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Mit dem „Chanderli"

– Feierabend von Freiburg und Basel unternehmen eine nostalgische Bahnfahrt in Verbindung mit Kunst und Wanderung –

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die Organisatorin Shanai
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und Devel

so stand es unter „Veranstaltungen“ der Freiburger Seite und genauso erlebten 30 Senioren diesen von Shanai (Käthe), Regio Freiburg und Devel (Hans-Peter), Regio Basel perfekt organisierten Tag – vielen Dank an Euch beide von allen und an Käthe’s Markus, der auch beteiligt war! Dank der interessanten Links, die Käthe eingefügt hatte, konnten wir uns bestens auf diesen Tag vorbereiten.

Einige waren mit dem Zug, andere in Fahrgemeinschaften mit dem Auto nach Haltingen gekommen – fast musste man sich suchen auf dem Bahnsteig, so viele Leute warteten heute am Vatertag schon auf das Chanderli. Nach der herzlichen Begrüßung nahmen die Feierabendler ein ganzes Abteil ein – Franz hatte die Holzklasse mit einem auffällig gelben Zettel reserviert für uns, ein Glück!

Es war bereits im Jahr 1838 der Wunsch Kanderns, Anschluss an die Bahnstrecke Mannheim – Basel zu bekommen, was endlich nach vielen Verhandlungen genehmigt und realisiert wurde. Im Jahr 1898 wurde mit dem Vermessen der Bahnstrecke begonnen, auf der Strecke fuhren bereits Züge von Baubeginn an.

„S’ Chanderli“

kann es einem schon antun, wie es einfährt in den Bahnhof, dampfend, stiebend und schnaubend. Blitzblank geputzt sieht es aus wie neu - obwohl diese einfache und robuste Nebenbahnlokomotive T3 bereits im Jahr 1904 gebaut wurde und bis 1966 im Einsatz war! Da werden bei vielen Kindheitserinnerungen wach, wenn sie einen so laut hupend begrüßt! Und so war auch die Stimmung, laut und fröhlich – wie bei Erstklässlern, hörte ich jemanden sagen!
Die Stationen der Kandertalbahn sind

Haltingen
Binzen
Rümmingen
Wittlingen
Wollbach
Hammerstein
Kandern.

Hammerstein war das Ziel für die „Laufstarken“ unter uns – 4 km wandern nach Kandern hieß es für sie durch die ca. 200 m lange und stellenweise 20 m breite Wolfsschlucht (durch die nun auch der Westweg, Kennzeichen rote Raute, führt)

Eine bunte Reihe fröhlicher Wölfe war das, die auf schmalem Pfad diese Schlucht durchlief. Zwei aus der Basler Gruppe waren mit von der Partie. Und zwei Schwarze mit Namen Lea und Nera sahen schon eher wie Wölfe aus, aber sie waren harmlos, liefen den Weg wohl drei mal so oft wie wir – hier und da fiel ja auch mal ein Häppchen für sie ab. Abwechslungsreich ist diese Schlucht; die vielen Eindrücke wurden verstärkt durch einen intensiven Lichteinfall. An bizarren, steilen Felsformationen mit Höhlen in den Wänden führt der Weg vorbei; erstaunlich, die Buchen hier unten.

Umsichtig und verantwortungsbewusst sorgte Shanai (Käthe) dafür, dass alle wohlbehalten die Schlucht verließen. Die Wanderung verlief weiter auf breitem Weg, vorbei an blühenden Wiesen im strahlenden Sonnenschein. In einer Gärtnerei leuchteten Pfingstrosen in der Sonne.

Kurz vor dem Ziel wurden wir von den FA’lern empfangen, die mit dem Zug bis Kandern weitergefahren waren.

Nach Natur nun Kultur – es ging auf den August Macke Weg in Kandern

Der vielseitige und viel gereiste Künstler (1887 – 1914), Mitbegründer des Blauen Reiters, hatte viel mit Licht gemalt, Aquarelle, Pastelle und sich mit dem Renaissance Stil und dem der Impressionisten und Expressionisten auseinander gesetzt. Er wurde 1914 noch eingezogen und fiel in Frankreich. Er liegt in Souain begraben.

Macke hatte sich oft bei seiner Schwester Auguste, der Kronenwirtin aufgehalten und in diesem Ort gemalt – seinen Bildern sieht man an, wie wohl er sich hier gefühlt hatte. Es entstanden hier 20 Ölgemälde, zahlreiche Zeichnungen, mehrere Skizzenbücher und Aquarelle. 10 Tafeln sind auf diesem Weg aufgestellt, der durch die schönsten Ecken und Winkel des Ortes führt, auch über den Friedhof, zu den Gräbern seiner Mutter und Schwester.

Auf halbem Weg legten wir eine Pause ein, um in der „Sonne“ einzukehren. Es war ein großer Tisch für die „Internetgruppe „Feierabend.de“ von heute 29 Personen reserviert. Wir wurden sehr freundlich und zügig bedient, das Essen, zum Beispiel Rindfleischsalat, Käsespätzle, Spargeltoast bis hin zum leckeren Dessert schmeckte allen ausgezeichnet und die Preise haben gestimmt

Kommentar: „was für eine wohltuende Stille“, als das Essen serviert war! Ganz klar, dass einige hier gerne wieder einkehren möchten.

Christa (libana) präsentierte sich zum Abschluss noch besonders anmutig mit der Dekoration aus der „Sonne“!

Nach dem Essen liefen wir den Macke-Weg zu Ende und danach zurück zum Bahnhof

Ein wenig erheiternd im Zug war die lange und breite Diskussion, wie die einzelnen Leute von Haltingen nach Freiburg zurückkämen, die mit dem Fazit endete – jeder sollte vielleicht doch versuchen, für sich selbst eine Lösung zu finden… und nebenbei die Feststellung, dass die Leute, die uns draußen vorbeifahren sahen, mehr von dem Anblick des Zuges hatten als wir, die wir drinnen saßen, aber das nur so nebenbei.

Es war ein rundherum kein alltäglicher Tag und den Zug sahen wir uns alle noch mal ausgiebig bei der Ankunft in Haltingen an!


Beim herzlichen Abschied war offensichtlich, wie freundschaftlich vertraut sich viele schon sind und wie viel Freude solche für Körper und Geist, Seele und Herz gestalteten Ausflüge bringen

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Auf der Fahrt nach Haltingen

Freitag, 22. Mai 2009

Autor: Anmargi

Margit Anhut

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