleichwohl anzupassen sucht, meint es mindestens Mutter Natur bisher gut mit uns.

Obstbäume stehen derzeit in voller Blüte und trotz der schon viel zu langen Zeit der kühlen Tage in diesem Jahr lässt sich die Vegetation nun einfach nicht mehr aufhalten, nein, sie scheint derzeit förmlich zu explodieren. Erfrischendes Grün, wohin das Auge schaut und darin viele kleine bunte Blümchen. Peter hatte sogar einen Feuersalamander entdeckt und mich begeisterten Fliedergewächse in einer nie gesehen Farbtiefe.

Wir leben hier in einer Weinbaugegend, (jedenfalls um mich herum) von der ich als Wahlbadener ziemlich hochtrabend manchmal behaupte: „Ein anständiger Mensch trinkt badischen Wein, der ist der Beste auf der Welt“. (Ob man mir das verzeihen kann?)

Rebhisli 32
In einem Zelt konnten wir Musik hören
Rebhisli 31
Auch für "besondere" Bedürfnisse
hatten man eine Möglichkeit geschaffen


Nach einem halsbrecherischen Abstieg durch eine sehr enge „hohle Gasse“ (mit einem Laufdraht gesichert) machte sich ein Trüppchen von uns zum Bahnhof auf, noch ein Päuschen an dem letzten Angebotspunkt davor, einige waren noch in dieser oder jener „Rebhisli-Station“ sitzengeblieben,

doch wie durch Zauberei trafen sich bei Abfahrt des Zuges aus verschiedenen Richtungen alle fast gleichzeitig am Bahnhof wieder, bis auf die, welche sich eben schon vorher abgesetzt hatten. *isa

Autor: Heupferd

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