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Briancon - Nizza
Der Col Galibier ist ein "Muss" für jeden sportlichen Radfahrer.

Briancon ist eine pittoreske Stadt - gelegen am bedeutendsten Handelsweg der Westalpen und deshalb im ausgehenden Mittelalter ein internationaler Marktort.

Briancon - Nizza
Die Altstadt - ein buntes Bild - zur Zeit voller Touristen.

Der erste Wandertag.
Hier passieren wir die Alp les Ayes, eine ehemalige Maiensess, jetzt vorwiegend als Ferienwohnungen genutzt. Wir steigen allmählich zum Pass empor. Der Weg wird aber zunehmend steiler.

Nach recht steilem Abstieg führt der Weg uns dann am Nachmittag in ein weites Tal nach La Chalp, wo wir im Chalet Viso, einem presbiterianischem Seminarhaus übernachten.

Briancon - Nizza
Der hölzerne Brunnen hat noch seine ländliche Eigenart.
Briancon - Nizza
Die Kirche St. Romain aus dem 17. Jhdt. steht mitten auf einer Wiese zwischen 3 zentralen Weilern von Molines-en-Queyras.

Wir befinden uns jetzt im Guil-Tal mit dem Schloss Queyras, das nach der Eingliederung dieser Landschaft ins Königreich Frankreich der Dauphine als Festung ausbauen ließ (14. Jh).

St. Veran (2042 m) ist die höchst gelegene, ganzjährig bewohnte Gemeinde Europas. Bis 1957 wurden die Südhänge um St. Veran landwirtschaftlich genutzt. Dieser Ort hat ständig 270 Einwohner und 1.800 Fremdenbetten.

Die meisten Häuser haben ihren ursprünglichen Charakter bewahrt.

Unsere Wanderung geht weiter zum Col Blanchet, der 2.900 m hoch liegt, und die herannahenden Schneefelder signalisieren uns, dass er noch unpassierbar ist. Wir hatten jedoch Glück. Im Übernachtungsrefuge war ein Fest angesagt und wir wurden durch die Muskanten entschädigt. Es war ein Abend mit temperamentvollem Genuss plus Charme und Esprit.

Briancon - Nizza
"Abstieg"
Vom Refuge de la Blanche (2.500 m) müssen wir wieder zurückgehen.
Briancon - Nizza
Es ist wieder ein sehr harter Aufstieg zum Col des Estronques und dann noch ein viel steilerer Abstieg ins Tal von Ceillac.

Nach einer mehr als 7-stündigen Wanderung ist das Git eine Wohltat. Die Madame war sehr gastfreundlich, kocht auch gut. Schlaf- und Waschverhältnisse aber mehr als bescheiden.

Wir steigen zunächst durch lichten Wald, dann mässig ansteigend,zuletzt steiler werdend über kleinere Schneefelder zum Col Tronchet (2.669 m) und dann wieder steil hinab ins Tal nach Maljasset. Die wunderbare Blütenpracht am letzten Stück des Weges ist wie ein orientalischer Teppich.

Die Schneefelder nehmen zum Col de Mary zu. Wir überqueren hier die Staatsgrenze nach Italien. Auch müssen wir uns ständig beeilen, da die üblichen Nachmittagsgewitter herannahen.

Durch den Nationalpark Mercantour, am Lac du Lauzanier vorbei, gehen wir durch Steilhänge, die voller Schnee sind, zum Pas de la Cavale (2.671 m) und sind jetzt in den Provenzalischen Alpen. Wir müssen aber noch zuerst durch eine Mulde und dann über den Col de Fourches (2.261 m) und überqueren noch den Col de la Brunett. Die aufziehenden Mittagswolken signalisieren auch hier wieder Gewitter. Am Wegesrand sehen wir ein von den Wölfen gerissenes Schaf. Unsere Übernchtung ist in Bousieyas. Unser gebuchtes Zimmer mit einer alten Bettstatt ist mit altem Gerümpel dekoriert.

Über den Pass Col de la Colombière (2.237 m) kommen wir in das eng zusammengebaute Bergdorf St. Dalmas-le-Selvage. Es geht jedoch weiter in das Tineetal.

