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Marburg-Botanischer Garten & Elisabethkirche.

Nachdem ich den Besuch des Botanischen Garten´s auf den 15.09.2021 wegen dem DB-Streik verlegt hatte, meldeten sich einige ab, sodass wir noch 13 Teilnehmer waren.
Es war an diesem Tag Starkregen angesagt, von dem wir aber nur in den Gewächshäusern etwas mitbekamen, unsere Kleidung blieb trocken.

Der Botanische Garten erstreckt sich über eine Fläche von etwa 20 Hektar auf den Lahnbergen etwa 3 Kilometer östlich der Innenstadt. Der Garten ist in verschiedene Abteilungen aufgegliedert. Dazu gehören im Freiland klassische Abteilungen wie das Arboretum, das Alpinum oder die Heilpflanzen, aber auch einzigartige Orte wie die Hügelgräber, die Farnschlucht oder der Frühlingswald. Die Freiflächen des Botanischen Gartens können das ganze Jahr über besucht werden.

Frau Dr. Kerstin Demuth, Leiterin Grüne Schule Botanischer Garten, führte uns mit Ihrem Fachwissen erst durch den Garten und dann durch die Gewächshäuser.

Das Wasserpflanzenhaus.

Auf einer Fläche von 123 Quadratmetern umgibt uns hier eine vor allem im Winter angenehme Temperatur von 22 Grad Celsius. Während das Tropenhaus hauptsächlich Vertreter des Tiefland-Regenwaldes beherbergt, sehen wir im Wasserpflanzenhaus einige Beispiele des Küsten-Regenwaldes. Wasserpflanzen zum Beispiel aus dem Amazonas-Gebiet fühlen sich hier in 28 Grad Celsius warmem Wasser heimisch – wie etwa Mangroven (Bruguiera sexangula), vor allem aber die Riesenseerose (Victoria amazonica). Im Amazonas erreichen deren Blätter einen Durchmesser von bis zu drei Metern und ein Gewicht von mehr als 25 Kilogramm. Durch Luftkissen an den unteren Seiten der Blätter können sie sich aber dennoch über Wasser halten.

Die Materialkosten für das Wasserpflanzenhaus, damals noch Amazonashaus genannt, stellte die Universität 1987 anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Botanischen Gartens zur Verfügung.

Das Alpinum.

Unser Alpinum mit einer Fläche von rund einem Hektar erfreut die Besucher mit dem Anblick unterschiedlichster Hochgebirgspflanzen. Wenn Sie in Ihrem Garten selbst einen kleinen Hügel mit alpinen Pflanzen besitzen, werden Sie sicherlich schon die Erfahrung gemacht haben, dass die eine oder andere Pflanze nach kurzer Zeit verschwunden ist. Auch uns bereitet die Kultur alpiner Pflanzen immer wieder Probleme, die sich jedoch leicht erklären lassen: Bei mehreren 100 Höhenmetern verkürzen bzw. verlängern sich bekanntermaßen die einzelnen Jahreszeiten beträchtlich. So können die krautigen Pflanzen der alpinen Region bereits ab Ende Oktober vor Ort mit Schnee bedeckt sein. Bis zur Schneeschmelze im Mai ruhen diese Pflanzen gut sechs Monate unter einer Schneedecke, die sie zusätzlich vor Wind und Sonneneinstrahlung schützt. Die alpinen Pflanzen sind also veränderten Wachstumsbedingungen - kürzere Wachstumsphase und längere Ruheperiode - angepasst. Werden diese Pflanzen aus Samen herangezogen und in ein "Alpinum" versetzt, müssen sie sich an völlig veränderte Wachstumsbedingungen gewöhnen. Anstelle der langen Schneebedeckung und den damit verbundenen, gleich bleibend tiefen Temperaturen, sind sie wechselnden Niederschlägen meistens in Form von Regen und variierenden Witterungsverhältnissen wie Wind und Sonne ausgesetzt.
Mehr über das Alpinum hier

Die Gewächshäuser.

In den Schaugewächshäusern konnten wir für kurze Zeit in eine andere Welt eintauchen - in die Welt der Tropen beispielsweise, in die Pflanzenwelt der kanarischen Inseln oder die der Wasserpflanzen wie zum Beispiel der beeindruckenden Riesenseerosen. Oder wir lassen uns in den Sommermonaten von frei fliegenden Schmetterlingen im Ausstellungshaus auf der Nase herumtanzen. Das Karnivorenhaus, das sich links neben dem Tropenhaus befindet, ist nicht begehbar. Wir konnten uns aber von außen einen Eindruck der Fleisch fressenden Pflanzen machen.

Das Nutzpflanzenhaus ergänzt die entsprechende Abteilung des Freilandbereichs. Auf einer Fläche von 182 Quadratmetern konnten wir bei tropischen Temperaturen von 20 bis 22 Grad Celsius wichtige und interessante Nutzpflanzen wie Ananas, Zimt-, Kaffee- und Kakaobaum sehen. Kein Wunder, dass hier besonders häufig thematische Führungen der Grünen Schule veranstaltet werden!
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Mehr über die Gewächshäuser hier

Der Kalebassenbaum.

