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Der Blaue Reiter
Die Ausstellung im Frieder Burda Museum, Baden-Baden
Im Museum
im Museum
Hbf Freiburg
Blick auf den Freiburger Hauptbahnhof

Es war Zeit genug eingeplant, um die nötigen Formalitäten wie Besorgen des tickets, Einsammeln zu erledigen, so dass wir alle rechtzeitig unseren Zug erreichten.

Im Frieder Burda Museum begann relativ pünktlich die sehr gute, sachliche und verständliche Führung einer jungen Kunststudentin, die uns zunächst die Architektur des Gebäudes erklärte.

Der renommierte New Yorker Architekt Richard Meier hat das Frieder Burda Museum im Jahr 2004 errichtet. Im Gegensatz zur Kunsthalle, in die man über eine Treppe gelangt, wurde hier alles flach gehalten, die Kunst sollte jedem zugänglich gemacht werden, es sollte keine Hierarchie, keine Hemmschwelle mehr geben. Es wurde an die Umgebung angepasst durch die große Glasfront, die zur Lichtentaler Allee zeigt. Das Glas soll durch seine Transparenz den Kontakt zu den Besuchern herstellen. Das Gesims des Balkons der Kunsthalle war das Ausgangsmaß für das Museum. Die sandsteinweiße Farbe ist so typisch für Meier, dass sie das „Meier-Weiß“ genannt wurde.

Frieder Burda Museum
Das Frieder Burda Museum, Architekt Richard Meier
Das Frieder Burda Museum
Frieder Burda Museum
Im Park
Im Park
Innenansicht
Innenansicht - Detail

Kandinsky und Marc waren die Redakteure des Buches „Der Blaue Reiter“, das Titelbild war ein in Holz geschnittener Reiter (Kandinsky liebte das Motiv des Reiterheiligen St. Georg, dem Drachentöter). Kandinsky wollte für einen neuen Geist in der Kunst kämpfen.

"Wir werden aber nicht müde werden, es zu sagen, und noch weniger müde, die neuen Ideen auszusprechen und die neuen Bilder zu zeigen, bis der Tag kommt, wo wir unseren Ideen auf der Landstraße begegnen." (Franz Marc)

Der Almanach erschien 1911.

Der Blaue Reiter war ein Zusammenwirken verschiedener Künstler auf der Basis der Vielfältigkeit. Hierdurch unterschied er sich von anderen Künstlergruppen seiner Zeit. In seinem Stilpluralismus liegt das Moderne, das bis heute Aktualität und Akzeptanz bewahrt hat.

Im Frieder Burda Museum waren Werke der Künstler zu sehen, die dazu beitrugen, Kandinsky, Marc, Jawlensky, Macke, Münter und Klee. Gabriele Münter war Kandinskys Lebensgefährtin in dieser Zeit, die beiden waren 4 Jahre zusammen auf Reisen. Im Keller des Burda Museums sind Fotografien zu sehen, die sie von der Gruppe aufgenommen hatte.

Unsere Führerin griff aus Zeitgründen nur einige Bilder heraus, die sie uns erklärte. Zum Beispiel von Münter „Jawlensky und Marianne von Werefkin im Gras“; ein seltenes Portrait von Münter, auf dem sie selbstbewusst und streng erscheint (Münter liebte die Hinterglasmalerei, daher rühren die schwarzen Linien um ihre Motive). Wir sahen ein Selbstbildnis von Werefkin mit auffallend roten Augen; den expressiven Kubismus von Franz Marc, den Tiger; Macke’s Spaziergänger am See, die Frau vorm Schaufenster; das Türkische Café, das er nach seiner Tunisreise malte.

„Die Form ist uns Geheimnis, weil sie der Ausdruck von geheimnisvollen Kräften ist. Nur durch sie ahnen wir die geheimnisvollen Kräfte, den „sichtbaren Gott“. Die Sinne sind uns die Brücke vom Unfassbaren zum Fassbaren.“ August Macke


Von Jawlensky sahen wir den Tänzer Alexander Sacharow, das in Eile gemalt worden war. Er hat Serien, Landschaften und Portraits mit auffallenden Augen gemalt, Kandinsky’s drei Bilder und die Entwicklung vom Gegenständlichen ins Abstrakte in „Spanierin“, „Meditation“, „Liebe“. Kandinsky sah 2 Entwicklungsmöglichkeiten: entweder die große Realistik oder die große Abstraktion – er wählte Letztere. Kandinsky „malte“ Musik: "Die Welt klingt. Sie ist ein Kosmos der geistig wirkenden Wesen. So ist tote Materie lebender Geist."
Düstere Stillleben von Münter, Klees zerstörter Ort von 1920; das Pferd von Marc (die Farben haben eine Bedeutung: blau bedeutet geistig), das Pferd trägt menschliche Züge. Marc’s Bronzenskulptur eines Pferdes, also 3-dimensional fanden wir in seinem 2-dimensionalen Bild wieder. Robert Delaunay hatte Marc inspiriert in seinem „Tiger“. Marcs 3 Kühe in gelb, rot und grün.