Die Wanderung geht jetzt über eine Naturstrasse zum Col d'Anelle (1.739 m). Der Pass bietet Aussicht in den Süden, der Blick zum Meer ist aber noch versperrt. Wir erreichen St. Etienne-de-Tinee - eine lebendige Kleinstadt.

Durch die Wegebeschaffenheit schmerzen trotz dicker Wandersohlen zeitweise die Füße.

Über einen ruppigen und sehr steilen Forstweg durch Buchsgehölz über den Wintersportort Auron kommen wir dann zu einer angenehmen Kammwanderung des GR5, finden beim Abstieg ein ausgedehntes Weideland vor und erreichen den Weiler Roya, wo ein sehr angenehmer Aufenthalt ansteht. Für die Tour nach Beuil sind wiederum 7 Stunden reine Wanderzeit angegeben.

Das Bergdorf Beuil liegt 1.450 m hoch. Es war einstmals der Sitz der Grafen von Beuil aus dem Geschlecht der Grimaldis und war bis zu Beginn des 17. Jh. Sitz einer ansehnlichen Provinzhauptstadt des Herzogtums Savoyen.

Vom Bergkessel "Beuil" herab, durch das Tal, hinab zum Fluss, herauf zum Couillole-Pass (1.678 m) und wieder herab zum Dorf Roubion, was wie angeklebt am Felsen hängt. Das Dörfchen hat eng zusammengebaute Häuser, schmale Gässchen, Arkaden und Treppen und auf dem Felsvorsprung thront die Kirche. In diesem "Adlerhorst" waren wir schon mal vor Jahren, allerdings mit dem Auto.

Nach etwa 2 Stunden Gehzeit steigen wir schließlich einen schmalen Pfad hinab zum Vionene-Bach und stehen zu unserem Erstaunen vor einem See, der sich vom im April aufgetretenen Unwetter gebildet hat. Der Schreck ist riesengroß, zumal auf der gegenüberliegenden Seite ein gewaltiger Schotterhang ins Rutschen gekommen ist und einen Staudamm bildet. Ein Durchschreiten des Sees zu Fuß ist offensichtlich nicht möglich, er ist - wie leicht zu erkenen ist - recht tief. Unterhalb dieses Staudammes verläuft der Abfluss über eine Höhenstufe und ist verblockt. Oberhalb wird der See flacher und den Bach kann man zu Fuß durchqueren. Wir versuchen es und stehen dann am anderen Ufer vor einer Steilwand. Wenn wir durchkommen, müssen wir wohl oder übel diese Wand umgehen und es ist ungewiss, ob das überhaupt möglich ist.

Aber wir haben Glück, denn um die Felswand herum verläuft ein gemauerter Wassergraben mit einer ca. 30 cm breiten Brüstung (Höhe etwa 25-30 m), auf der wir mit unseren schweren Rucksäcken - das Gleichgewicht haltend - die Felswand durchqueren. Riskant, aber die einzige Alternative zum Zurückgehen. Wir schaffen es, überqueren das große Geröllfeld, das durch das hineinfließende Wasser des Wassergrabens sehr morastig ist und finden wieder den Wanderweg, der uns auch weiterhin mit schwierigen Kletterpassagen nach Roure begleitet.

Briancon - Nizza
Das Bergdorf Roure klebt hoch über dem Tinee-Tal, das zum großen Teil in einer engen Schlucht verläuft.
Briancon - Nizza
Die schlichte romanische Kirche von St. Dalmas (Valdeblore) stammt aus dem 11. Jh.

Eine alte Steinbrücke über die Visubie, von der aus wir den Gegenhang Richtung Levent hochsteigen. Wir befinden uns auf der alten Salzstrasse. Die Dörfer der südlichen Alpen waren durch den Getreideanbau wirtschaftlich autark und nur auf den Kauf von Salz angewiesen.

Levent weist einen alten schönen Ortskern auf. Ist aber mit der Nähe zu Nizza schon umfangreich mit Wohnquartieren erweitert.

Nizza - wir erreichen nachmittags unser Hotel, bummeln mit großer Zufriedenheit über die Promenade des Anglais, links das blaue Meer - rechts die Hotelpaläste des 19. Jh. und lassen den Tag abends in der Altstadt ausklingen.

Fotos: Beah/Beate

Autor: beah

Beate Paschold

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