Beschreibung

Der Kalebassenbaum kann strauchartig, wie aus als mittelgroßer Baum wachen mit einer Wuchshöhe von bis zu 10 Meter. Namensgebend und markantes Merkmal dieser Baumart sind die großen fast runden Früchte die für praktische Zwecke für den Alltag genutzt werden können. Während die Früchte der ursprünglichen Wildform nur eine Größe von 10- 12 cm erreichen, ist die heute weitverbreitete Kulturform merklich größer und erreicht eine Länge von deutlich über 40 cm mit einem Durchmesser von über 30 cm. Ähnlich dem Kakaobaum entwickeln sich die kelchartigen Blüten vom Kalebassenbaum auch direkt am Stamm oder an den starken Zweigen mit einer geringen Stiellänge von maximal nur 3 cm. Obwohl der Kalebassenbaum eine immergrüne Pflanze ist, kann er auch als trockenresistenter Baum laubabwerfend sein. Die Länge seiner kräftig grünen und ungestielten eiförmigen Laubblätter kann sehr stark variieren und liegt zwischen 4 und 25 cm.

Nutzung

Die Früchte des Kalebassenbaums sind nutzbar für praktische Zwecke. Die großen ausgereiften Früchte kann man ausgehöhlt und getrocknet als Gefäße verwenden für Flüssigkeiten und Lebensmittel. Das entnommene Fruchtfleisch kann für pharmazeutische und für unterschiedliche medizinische Anwendungen genutzt werden. Text: www.safari-afrika.de

Der Kakaobaum .

Der Kakaobaum als Zimmerpflanze

Wer einen Kakaobaum in der Wohnung haben möchte, sollte sich gut überlegen, wo er steht. Die Tropenpflanze mag es nämlich warm und bevorzugt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Bei 25 bis 28 Grad Celsius fühlt sich der Baum so richtig wohl. Die Tagesdurchschnittstemperatur sollte nicht unter 20 Grad Celsius liegen. Daher ist ein im Winter beheizter Wohnraum eine Möglichkeit. Die Pflanze direkt an die Heizung zu stellen, ist jedoch keine gute Idee. Dort ist die Luft zu trocken. Wer wegen der Luftfeuchtigkeit den Kakao ins Bad stellen möchte, sollte dabei beachten, dass auch genügend Tageslicht in das Zimmer fällt.
So wird der Kakaobaum vermehrt

Der Kakao wird über die Samen vermehrt. Der Samen sollte dafür direkt aus der Frucht in die Erde gebracht werden. Dafür muss die Frucht zunächst geöffnet werden. Anschließend werden die Samen aus dem Fruchtfleisch befreit.
Den Kakaobaum gießen und düngen, zurückschneiden und umtopfen

Weil der Kakaobaum im Kübel schnell austrocknet, sollte er als Zimmerpflanze regelmäßig gegossen werden. Das kann täglich sein. Im Zweifelsfall gibt die Fingerprobe Auskunft über den Wasserbedarf der Tropenpflanze. Achten Sie aber auch darauf, dass überschüssiges Wasser abfließen kann. Staunässe mag der Kakaobaum nämlich ebenfalls nicht.

Mehr über den Kakaobaum hier


Die Elisabethkirche.

Die Elisabethkirche ist Marburgs bekanntestes Bauwerk und zugleich ein Publikumsmagnet.

Egal ob in Marburg zu Gast oder einheimisch – kaum jemand besucht die Elisabethkirche nicht. Dabei wissen zumindest vorher nur wenige, dass es sich eigentlich um eine Marienkirche handelt.

Der Bauherr im 13. Jahrhundert war der damals sehr mächtige und begüterte Deutsche Orden, der seine Kirchenbauten immer der eigenen Schutzpatronin, der Jungfrau Maria, weihte.

Die zentrale Funktion der Kirche als Grabstätte der Heiligen Elisabeth (1207–1231, heilig gesprochen 1235) und als Pilgerkirche über dem Grab der Heiligen überwog jedoch im Bewusstsein der Bevölkerung ihrer Funktion als Ordenskirche bei weitem. So setzte sich der Name Elisabethkirche klar durch.

Knapp 50 Jahre dauerte der Kirchenbau (Baubeginn 1235, Weihe 1283). Bis zur Vollendung der beiden 80 Meter hohen Türme waren nochmals ungefähr 50 Jahre nötig.

Als erste rein gotische Hallenkirche auf deutschem Boden kommt der Elisabethkirche kunsthistorisch eine besondere Bedeutung zu. Die schlichte frühgotische Architektur des Bauwerks ist für viele Besucherinnen und Besucher ein besonderes Erlebnis, auch wenn die ursprünglichen Wandmalereien seit einem Bildersturm im Jahr 1619 größtenteils zerstört sind.

Erhalten ist der gotische Hochaltar aus Sandstein von 1290 im Hohen Chor (Ostchor). Hier kommt der Kontrast zwischen früher Gotik (Kirche) und Hochgotik (Altar) wirkungsvoll zur Geltung. Die Fensterfront hinter dem Hochaltar zieren romanische und gotische Buntglasfenster. Besonders hervorzuheben ist das spätromanische Elisabethfenster (unten rechts) mit der Darstellung wichtiger Szenen aus Elisabeths Leben (rechte Hälfte) und der Heiligen beim Ausüben der Werke der Barmherzigkeit (linke Hälfte).