In Murnau im „Russenhaus“ kamen die vier Künstler Kandinsky, Jawlensky, Marianne von Werefkin und Münter zusammen und arbeiteten sehr effektiv, die Malfarben wurden kräftiger. Es kam zu einem Wendepunkt in ihrem Schaffen.

Wir verdanken diese Ausstellung dem Münchner Lenbachhaus, das zurzeit umgebaut wird und diese Sammlung zur Verfügung gestellt hat. Es gibt keine Sammlung, die so gut wie diese die Kunst des Blauen Reiters repräsentiert. Gabriele Münter hat zu ihrem 80. Geburtstag 1957 der Städtischen Galerie München als Basis viele Kandinskys geschenkt.

Die Führung war zu Ende, langsam liefen wir ins Kurhaus, wo wir gediegen zu Mittag aßen. Alle wollten und durften zurück ins Museum (oder sind vielleicht doch einige ins Spielcasino verschwunden?), wo wir uns noch einmal in Ruhe die Gemälde und Fotografien zu Gemüte führten, die Eindrücke verstärkten.

Im Kurhaus
Im Kurhaus
Hillia und tanteklara
Hillia und tanteklara

Einige tranken einen Kaffe im Café Kunsthalle, der schmeckte, wenn man die innere Ruhe hatte, konnte ich erfahren. Es erhielt den Preis des Goldenen Löwen von Venedig – auf jeden Fall apart und ungewöhnlich. Einige zogen es vor, ihn draußen in nostalgischem Ambiente im Schatten einzunehmen.

Café Kunsthalle
Café Kunsthalle

Seit April 2006 befindet sich im Eingangsbereich der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden das Café Kunsthalle. Im Rahmen der Ausstellung Entre deux actes – Loge de comédienne wurde das Café Kunsthalle von Tobias Rehberger neu gestaltet. Für die 53. Biennale Venedig gestaltete Rehberger 2009 den Innen- und Außenbereich eines Cafés. Er erhielt den Goldenen Löwen als höchste Auszeichnung für einen teilnehmenden Künstler.

Draußen vor der Kunsthalle
Draußen vor der Kunsthalle
Irenes Blauer Reiter
Irene zeigt uns IHREN "Blauen Reiter", den sie mit 16 gebastelt hat.
Hoffotograf Erwin-Zahnrad
Hoffotograf Erwin-Zahnrad

Alles hatte sehr gut geklappt dank der großartigen Hilfe einiger Teilnehmer – ganz herzlichen Dank. Sogar der Teilnehmer, der sich gescheut hatte den Eintrittspreis zu zahlen, wurde „eingeladen“ – es gab keine Frage, alle übernahmen einen kleinen Teil dieses Eintrittspreises - ziemlich beschämend – ein Wermutstropfen.

Tanzknopf1 und tanteklara
Tanzknopf1 und tanteklara
Im Park
Im Park von Baden-Baden
noch ein bisschen ausruhen...
noch ein bisschen ausruhen...
sammeln
... und sich so gaaaanz langsam wieder einfinden (Bleistift)
Goldkettchen und Lisianne
Goldkettchen und Lisianne
Offi (Friedel) und Marute (Marlen)
Offi (Friedel) und Marute (Marlen)
Offi, Oleander, Marute, Cuba, Bleistift
Offi, Oleander, Marute, Cuba, Bleistift
Tanzknopf1, Marute, Cuba, Oleander, Hillia, Tinsky
Tanzknopf1, Marute, Cuba, Oleander, Hillia, Tinsky
Schnellbus zum Bahnhof
... na, ob der nicht doch eher gegenüber abfährt???
Schnellbus zum Bahnhof
... na, ob der nicht doch gegenüber abfährt???
Heimweg
schon wieder auf dem Heimweg

Kleine Eindrücke des Parks, des Reichtums von Baden-Baden, seiner wunderschönen Architektur der Häuser konnten wir noch gewinnen, bevor wir uns per Bus und Bahn auf den Heimweg begaben. Der Tag war eine Bereicherung, sei es in Bezug auf Kunst, Austausch, oder auch nur Geselligkeit und Zusammensein. Diese Ausstellung war diese kleine Reise wert gewesen.

Fotos von: Zahnrad-Erwin, Oleander-Anke und Anmargi-Margit

Autor: Anmargi

Margit Anhut

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