Mehr über die Elisabethkirche hier

Der Sippenaltar.

Der Sippenaltar wurde 1511 von Ludwig Juppe für die Altarnische im Elisabethchor gleich neben dem Elisabethmausoleum geschnitzt. 1931 wurde er an seinen jetzigen Platz versetzt.

Den linken Flügel und rechten Flügel hat Johann von der Leyten bemalt. Außen ist die Bemalung fast ganz verwittert. Aber die Innenseiten leuchten in kräftigen Farben. Sie erzählen die Legende von Joachim und Anna den Großeltern Jesu.
Joachim und Anna wollten gerecht sein und die Gebote Gottes erfüllen. Kurz nach ihrer Heirat teilten sie ihren gesamten Besitz in drei Teile: den einen gaben sie dem Tempel und seinen Dienern, den zweiten den Armen und den Pilgern, den dritten behielten sie für sich.

Der Marienaltar.

Der linke Flügel des Marienaltars zeigt die Anbetung der Heiligen Drei Könige. Zwei sind schon niedergekniet, haben ihre Kronen abgelegt und öffnen ihre Schätze, ein dritter tritt gerade hinzu. Links ist Joseph zu sehen, dahinter die Köpfe von Ochse und Esel, die oft beim Kind in der Krippe dargestellt werden und an das Wort des Propheten Jesaja erinnern: „Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn“.
Der rechte Flügel zeigt den Tod Marias, bei dem sich die Jünger am Sterbebett der Mutter Jesu versammelt haben und ihre Aufnahme in den Himmel, Mariae Himmelfahrt, gefeiert am 15. August. Am Vorabend dieses Festes wurde im Jahre 1235 der Grundstein zur Elisabethkirche gelegt.
Der Schrein zeigt die Krönung Marias durch Gott den Vater und Gott den Sohn. Vielleicht war der Heilige Geist ursprünglich als eine Taube dargestellt, die über Maria schwebte.
Solche Darstellungen des Dreieinigen Gottes waren in der Kirche immer wieder umstritten. Denn sie könnten das Mißverständnis fördern, als seien Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist drei Götter, während gesagt sein soll, daß wir ein und demselben Gott begegnen in der allmächtigen Kraft, die alles im Dasein erhält und lenkt, in Jesus Christus und in der geistigen Kraft, die uns befähigt, um Jesu willen der allmächtigen Kraft in allem zu trauen.
Die Gesichter von Gottvater und Gottsohn sind sich ähnlich. Weil man dem unsichtbaren Gott ein Gesicht nach dem Bild Jesu gab, entsprechend dem Christuswort: „Wer mich sieht, der sieht den Vater.“

Der Schrein der heiligen Elisabeth.

Der Schrein der hl. Elisabeth in der nach ihr benannten Kirche in Marburg gehört zu den we-nigen Schreinen des 12. und 13. Jahrhunderts, die nahezu keine Ergänzungen erhalten haben. Das heißt jedoch nicht, dass die Geschichte des Elisabethschreins nicht voll ist von dramatischen Momenten, von grober Vernachlässigung und Verschleppung nach Kassel über Feuersbrunst bis zur zweimaligen Beraubung.

Vermutlich hat das thüringische Landgrafenhaus unmittelbar nach der Heiligsprechung der Landgräfin Elisabeth im Jahre 1235 den Schrein bei einem Goldschmied in Auftrag gegeben, der den Marienschrein im Aachener Münster gekannt haben muss, denn die Architektur des Marburger Schreins ähnelt der des Aachener Marienschreins. Im Unterschied zu fast allen anderen Schreinen besteht er aus einem Langschiff, dem ein Querschiff eingefügt ist, so dass diese beiden Schreine vier Portale besitzen. Die innere Schreinsarchitektur besteht aus Eichenholz, das mit stark vergoldetem Kupferblech umgeben ist.

Die französische Elisabeth.

Im nördlichen Seitenschiff der Elisabethkirche steht unmittelbar vor dem Zugang zum Dreikonchenchor eine Statue, deren Abbildung in keiner Marburger-Publikation fehlen darf.
"Die französische Elisabeth".

Für den Abschluss des Tages hatte ich in der Gartenlaube Plätze reserviert. Ich meine die Essensportionen sind hier zu groß, etwas kleiner und teilweise schmackhafter wäre besser.

Einen Dank für die fachliche Führung im "Neuen Botanischen Garten" gilt Frau Dr. Kerstin Demuth.
Ich hoffe ihr habt einiges dazu gelernt, bleibt gesund bis zur nächsten Veranstaltung,
das wünscht Dir/Euch Hans-Rüdiger

Text: www.uni-marburg.de/de/botgart

Text, Fotos und Layout Hans-Rüdiger (lahnelster)

*** Zur Diashow von Hans-Rüdiger "lahnelster" ***

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